Kölner Fans verlassen Stadion aus Protest:Polizei widerspricht: Keine Nacktkontrollen in Leverkusen
Aus Protest gegen aus ihrer Sicht überzogene Einlasskontrollen haben Fans des 1. FC Köln das Spiel in Leverkusen boykottiert. Die Polizei widerspricht der Darstellung der Fans.
Kölner Fans in Leverkusen - nicht alle haben das Spiel gesehen.
Quelle: ImagoDer Fan-Boykott beim Rhein-Derby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln ist durch eine Polizeikontrolle bei zwei FC-Anhängern ausgelöst worden. Vor dem Bundesliga-Fußballspiel seien die beiden Personen am Einlass durch Beamte herausgezogen und intensiv kontrolliert worden, teilte ein Polizei-Sprecher mit.
Dabei habe es sich aber nicht um eine "Nacktkontrolle" gehandelt, wie es zunächst aus Fankreisen hieß. Bei einer Person seien "passive Waffen" gefunden worden.
500 Kölner Fans verlassen Stadion
Aus Protest gegen die Polizeiaktion waren rund 500 Personen aus der aktiven Kölner Fan-Szene vor dem Anpfiff geschlossen abgereist. In der ersten Halbzeit verließen dann auch die Bayer-Ultras die Arena. "Ich hätte nicht gedacht, dass sich unsere Fans mit den Kölnern solidarisieren", sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes bei "Sky" dazu.
Mit der Fußball-Bundesliga und dem Topspiel Bayer Leverkusen gegen Köln. Studiogäste: Christopher Trimmel und Lisa Heiseler von Union Berlin. Moderation: Katrin Müller-Hohenstein.
13.12.2025 | 83:58 minKwasniok: "Schade, dass sie nicht da waren"
Nach Angaben der Leverkusener seien die regulären Einlasskontrollen im Gästebereich "ruhig und ohne Zwischenfälle" verlaufen. Kölns Trainer Lukas Kwasniok bedauerte das Fehlen der aktiven Fan-Szene während der 90 Minuten.
"Grundsätzlich hätten wir in solch einem heißen Duell gern die Unterstützung gehabt. Es ist schade, dass sie nicht da waren", sagte Kwasniok.
Kessler kündigt Aufarbeitung an
Der Sportdirektor des 1. FC Köln Thomas Kessler hat eine Aufarbeitung der Vorfälle angekündigt. "Darüber werden wir definitv sprechen", sagte der 39-Jährige im Sport1-Doppelpass. Er könne am Sonntagmorgen noch "nicht sagen, was wirklich vorgefallen ist, aber das müssen wir definitiv aufarbeiten".
Laut Kessler soll das Thema auf "Geschäftsleitungsebene" besprochen werden. "Wir haben nächste Woche auch eine Sitzung mit unserem Vorstand gemeinsam mit dem e. V., die natürlich auch viel in diesen Fan-Themen und Mitglieder-Themen involviert sind", sagte der FC-Sportdirektor.
Er könne sich jedenfalls "nicht vorstellen, dass unsere aktive Fanszene sich in den Bus nach Hause setzt, wenn es nur um Gerüchte geht".
Zusammenfassungen und Highlights der Fußball-Bundesliga und ausgewählter Spiele der 2. Bundesliga finden Sie immer montags ab 0:00 Uhr bei sportstudio.de.