Deftige 0:5-Abfuhr:Gladbach geht in Freiburg unter: Polanski unter Druck
Mit einer 0:5-Pleite setzt Borussia Mönchengladbach seine Talfahrt in der Bundesliga fort. Die Fohlen sind punktloses Schlusslicht. Trainer Polanski gerät zunehmend unter Druck.
Der Katastrophenstart für Borussia Mönchengladbach ist perfekt. Nach dem Debakel in Freiburg muss Trainer Polanski gehen. Der Sportclub grüßt derweil von ganz oben.
14.09.2026 | 8:45 minBorussia Mönchengladbach hat seinen Horror-Start in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Die Fohlenelf verlor beim noch makellosen Angstgegner SC Freiburg völlig verdient mit 0:5 (0:2) und steht erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach drei Spielen punktlos da.
Fohlen erschreckend harmlos - Kleindienst mit Platzverweis
Für Trainer Eugen Polanski dürfte die Luft immer dünner werden, sein Team präsentierte sich über weite Strecken erneut erschreckend harmlos und fehlerhaft. Dazu flog Kapitän Tim Kleindienst mit Gelb-Rot vom Platz (52.).
Sportchef Rouven Schröder vermied nach dem Debakel ein Bekenntnis zum Trainer und erklärte: "Wir müssen punkten. Das ist wichtig, da geht es nicht um Personen."
Wir werden in uns gehen, dementsprechend auch das Gespräch führen mit Eugen zusammen, der Mannschaft, dem Mannschaftsrat und allen Beteiligten, ob wir so weitermachen wollen in der Form.
Rouven Schröder, Sportdirektor Borussia Mönchengladbach
Polanski selbst sagte, dass er die Diskussionen um seine Person "absolut nachvollziehen" könne. "Wir haben deutlich zu wenige Punkte, dementsprechend ist es absolut auch gerechtfertigt."
Vorgänger Seoane musste nach drei Spielen gehen
Vor fast genau einem Jahr hatte Polanskis Vorgänger Gerardo Seoane nach drei Partien und nur einem Punkt gehen müssen. Yannik Engelhardt (23./79.) und Igor Matanovic (29./77.) trafen jeweils doppelt für die Breisgauer, die erstmals überhaupt nach drei Spieltagen mit der Maximalausbeute von neun Punkten dastehen. Den Endstand besorgte Maximilian Eggestein (86.).
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07.09.2026 | 12:27 minGegen den Lieblingsgegner aus Gladbach ist der Sport-Club seit elf Partien ungeschlagen, die letzte Heimniederlage gegen die Fohlenelf in der Bundesliga liegt gar 24 Jahre zurück. Am Niederrhein hatte es nach der bitteren 3:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger Elversberg bereits gewaltig rumort. Kleindienst äußerte deutliche Kritik an seinen Mitspielern ("weniger TikTok gucken"), wurde daraufhin von der sportlichen Führung zu einem klärenden Gespräch gebeten.
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31.08.2026 | 9:18 minAblehnung gegenüber Polanski wächst
Dazu wächst im Umfeld die Ablehnung gegenüber Polanski. Der Trainer setzte in der schwierigen Situation auf etwas mehr Erfahrung in der Startelf. Dennoch war die Verunsicherung spürbar, Freiburg übernahm sogleich das Kommando. Philipp Treu (10.), Engelhardt (12.) und Matthias Ginter (16.) kamen früh zu guten Chancen, die Fohlen konnten sich kaum einmal befreien.
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07.09.2026 | 9:09 min
Nach einer Ecke segelte dann Moritz Nicolas unter dem Ball durch, der Ex-Gladbacher Engelhardt nickte am zweiten Pfosten ohne Mühe ein. Von der Borussia kam derweil offensiv gar nichts, es passte ganz wenig zusammen. Stattdessen traf Matanovic mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante, vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Yuiki Suzuki hätte allein vor Nicolas noch erhöhen können (38.), Gladbach war mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient.
Kaum Entlastung für dezimierte Gladbacher
Auch die guten Vorsätze für Durchgang zwei waren dann schnell dahin, Kleindienst flog nach einem zweiten unnötigen Foul vom Feld. In Unterzahl schaffte die Elf vom Niederrhein kaum Entlastung, ließ sich weit hinten reindrücken. Zumindest stand der tiefe Abwehrblock nun weitgehend stabil, Freiburg kam nicht mehr zu der Fülle an Chancen wie in Halbzeit eins. Das änderte sich erst in der Schlussviertelstunde, als der SCF die Führung weiter ausbaute.