"Es wird kein Abkommen mit Iran geben":Trump fordert von Iran "bedingungslose Kapitulation"
Der US-Präsident fordert Iran zur Kapitulation auf und schließt einen Deal zur Beendigung des Konflikts aus. Zugleich drängt er die US-Rüstungsindustrie zu höherer Produktion.
Israel und die USA greifen weiterhin Iran an. Auch die iranischen Gegenschläge auf die Golfregion reißen nicht ab. US-Präsident Trump fordert nun eine bedingungslose Kapitulation.
06.03.2026 | 1:43 minIm Krieg mit Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land mehr abschließen. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses hat dann noch eine Definition der geforderten "bedingungslosen Kapitulation" nachgeliefert. Auf die Frage, was der 79-Jährige mit der Kapitulation genau gemeint habe, antwortete Leavitt, dieses Ziel sei erreicht, wenn Trump zu der Einschätzung gelange, "dass Iran keine Gefahr mehr für die Vereinigten Staaten von Amerika darstellt" und die Ziele der Mission "vollständig realisiert" seien.
"Dann befindet sich Iran im Grunde in einem Zustand der bedingungslosen Kapitulation", unabhängig davon, ob Teheran dies selbst einräume oder nicht. Tatsächlich gebe es nicht mehr viele Menschen, "die das für sie sagen können", erklärte Leavitt.
Mit Omid Nouripour (B´90/Die Grünen), Nahostexperte Guido Steinberg, Mariam Claren, Menschenrechtsorganisation Hawar.help, Militärexperte Frank Sauer und Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff
05.03.2026 | 58:15 minIsrael: Angriffe gehen in nächste Phase
Von israelischer Seite hieß es, die Angriffe gingen in eine nächste Phase über:
In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen.
Ejal Zamir, Israels Generalstabschef
Seit vergangenem Wochenende habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen "Überraschungsangriffsphase" rund 2.500 Angriffe in Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.
Der staatliche Rundfunk des Iran berichtete unter Berufung auf die Streitkräfte, der Feind werde in den kommenden Tagen intensiver und umfangreicher angegriffen.
Mehrtägige Luftangriffe haben laut ZDF-Korrespondentin Isabelle Tümena massive Schäden in Teheran verursacht. Iran reagiere ebenfalls heftig - geächtete Streumunition soll eingesetzt worden sein.
06.03.2026 | 1:07 minTrump will neue Iran-Führung mitbestimmen
Am Samstag vergangener Woche hatten Israel und die USA begonnen, Iran anzugreifen. Dabei wurde auch Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seither reagiert Iran mit Gegenangriffen.
Am Donnerstag hatte Trump im Gespräch mit "Axios" und "Politico" gesagt, dass er bei der künftigen Führung Irans mitbestimmen müsse. "Axios" zitierte den US-Präsidenten wie folgt:
Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela.
Donald Trump, US-Präsident
Zugleich machte er klar, dass er Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, als neues Staatsoberhaupt ablehne: "Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt." Modschtaba Chamenei sei ein "Leichtgewicht".
Trump: US-Rüstungsindustrie will Produktion steigern
Unterdessen haben US-Rüstungsunternehmen nach Angaben von Trump zugestimmt, die Produktion von Waffen zu steigern. Nach einem Treffen mit Vertretern großer US-Rüstungskonzerne teilte Trump auf Truth Social mit, dass sie zugesagt hätten, die Produktion hoch entwickelter Waffen zu vervierfachen.
Dabei blieb allerdings unklar, auf welche Waffen er sich genau bezog und bis wann und wie die Produktionssteigerung in der Praxis umgesetzt werden soll.
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