Bundesliga: Gladbach und Polanski gehen getrennte Wege

Nach 0:5-Pleite in Freiburg:Gladbach und Trainer Polanski gehen getrennte Wege

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Einen Tag nach dem 0:5 beim SC Freiburg haben sich Borussia Mönchengladbach und Trainer Eugen Polanski getrennt. Die Fohlen vom Niederrhein sind punktloses Schlusslicht.

Eugen Polanski beim Spiel zwischen SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach im Europa-Park-Stadion in Freiburg.

Erstes Trainer-Aus der Bundesliga-Saison 2026/27: Gladbach-Coach Eugen Polanski beim Spiel zwischen SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach im Europa-Park-Stadion in Freiburg.

Quelle: Imago / Steinsiek.ch

Drei Spiele, null Punkte, 3:12 Tore: Die Bilanz von Borussia Mönchengladbach zum Start der Bundesliga-Saison 2026/27 könnte schlechter wohl kaum ausfallen.

Einen Tag nach der deftigen 0:5-Packung beim SC Freiburg folgt die Trennung zwischen Verein und Trainer: Eugen Polanski und Gladbach gehen getrennte Wege. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit. "Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, wird die Mannschaft zunächst interimistisch von Jan-Moritz Lichte betreut. Dabei wird er von Markus Gellhaus und dem Trainerteam unterstützt", hieß es weiter.

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Lichte bringt aus seiner Zeit bei Mainz 05 Cheftrainer-Erfahrung mit, als der jetzige Gladbach-Sportchef Rouven Schröder dort Sportvorstand war. "Trotz einer guten Vorbereitung und positiver Ansätze ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen", sagte Sportchef Rouven Schröder. Mit Polanski muss auch Co-Trainer Tobias Trulsen gehen.

Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt, Eugen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. Eugen ist Borusse durch und durch.

Gladbach-Sportchef Rouven Schröder

Polanski selbst bedankte sich für die gemeinsame Zeit und zeigte sich zugleich enttäuscht: "Borussia Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist. Nach dem gelungenen Klassenerhalt haben wir zu dieser Saison einiges verändert", sagte er. "Wir hatten uns viel vorgenommen, haben es aber nicht umgesetzt bekommen. Das tut mir leid. Ich hoffe sehr, dass die Borussia ganz schnell die Kurve kriegt."

Wieder Trainerwechsel nach drei Spieltagen

Der Schritt erinnert frappierend an die Vorsaison, als sich die Gladbacher ebenfalls nach drei Spielen von Coach Gerardo Seoane getrennt hatten. Vor fast genau einem Jahr hatte der 40 Jahre alte Polanski, der vorherige Trainer des Regionalligateams der Borussia, die Elf vom Niederrhein übernommen. Die vergangene Saison beendete der Verein schlussendlich auf Platz zwölf.

Wie bei Seoane im Vorjahr waren die Gladbacher trotz erheblicher Zweifel im Umfeld und in Teilen des Aufsichtsrats mit Polanski als bereits angeschlagenem Trainer in die neue Saison gegangen. Bei Seoane hatte noch der damalige Sportchef Roland Virkus die Entscheidung getroffen. Auch er hatte kurz darauf seinen Hut nehmen müssen. Nun muss sein Nachfolger Rouven Schröder offenbar erneut auf Trainersuche gehen.

Schröders Umbau zahlt sich bislang nicht aus

Nach der enttäuschenden Vorsaison hatte Schröder noch den Kader und das Trainerteam um Polanski stark verändert, anstatt sich vom Chefcoach zu trennen. Insgesamt elf Neuzugänge hatten im Club die Hoffnung auf eine bessere Spielzeit ohne Abstiegssorgen genährt.

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Nach den drei Auftaktpleiten der neuen Spielzeit ist inzwischen aber wieder Ernüchterung eingekehrt. In Freiburg spielten die Gladbacher wie ein Absteiger. Auch das große Verletzungspech, mit dem Polanski zu kämpfen hatte, drückt aufs Gemüt. Insgesamt fünf Spieler fallen aktuell teils schwer verletzt aus.

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Quelle: dpa/sid
Über das Thema berichtete das aktuelle sportstudio in seiner Sendung am 12.09.2026. ab 23 Uhr.

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