Breisgauer chancenlos:Freiburgs Traum geplatzt: Aston Villa gewinnt Europa League
von Jannik Höntsch
Der große Europapokal-Traum des SC Freiburg ist geplatzt. Im Finale der Europa League unterliegen die Breisgauer Aston Villa mit 0:3. Es ist das Ende einer beeindruckenden Saison.
Der SC Freiburg verliert das Finale der Europa League.
Quelle: dpaDer SC Freiburg verliert das Finale der Europa League gegen Aston Villa mit 0:3. Vor den Augen von 42.445 Zuschauern und bis zu 11.000 mitgereisten Fans in Istanbul war der Favorit aus London jedoch von Beginn an stärker und setzte sich in Summe verdient durch.
Für die kleinen Breisgauer war allein die Teilnahme ein riesiger Erfolg. Während Villa-Coach Unai Emery die Europa League bereits vier Mal gewann, holten die Badener noch nie einen internationalen Titel.
Pokalfighter Kübler und der scheidende Höfler von Beginn
Mit drei Veränderungen zum 4:1-Kantersieg gegen RB Leipzig im letzten Bundesligaspiel am vergangenen Samstag starteten die Freiburger: Lukas Kübler rückt nach seinem Doppelpack im Halbfinale als Rechtsverteidiger in die Startelf der Freiburger.
Doppelt schöner Sieg für den SC Freiburg: Mit dem 4:1 gegen RB Leipzig ist ein Platz im Europacup sicher. Gleichzeitig gelingt die Generalprobe fürs Europa-League-Finale gegen Aston Villa.
18.05.2026 | 9:45 minFür ihn wechselt Philipp Treu auf die linke Seite und Jordy Makengo auf die Bank. Zudem ersetzte Routinier Vincenzo Grifo auf der linken Außenbahn erwartungsgemäß Derry Scherhant. Und eine kleine Überraschung gab es im Mittelfeld: Nicolas Höfler durfte im letzten Spiel seiner Profikarriere starten.
Aston Villa will Finale früh an sich reißen
Ebenfalls erwartungsgemäß begann das Finale direkt intensiv - mit klaren Vorteilen für Aston Villa. Keine zehn Minuten waren gespielt, da war Schlussmann Noah Atubolu bereits der auffälligste Spieler in den Freiburger Reihen.
Der SC Freiburg kann am Mittwochabend (20.05.2026) erstmals die Europa League gewinnen. Vor dem Finale gegen Aston Villa ordnet Johanna Rüdiger ein.
20.05.2026 | 2:57 minOffensivspieler Morgan Rogers forderte ihn zwei Mal aus der Distanz - und in der neunten Minute war es sein Mitspieler Matthias Ginter. der einen zu kurzen Rückpass spielte, den Atubolu gerade so vor dem heraneilenden Watkins entschärfen konnte.
Höfler und Manzambi mit guten Chancen - doch Villa geht in Führung
Die Freiburger versuchten das Spiel zu kontrollieren, den starken Mittelfeldblock von Aston Villa mit Chipbällen zu überspielen und sich so zu Chancen zu mausern. Das gelang: Nach einer Freistoßflanke von Grifo zog Höfler aus dem Rückraum direkt ab. Der aufsetzende Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei (17.). Auch Manzambis Fernschuss verfehlte das Tor des Londoner Keepers Martinez nur knapp (33.).
Der SC Freiburg kann zum ersten Mal in seiner Geschichte die Europa League gewinnen. Gegen Aston Villa sind die Breisgauer Außenseiter.
20.05.2026 | 1:24 minDoch in der 41. Minute ist es trotzdem Aston Villa, die in Führung gehen Nach einer kurzen Ecke flankt Rogers in den Sechzehner der Freiburger. Doch die lassen Youri Tielemans außer Acht, der den Ball unbedrängt und sehenswert direkt abnimmt und ins rechte Toreck drischt - Vorteil Aston Villa.
Freiburg verteidigt nachlässig - und Villa trifft gnadenlos
Auch in den restlichen Minuten vor der Pause schaffte es der SC Freiburg nicht, dem flexiblen und explodierenden Offensivspiel der Londoner gegenzuhalten. Mit der letzten Aktion vor der Pause trifft Buendia nicht weniger sehenswert als sein Kollege Tielemans vom rechten Strafraumeck - ebenfalls unbedrängt - per Schlenzer unhaltbar für Atubolu zum 2:0.
Nach der Pause änderte sich die Überlegenheit der Londoner nicht. Die Freiburger pressten zwar hoch, verteidigen aber im Gegenzug nachlässig. Und Villa: Spielt in der Offensive weiter gnadenlos - und trifft nach einer flachen Hereingabe von Buendia in der 58. Minute durch Morgan Rogers am kurzen Pfosten zur Vorentscheidung.
Den Breisgauern fehlt der Zugriff
Im Anschluss hat der SC Freiburg Schwierigkeiten bei den aufspielenden Engländern mitzuhalten. Auch die offensiven Wechsel mit Makengo, Höler und Scherhant brachten nicht die gewünschten Erfolge. Im Gegenteil: Immer wieder war es Aston Villa, das sich offensiv durchkombinierte.
Wie in der 75. Minute, als McGinn auf den Strafraum zulief, quer auf Tielemans legte, der wiederum zu Buendia durchsteckte, der vor Atubolu jedoch zu lässig abschloss und ans Außennetz lupfte. Die Dominanz zeigte sich am Ende auch in Zahlen: Den 17 Torschüssen von Aston Villa hatten die Breisgauer nur vier entgegenzusetzen - und verloren die Partie letztlich verdient. Doch trotz der Final-Niederlage bleibt den Breisgauern auch: Die beeindruckende Pokalreise der Breisgauer.
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