München steht im DFB-Pokalfinale:FC Bayern nimmt die Hürde Leverkusen locker
von Jens Bednarek
Der FC Bayern hat das Finale im DFB-Pokal erreicht. Die Münchner siegten auswärts bei Bayer Leverkusen hochverdient mit 2:0 und fahren im Mai nach Berlin.
Der FC Bayern steht nach fünf Jahren wieder im Finale des DFB-Pokals. Die Münchner gewannen souverän bei Bayer Leverkusen und träumen weiter vom Triple. Kommentar: Oliver Schmidt
22.04.2026 | 5:56 minMühelos, souverän, drückend überlegen: Der FC Bayern hat mit einem eindrucksvollen Sieg bei Bayer Leverkusen das Finale im DFB-Pokal erreicht. Harry Kane (22.) brachte seine Farben in Führung, Luis Diaz setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Allerdings spiegelt der 2:0-Sieg der Münchner die Kräfteverhältnisse nur unzureichend wider. Am 23. Mai trifft der Rekordmeister im Berliner Olympiastadion nun im Endspiel auf den VfB Stuttgart oder den SC Freiburg.
FC Bayern deutlich überlegen
Leverkusen zog sich von Beginn an weit zurück und machte die Räume eng. Die Münchner schauten sich das fünf Minuten lang an und setzten auf kontrollierten Ballbesitz, bevor es nach einem Eckball zum ersten Mal gefährlich wurde. Dayot Upamecano setzte den Ball aber über das Tor.
Das war eine Top-Leistung von uns, wir hätten nur mehr Tore machen müssen - so haben wir Leverkusen im Spiel gelassen.
Harry Kane
Trotz langer Ballbesitzphasen taten sich die Bayern schwer, eine Lücke im Leverkusener Abwehrverbund zu finden. Jamal Musiala wagte nach einer Viertelstunde ein Dribbling. Die Kugel prallte von Robert Andrich zu Luis Diaz, der aus halblinker Position an Bayer-Keeper Mark Flekken scheiterte. In der Folge musste Flekken gegen Harry Kane und Konrad Laimer ran, allerdings kamen beide aus dem Abseits.
Das Spiel in voller Länge - inklusive Interviews und Analysen.
22.04.2026 | 172:44 minKane bezwingt Flekken
In der 22. Minute bestraften die Münchner dann die allzu mutlose Vorstellung ihrer Gegner: Musiala brachte den Ball von rechts nach innen, Diaz ließ passieren, und in der Mitte vollstreckte Kane aus rund sechs Metern. Kimmich hätte eine Minute später fast das 2:0 nachgelegt, Flekken war auf dem Posten.
Leverkusen kam kaum einmal über die Mittellinie, geschweige denn in den gegnerischen Strafraum. Die Werkself konnte von Glück reden, dass die Bayern nicht mit letzter Konsequenz den zweiten Treffer anstrebten. So ging es mit einem 1:0 für den Meister in die Halbzeitpause.
Der FC Bayern nutzt den Patzer des BVB eiskalt aus und holt sich die 35. Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Gegner Stuttgart kann gegen siegeshungrige Münchner nur kurz mithalten.
20.04.2026 | 10:22 minIn der Kabine schien Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand sein Team wachgerüttelt zu haben, Bayer ging etwas forscher zu Werke. Eine erste gute Chance durch Nathan Tella war die Folge, doch Manuel Neuer parierte (52.). Mehr vom Spiel hatten aber weiter die Münchner, Josip Stanisic fand seinen Meister in Flekken (56.), auch Kane kam nicht am niederländischen Torhüter vorbei (62.).
Leverkusen kommt zu Chancen
Der knappe Rückstand ließ Leverkusen die Chance, zurück ins Spiel zu finden. Patrik Schick hätte das um ein Haar ausgenutzt, sein Kopfball strich aber am Gehäuse vorbei (70). München bemühte sich in der Folge um mehr Zielstrebigkeit. Musiala zielte aber zu hoch (74.).
In der Schlussphase stürmte Leverkusen mit dem Mute der Verzweiflung und brachte die Münchner durchaus situativ in Bedrängnis. Es blieb aber beim Strohfeuer. In der Nachspielzeit vollendete Luziz Diaz einen Konter zum überfälligen 2:0.
Der FC Bayern siegte hochverdient und hat den nächsten Schritt auf seiner Triple-Mission gemacht - nach dem vorzeitigen Gewinn des Meistertitels hat der Rekordmeister im Pokal und der Champions League noch hohe Ziele.
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