SC-Fußballschule: Von Freiburg lernen heißt Ausbildung lernen

Freiburg-Schüler im Klopp-Kader:Von Freiburg lernen heißt Ausbildung lernen

von Christoph Ruf

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Perfektes Timing: Jeder sechste Spieler im Aufgebot von Jürgen Klopp wurde in der Fußballschule des SC Freiburg ausgebildet. Die feiert dieser Tage ihr 25-jähriges Jubiläum.

Yannik Engelhardt (SC Freiburg) trifft zum Tor.

Zwei der Freiburger, die von Klopp berufen wurden: Yannik Engelhardt (M.) und Philipp Treu (l.).

Quelle: Eibner-Pressefoto

Es war ein unterhaltsames und streckenweise hochklassiges Spiel, das sich Eintracht Frankfurt und ein starker SC Freiburg beim 2:2 am Samstag lieferten.

Mittendrin: Fünf Spieler, die Jürgen Klopp ins Aufgebot für die kommende Länderspielreise berufen hat, darunter vier, die ihre Ausbildung im ersten westdeutschen Nachwuchsleistungszentrum überhaupt genossen haben: in der Freiburger Fußballschule.

Jürgen Klopp

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Als da wären: der Neu-Frankfurter Noah Atubolu und die SC-Spieler Yannik Engelhardt, Philipp Treu und Auswechselspieler Max Rosenfelder. Als fünfter Fußballschüler fungierte Matthias Ginter. Der 51-malige Nationalspieler wurde von Klopp allerdings nicht nominiert.

Hinzu kommt noch der nominierte Derry Scherhant. Der 19-Jährige, der am Samstag auffälligster Spieler seiner Freiburger Elf war, wurde bei Hertha BSC ausgebildet.

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Philipp Treu hatte ein "cooles Gespräch" mit Klopp

Insgesamt sind aber sogar sieben der insgesamt 44 Nominierten ehemalige Freiburger Fußballschüler: Auch Mika Baur (Celtic Glasgow), Nico Schlotterbeck (BVB) und Kevin Schade (FC Brentford) haben ihre Ausbildung im Trainingszentrum am idyllisch gelegenen Möslestadion genossen.

Genau wie Verteidiger Philipp Treu, der das Telefonat mit dem Bundestrainer Revue passieren ließ:

Ich saß auf der Couch und habe die Zweitliga-Konferenz geschaut. Dann kam der Facetime-Anruf, und es war ein cooles Gespräch

Philipp Treu, SC-Verteidiger

Freiburger Ausbildungsverein par excellence

Damit hat fast jedes sechste Mitglied des aktuellen Nationalmannschaftskaders eine Vergangenheit in der Freiburger Fußballschule, die dieser Tage ihr 25-jähriges Jubiläum feiert.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil seit dem frühen WM-Ausscheiden so häufig die Frage diskutiert wird, mit welchen Spielern Deutschland wieder konkurrenzfähig werden kann. Der SC beantwortet sie seit 25 Jahren: Er bildet sie selbst aus.

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Zentrale Frage: "Make or buy"

Der langjährige Trainer Volker Finke (1991 bis 2007) gilt als Vater der Fußballschule. "Die zentrale Frage lautete damals "Make or buy?'", erinnert sich Andreas Rettig, der von 1998 bis 2002 SC-Manager war, in der SC-Broschüre zum Jubiläum.

"Sollten auch wir uns dem immer schneller rotierenden Transferkarussell anschließen oder konsequent auf die eigene Ausbildung setzen?" Wie Finke plädierte auch Rettig für letzteres. Und das sollte sich als historischer Glücksfall für den Sportclub erweisen.

Auch Uli Hoeneß zog den Hut

Ein knappes Jahr nach dem ersten Spatenstich im Oktober 2000 staunte die Republik, als der SC seine Fußballschule eröffnete. Der Spiegel berichtete ausführlich, und Uli Hoeneß verkündete:

Was die machen, ist richtungsweisend.

Uli Hoeneß

Christian Streich war Leiter der Fußballschule, ehe er 2012 Profitrainer beim SC wurde. Die Leitlinien der Arbeit fasst er so zusammen: "Es braucht gute Ausbildung, Geduld, ehrliche Rückmeldungen und den Mut, jungen Spielern Verantwortung zu geben."

Acht Freiburger Eigengewächse in Istanbul

Wie gut das Konzept aufging, zeigt ein Blick auf die Statistik. 73 Spieler, die beim SC ihre ersten Profispiele absolvierten, sind aus der Fußballschule hervorgegangen.

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Über das Thema berichtete das ZDF am 17.09.2026 um 19:13 Uhr.

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