Iran-Krieg: Trump fordert "bedingungslose Kapitulation"

"Es wird kein Abkommen mit Iran geben":Trump fordert von Iran "bedingungslose Kapitulation"

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Der Iran-Krieg läuft, der US-Präsident fordert "bedingungslose Kapitulation", schließt einen Deal zur Beendigung des Konflikts aus. Trumps Pressesprecherin erklärt, was er meint.

Präsident Donald Trump nimmt am 04.03.2026, an einer Veranstaltung zum Thema „Ratepayer Protection Pledge” (Versprechen zum Schutz der Gebührenzahler) im Indian Treaty Room des Eisenhower Executive Office Building im Komplex des Weißen Hauses in Washington teil.

Donald Trump schließt Verhandlungen mit der iranischen Führung aus und fordert das Land zur bedingungslosen Kapitulation auf. Es werde keinen Deal mit dem Iran geben, so der US-Präsident.

06.03.2026 | 0:36 min

Im Krieg mit Iran will US-Präsident Donald Trump nach eigener Darstellung kein Abkommen mit dem Land mehr abschließen. Stattdessen müsse es auf eine "bedingungslose Kapitulation" hinauslaufen, forderte er auf seiner Plattform Truth Social.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses hat dann noch eine Definition der geforderten "bedingungslosen Kapitulation" nachgeliefert. Auf die Frage, was der 79-Jährige mit der Kapitulation genau gemeint habe, antwortete Leavitt, dieses Ziel sei erreicht, wenn Trump zu der Einschätzung gelange, "dass Iran keine Gefahr mehr für die Vereinigten Staaten von Amerika darstellt" und die Ziele der Mission "vollständig realisiert" seien.

"Dann befindet sich Iran im Grunde in einem Zustand der bedingungslosen Kapitulation", unabhängig davon, ob Teheran dies selbst einräume oder nicht. Tatsächlich gebe es nicht mehr viele Menschen, "die das für sie sagen können", erklärte Leavitt.

Zu Gast bei Maybrit Illner im Studio: v.l. Frank Sauer, Mariam Claren, Omid Nouripour, Nicole Deitelhoff, Guido Steinberg

Mit Omid Nouripour (B´90/Die Grünen), Nahostexperte Guido Steinberg, Mariam Claren, Menschenrechtsorganisation Hawar.help, Militärexperte Frank Sauer und Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff

05.03.2026 | 58:15 min

Israel: Angriffe gehen in nächste Phase

Von israelischer Seite hieß es, die Angriffe gingen in eine nächste Phase über:

In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen.

Ejal Zamir, Israels Generalstabschef

Seit vergangenem Wochenende habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen "Überraschungsangriffsphase" rund 2.500 Angriffe im Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.

Der staatliche Rundfunk im Iran berichtete unter Berufung auf die Streitkräfte, der Feind werde in den kommenden Tagen intensiver und umfangreicher angegriffen.

ZDF-Korrespondentin Isabelle Tümena berichtet aus Istanbul

Mehrtägige Luftangriffe haben laut ZDF-Korrespondentin Isabelle Tümena massive Schäden in Teheran verursacht. Iran reagiere ebenfalls heftig - geächtete Streumunition soll eingesetzt worden sein.

06.03.2026 | 1:07 min

Trump will neue Iran-Führung mitbestimmen

Am Samstag vergangener Woche hatten Israel und die USA begonnen, Iran anzugreifen. Dabei wurde auch Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seither reagiert der Iran mit Gegenangriffen.

Am Donnerstag hatte Trump im Gespräch mit "Axios" und "Politico" gesagt, dass er bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen müsse. "Axios" zitierte den US-Präsidenten wie folgt:

Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela.

Donald Trump, US-Präsident

Zugleich machte er klar, dass er Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, als neues Staatsoberhaupt ablehne: "Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt." Modschtaba Chamenei sei ein "Leichtgewicht".

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Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen am 06.03.2026.

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