Charterflugzeuge angekündigt:Wadephul will deutsche Touristen aus Nahost zurückholen
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Nach der Eskalation in Nahost sitzen noch Tausende deutsche Touristen in der Region fest. Außenminister Wadephul kündigte nun Evakuierungen für vulnerable Gruppen an.
Die Golfregion ist für den Luftverkehr ein wichtiges Drehkreuz. Seit den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran sitzen hunderttausende Touristen fest.
02.03.2026 | 2:02 minDie Bundesregierung will Charterflugzeuge nach Saudi-Arabien und in den Oman schicken, um von dort in Nahost gestrandete deutsche Reisende auszufliegen.
Zuerst sollen dabei "besonders vulnerable Gruppen" zurückgeholt werden, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Montag sagte. Er nannte die Hauptstädte der beiden Länder, Riad und Maskat, "also Orte, von denen noch geflogen werden kann".
Iran meldet Vergeltungsschläge: Rauch über dem Hafen Jebel Ali in Dubai am 1. März 2026
Quelle: AFPIsrael und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe auf Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion. In der Folge sitzen dort viele Reisende fest - vor allem an Flughäfen und auf Kreuzfahrtschiffen.
Wegen den Angriffen auf Iran ist der Flugverkehr im Nahen Osten fast vollständig ausgefallen. Tausende Menschen sind an Flughäfen gestrandet. Diana Zimmermann berichtet.
02.03.2026 | 1:16 minWadephul: Charterflugzeuge zur Evakuierung angemessen
"Die Planungen laufen", betonte Wadephul. Zuerst müsse allerdings geklärt werden, wie viele vulnerable Menschen vor Ort und wie groß die Kapazitäten der Flughäfen seien. Jener in Maskat sei nicht besonders groß. "Wir müssen schauen, wie viele Flugzeuge wir dort überhaupt hinbringen können. Wir fangen jetzt einfach mal mit einer Maschine pro Destination an."
Die Flugzeuge sollen demnach auf Steuerkosten gechartert werden. Er halte dies für "richtig und notwendig und angemessen", betonte der CDU-Politiker. Laut Deutschem Reiseverband sind rund 30.000 Deutsche in Nahost gestrandet.
Viele Touristen fühlten sich von der Bundesregierung nicht gesehen, sagt ZDF-Moderatorin Victoria Reichelt, die in Doha festsitzt. Wann der Luftraum wieder geöffnet wird, wisse man noch nicht.
02.03.2026 | 5:55 minFlugverkehr in Dubai teilweise ausgesetzt
Nach Angaben des Auswärtigen Amts haben sich in der Krisenvorsorgeliste bislang mehr als 10.000 Deutsche in der Golfregion registriert. Dazu können sowohl Urlauber als auch dort lebende deutsche Staatsbürger gehören; die Registrierung ist freiwillig. Besonders betroffen sind internationale Umsteigeflughäfen in der Golfregion. An den Flughäfen von Dubai wurde der Flugverkehr zeitweise ausgesetzt.
Nach Angaben der dortigen Generalbehörde für Zivilluftfahrt wurden rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen wurden bereitgestellt. Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten zudem an, alle Kosten für Unterbringung und Verpflegung von gestrandeten Passagieren zu übernehmen.
Der Konflikt geht auch in Dubai nicht spurlos an Touristen und Bevölkerung vorbei. Immer wieder sind Raketenalarm und Explosionen zu hören, auch weil der Iran touristische Ziele in der Golfregion angreift.
02.03.2026 | 2:35 minLufthansa meidet Luftraum in Nahost
Der Deutsche Reiseverband rät Urlaubern, den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen, in ihren gebuchten Hotels zu bleiben und nicht eigenständig zu Flughäfen oder in Nachbarländer zu reisen. Sobald die Lufträume wieder geöffnet sind, wollen die Veranstalter über Möglichkeiten zur Rückreise informieren.
Die Lufthansa meidet den Nahen Osten weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe genutzt, teilte die Fluggesellschaft mit. Auch Katar, Kuweit, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt.
Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das ZDF spezial am 01.03.2026 ab 19:15 Uhr, ZDFheute Xpress am 02.03.2026 ab 15:00 Uhr sowie heute am 02.03.2026 ab 19:00 Uhr.
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