Merz kritisiert Israels Vorgehen in Gaza

"Völkerrecht verletzt":Merz kritisiert Israels Vorgehen in Gaza

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Bundeskanzler Friedrich Merz hinterfragt den militärischen Einsatz Israels im Gazastreifen. Das Vorgehen lasse sich nicht mehr mit einem Kampf gegen die Hamas begründen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das israelische Vorgehen im Gazastreifen deutlich kritisiert. "Das, was die israelische Armee jetzt im Gazastreifen macht - ich verstehe offen gestanden nicht mehr mit welchem Ziel", sagte Merz beim "WDR Europaforum 2025" auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin.

Die Zivilbevölkerung derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Deutschland müsse sich mit öffentlichen Ratschlägen an Israel so weit zurückhalten, wie kein zweites Land auf der Welt, fügte er hinzu. "Aber wenn Grenzen überschritten werden, wo einfach das humanitäre Völkerrecht jetzt wirklich verletzt wird, dann muss auch Deutschland, dann muss auch der deutsche Bundeskanzler dazu etwas sagen."

Merz betonte die Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel:

Aber die israelische Regierung darf nichts tun, was nun irgendwann ihre besten Freunde nicht mehr bereit sind, zu akzeptieren.

Friedrich Merz, Bundeskanzler

Katastrophale Lage für Zivilbevölkerung in Gaza

Israel hatte nach einer zweimonatigen Waffenruhe am 18. März seine Angriffe im Gazastreifen wieder aufgenommen und die Militäreinsätze zuletzt noch verstärkt. Die Lage der notleidenden palästinensischen Zivilbevölkerung ist seit Monaten katastrophal und verschärft sich durch unzureichende Hilfslieferungen, die von Israel teils blockiert werden, immer weiter.

Vertriebene Palästinenser inspizieren ihre zerstörten Unterkünfte nach einem israelischen Luftangriff auf die Al Jerjawi-Schule im Viertel Al Daraj in Gaza-Stadt.

Vertriebene Palästinenser inspizieren ihre zerstörten Unterkünfte nach einem israelischen Luftangriff auf die Al Jerjawi-Schule im Viertel Al Daraj in Gaza-Stadt.

Quelle: epa

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall am 7. Oktober 2023 geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die nicht unabhängig überprüft werden können, bislang mehr als 53.900 Menschen getötet.

Friedensplan für Gazastreifen
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Seit dem 10. Oktober herrscht eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas - und hat damit den Krieg in Nahost unterbrochen. Doch die Feuerpause scheint fragil. Die News im Blog.
26.01.2022, Berlin: Die Fahnen von Israel und Deutschland wehen vor dem Abgeordnetenhaus Berlin.
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Quelle: dpa, AFP

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