USA sehen sich für längeren Einsatz gegen Iran gewappnet

Hegseth: "Haben keinen Munitionsmangel":USA sehen sich für längeren Einsatz gegen Iran gewappnet

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Der US-Verteidigungsminister sagt, dass die Kämpfe gegen Iran "gerade erst begonnen" hätten. Die Waffenvorräte ermöglichten es, die Kampagne so lange wie nötig aufrechtzuerhalten.

Houthi supporters protest in Sana'a against US-Israeli strikes on Iran

Neue schwere Bombardements: Am siebten Tag des Iran-Kriegs haben Israel und die USA wieder massiv angegriffen. Ein Ziel: Ein Bunker der iranischen Staatsführung.

06.03.2026 | 2:18 min

Im Krieg gegen Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. Bei einem Besuch des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz, die USA kontrollierten allein den Zeitplan ihrer Aktivitäten gegen Iran und würden dies "so lange tun, bis die Vereinigten Staaten ihre Ziele erreichen".

Wir geben das Tempo vor.

Pete Hegseth, US-Verteidigungsminister

Rauch von abgefangenen Raketen über Doha, Katar, 5. März 2026

Iran hat erneut benachbarte Golfstaaten angegriffen. Laut Saudi-Arabien und Katar wurden Raketen und Drohnen abgefangen. In Bahrain wurde eine Öl-Raffinerie getroffen und geriet in Brand.

06.03.2026 | 0:26 min

Hegseth: Regierung in Iran hat sich verkalkuliert

"Wir haben keinen Mangel an Munition", sagte Hegseth weiter. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne "so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist". Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen. Am Mittwoch hatte Hegseth gesagt, der Krieg könne bis zu acht Wochen dauern - die bislang längste Zeitspanne, die von der US-Regierung genannt wurde.

Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt. "Das ist eine sehr üble Fehleinschätzung".

Das US-Repräsentantenhaus stimmt über ein Abkommen zur Beendigung des Regierungsstillstands ab.

Das US-Repräsentantenhaus hat eine Resolution zum Iran-Krieg mit knapper Mehrheit abgelehnt. Sie hätte dem Kongress Mitspracherechte gegeben und die Befugnisse von Präsident Trump eingeschränkt.

06.03.2026 | 0:22 min

US-Regionalkommando Centcom: 200 Ziele in Iran angegriffen

Nach Angaben des Chefs des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, haben US-Streitkräfte in den vergangenen 72 Stunden fast 200 Ziele tief in Iran angegriffen, darunter auch in der Nähe von Teheran. Erst in der vergangenen Stunde hätten Tarnkappenbomber vom Typ B-2 mehrere Dutzend bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) gegen tief verborgene Abschussanlagen für ballistische Raketen abgeworfen.

Rauch steigt am 5. März 2026 über dem Ort eines israelischen Luftangriffs auf das südliche Beiruter Viertel Haret Hreik auf.

Israel hat seine Angriffe auf Irans Hauptstadt Teheran fortgesetzt. Gleichzeitig bombardierte die israelische Luftwaffe den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut.

06.03.2026 | 0:22 min

Auch die iranische Marine sei schwer getroffen worden. Inzwischen liege die Zahl der zerstörten oder versenkten Schiffe bei mehr als 30, sagte Cooper. Zuletzt sei ein iranischer Drohnenträger "etwa von der Größe eines Flugzeugträgers aus dem Zweiten Weltkrieg" getroffen worden. Centcom teilte auf X mit, dass der Drohnenträger in Flammen stehe.

Centcom auf X

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Hegseth: Keine Ausweitung der militärischen Ziel in Iran

Hegseth erteilte außerdem einer Ausweitung der militärischen Ziele der USA in Iran eine Absage. Es gebe keinerlei Ausweitung der Ziele, man wisse genau, was man in Iran erreichen wolle, sagte Hegseth. Und weiter:

Wir haben gerade erst begonnen zu kämpfen - und zwar entschlossen.

Pete Hegseth, US-Verteidigungsminister

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügte hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits "ein gewichtiges Wort mit", wer Iran regiere.

Rauch steigt zwischen den Häusern in Erbil auf.

Um das Regime in Iran zu stürzen, könnte eine Bodenoffensive – so eine Überlegung - von kurdischen Kämpfern angeführt werden.

06.03.2026 | 1:37 min

Die Feuerkraft auf Teheran wird laut Hegseth "dramatisch zunehmen". Das bedeute den verstärkten Einsatz von Jagdflugzeug-Staffeln, Bombern und defensiven Fähigkeiten.

Erneut Angriffe auf Teheran

Israels Luftwaffe griff in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine "großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet", gab die Armee bekannt.

ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller

Die Finanzmärkte reagieren empfindlich auf den Anstieg des Ölpreises. Noch gebe es aber keinen Ölpreis-Schock, so ZDF-Wirtschaftsexpertin Valerie Haller.

03.03.2026 | 1:50 min

Die USA und Israel hatten am vergangenen Samstag massive Luftangriffe auf Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe attackiert der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion.

Katar erklärte am Freitagmorgen, einen Drohnenangriff gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgewehrt zu haben. Al-Udeid ist der größte US-Stützpunkt im Nahen Osten.

Quelle: dpa, Reuters, AP
Über das Thema berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, u.a. im heute journal update am 06.03.2026 ab 00:30 Uhr und in der ZDFheute Xpress am 06.03.2026 ab 05:30 Uhr.

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