Hegseth: "Haben keinen Munitionsmangel":USA sehen sich für längeren Einsatz gegen Iran gewappnet
Der US-Verteidigungsminister sagt, dass die Kämpfe gegen Iran "gerade erst begonnen" hätten. Die Waffenvorräte ermöglichten es, die Kampagne so lange wie nötig aufrechtzuerhalten.
Israel führt nun Krieg an mehreren Fronten: Neben Iran kommt die Terrormiliz Hisbollah aus dem Libanon dazu. Teheran greift weiter US‑Stützpunkte in der gesamten Golfregion an.
06.03.2026 | 2:35 minIm Krieg gegen Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. Bei einem Besuch des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz, die USA kontrollierten allein den Zeitplan ihrer Aktivitäten gegen den Iran und würden dies "so lange tun, bis die Vereinigten Staaten ihre Ziele erreichen".
Wir geben das Tempo vor.
Pete Hegseth, US- Verteidigungsminister
Hegseth: Regierung im Iran hat sich verkalkuliert
"Wir haben keinen Mangel an Munition", sagte Hegseth. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne "so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist". Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen. Am Mittwoch hatte Hegseth gesagt, der Krieg könne bis zu acht Wochen dauern - die bislang längste Zeitspanne, die von der US-Regierung genannt wurde.
Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. "Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung".
Beim Besuch von Bundeskanzler Merz im Weißen Haus mit US-Präsident Trump standen neben dem Iran-Krieg auch die Ukraine-Unterstützung und der Zollstreit im Mittelpunkt.
04.03.2026 | 2:19 minCentcom: 200 Ziele im Iran angegriffen
Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, haben US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief in Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe von Teheran. Erst in der vergangenen Stunde hätten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 mehrere Dutzend bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) gegen tief verborgene Abschussanlagen für ballistische Raketen abgeworfen.
Auch die iranische Marine sei schwer getroffen worden. Inzwischen liege die Zahl der zerstörten oder versenkten Schiffe bei mehr als 30, sagte Cooper. Zuletzt sei ein iranischer Drohnenträger "etwa von der Größe eines Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg" getroffen worden. Centcom teilte auf X mit, dass der Drohnenträger in Flammen stehe.
Centcom auf X
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Hegseth: Haben gerade erst begonnen zu kämpfen
Hegseth erteilte außerdem einer Ausweitung der militärischen Ziele der USA in Iran eine Absage. Es gebe keinerlei Ausweitung der Ziele, man wisse genau, was man im Iran erreichen wolle, sagte Hegseth. Und weiter: "Wir haben gerade erst begonnen zu kämpfen - und zwar entschlossen."
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügte hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits "ein gewichtiges Wort mit", wer Iran regiere.
Die Finanzmärkte reagieren empfindlich auf den Anstieg des Ölpreises. Noch gebe es aber keinen Ölpreis-Schock, so ZDF-Wirtschaftsexpertin Valerie Haller.
03.03.2026 | 1:50 minErneut Angriffe auf Teheran
Die Feuerkraft auf Teheran wird laut Hegseth "dramatisch zunehmen". Das bedeute den verstärkten Einsatz von Jagdflugzeug-Staffeln, Bombern und defensiven Fähigkeiten. Israels Luftwaffe griff in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine "großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet", gab die Armee bekannt.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe attackiert der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion. Katar erklärte am Freitagmorgen, einen Drohnenangriff gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgewehrt zu haben. Al-Udeid ist der größte US-Stützpunkt im Nahen Osten.