Champions League: FC Bayern hat nur noch PSG im Kopf

Champions-League-Rückspiel:Der FC Bayern hat nur noch Paris im Kopf

von Maik Rosner

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Beim FC Bayern haken sie das 3:3 gegen Heidenheim sofort ab und blicken aufs Halbfinal-Rückspiel gegen PSG. Erhalten bleibt ihnen aber die Debatte über die vielen Gegentore.

Trainer Vincent Kompany (Bayern München) beim Spiel gegen Heidenheim.

Trainer Vincent Kompany war mit dem 3:3 gegen Heidenheim nicht wirklich zufrieden, doch nun wartet Paris.

Quelle: ddp

An diesem Montag heißt es nur noch zweimal schlafen, bis für den FC Bayern das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain ansteht. Längst fiebern sie auch im Verein dem zweiten Vergleich mit dem Titelverteidiger entgegen.

Wie sehr ihre Gedanken darauf ausgerichtet sind, hatte sich am Samstag nach dem 3:3 gegen Heidenheim gezeigt. "Am Mittwoch wird das Ding hier brennen", prognostizierte der Doppeltorschütze Leon Goretzka voller Vorfreude kurz nach dem Abpfiff.

Kimmich: "Heidenheim-Spiel schnell aus dem Kopf löschen"

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Die Erwartungen vor dem Hinspiel zwischen Paris und Bayern waren gewaltig - und sie werden noch übertroffen. Das unglaubliche 5:4 ist schon jetzt eine Partie für die Fußball-Geschichte.

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Auch Trainer Vincent Kompany schob das 3:3 rasch beiseite, zumal er zunächst eine B-Elf aufgeboten hatte. Seine Zufriedenheit zog er vor allem aus der Unversehrtheit seiner Belegschaft. "Alle sind fit, das wollten wir für das nächste Spiel", sagte Kompany.

FC Bayern braucht mindestens ein Tor

Beim FC Bayern werden sie alle verfügbaren Kräfte brauchen, um das 4:5 aus dem Hinspiel in Paris aufzuholen. Bestenfalls aus Münchner Sicht gelingt das mit mindestens zwei Toren Vorsprung.

Damit würden sie die Zulassung zum Finale in Budapest am 30. Mai erwerben. Notfalls wären sie auch mit einem Tor Vorsprung nach 90 oder 120 Minuten und einem Elfmeterschießen einverstanden.

Zuletzt elf Gegentore in drei Spielen

Wegen der immensen Herausforderung, die auf Kompanys Mannschaft wartet, verabschiedeten sie sich gedanklich so schnell wie möglich vom Zwischenspiel gegen Heidenheim. Die unliebsame Debatte über die vielen Gegentore bleibt ihnen aber erhalten.

Allein in den jüngsten drei Partien in Mainz (drei Gegentore), in Paris und gegen den FCH lag der Ball elfmal im Netz der Bayern. Zu tun hatte das in den beiden Bundesligaspielen auch mit der jeweils großen Rotation.

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Bayerns Schlüsse aus dem vorigen Jahr

Zugleich ist ein Muster zu erkennen, dass die Münchner zuletzt oft anfällig waren für Gegentore, fast unabhängig von der Aufstellung. Die Ausnahme bildete der 2:0-Sieg im Halbfinale des DFB-Pokals in Leverkusen. Davor gab es ein 4:3 gegen Real Madrid und ein 4:2 gegen Stuttgart.

Doch Sorge treibe sie deshalb vor dem Wiedersehen mit den sehr flinken Offensivkräften von PSG nicht um, versicherten die Münchner. Stattdessen verwiesen sie auf die vorige Saison und die 1:4-Niederlage beim FC Barcelona, nach der sie sieben Spiele lang ohne Gegentor geblieben waren. Das letzte Spiel in dieser Serie hatten sie 1:0 gegen Paris gewonnen.

Keine größeren Modifikationen gegen Paris

Details hatten sie damals angepasst, aber an ihrem Offensivansatz festgehalten. So wollen sie auch jetzt vorgehen.

Die Grundidee einer Mannschaft wirst du nicht ändern und willst du ja auch nicht ändern, deswegen bist du ja so erfolgreich.

Bayern-Sportvorstand Max Eberl

Auch Kimmich hält kurzfristig nichts von größeren Modifikationen gegen Paris, das in seinem Vorspiel mit einer B-Elf nicht über ein 2:2 gegen Lorient hinauskam. Zugleich stellte er wie Kompany fest, dass man in der Tat zu viele Gegentore kassiere.

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Kimmich: DNA behalten, Gegentorflut eindämmen

"Auf Sicht, auch wenn wir dann wieder in die neue Saison starten …", hob Kimmich an und kehrte nach einer kurzen Pause vorsichtshalber zur näheren Zukunft zurück. Er sagte: "Oder auch jetzt, in den nächsten Wochen, wird man natürlich ein paar Dinge anpassen, auch in die Analyse gehen. Aber es wird jetzt nicht passieren, dass wir unseren Spielstil, unsere DNA komplett verändern. Dafür sind wir zu erfolgreich gewesen."

Zumindest mittelfristig lehnt er etwas grundsätzlichere Überlegungen offenbar nicht völlig ab, wie die Gegentorflut reduziert werden könnte. Gegen Paris aber, bestätigte Kimmich, dürfte es erneut auf das offene Visier hinauslaufen. Bühne frei also für das wohl nächste Spektakel.

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Quelle: Reuters

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in dem Beitrag "PSG und Bayern liefern sich historisches Spektakel" am 28.04.2026.
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