Fußball-Bundesliga: Köln trennt sich von Trainer Kwasniok

Co-Trainer Wagner übernimmt:1. FC Köln trennt sich von Trainer Kwasniok

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Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat sich von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Der Verein reagierte auf die zuletzt ausgebliebenen Erfolgserlebnisse.

Lukas Kwasniok (Trainer / Cheftrainer Köln).

Das Aus als Trainer des 1. FC Köln kommt nicht überraschend: Lukas Kwasniok.

Quelle: ddp

Es hatte sich seit längerem abgezeichnet: Die Ära von Lukas Kwasniok als Trainer des 1. FC Köln ist beendet. Der Fußball-Bundesligist stellte den Coach am Tag nach dem unbefriedigenden 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach frei. Der bisherige Co-Trainer René Wagner (37) übernimmt die Verantwortung.

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Mit dem 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga - unter anderem der Partie 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach.

21.03.2026 | 85:06 min

Kessler: "Klarer Abwärtstrend"

"Wir haben uns am Sonntag sehr intensiv mit unserer aktuellen Situation beschäftigt und sind zu der Entscheidung gekommen, für die letzte Phase der Saison auf der Cheftrainer-Position einen Impuls zu setzen", sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler: "Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar.

Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität.

Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler

Mit Kwasniok muss auch sein Co-Trainer Frank Kaspari gehen. Wagner werde am Montag sein erstes Training als Hauptverantwortlicher leiten. "Gemeinsam mit der Mannschaft, meinen Trainerkollegen, unserem Staff und mit der Unterstützung des gesamten Vereins werde ich alles daransetzen, um in der Bundesliga zu bleiben", sagte Wagner.

Kessler erklärte: "Er kennt die Mannschaft, hat einen guten Zugang zu den Spielern und wir trauen ihm absolut zu, die vorhandenen guten Leistungen nun auch wieder in positive Ergebnisse zu überführen."

Köln seit sieben Ligaspielen ohne Sieg

Aufsteiger Köln war nach einem ordentlichen Saisonstart in der Bundesliga zunehmend in den Tabellenkeller abgerutscht. Zuletzt hatte es sieben Spiele in Folge keinen Sieg mehr gegeben, überhaupt holte der Aufsteiger nur zwei Dreier aus den letzten 18 Spielen. Der achte Abstieg der Klub-Geschichte droht.

Ein Bekenntnis hatte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler schon nach dem Abpfiff am Samstagnachmittag vermieden. "Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartung waren klar drei Punkte", sagte Kessler bei "Sky".

Kwasniok kam aus Paderborn nach Köln

Kwasniok selbst stemmte sich vehement gegen die drohende Entlassung, er "sei der richtige Mann am richtigen Ort". Auch von einem Führungsspieler hatte er Unterstützung erhalten. "Ich sehe, wie wir trainieren. Das ist echt gut. Da reißt sich jeder den Arsch auf", sagte Eric Martel, der mit seinem 3:3 für den Schlusspunkt im Derby gesorgt hatte. "Ich sehe, wie wir spielen. Das ist eigentlich auch echt gut, von den Leistungen, muss man sagen. Was uns fehlt, sind leider die Ergebnisse. Die fahren wir nicht ein." Das wurde Kwasniok zum Verhängnis.

Lukas Kwasniok - Bolzplatz

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Der 44-Jährige war nach vier Jahren beim SC Paderborn zum Saisonstart nach Köln gewechselt und hatte einen Vertrag bis Sommer 2028 unterschrieben. Den "Tanker" 1. FC Köln wolle er in "ruhige Gewässer" führen, hatte er bei seiner Antritts-Pressekonferenz erklärt. Nach dem wegweisenden Duell mit dem Erzrivalen Gladbach zog der Effzeh nun die Reißleine.

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Quelle: dpa, SID
Über dieses Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 22.03.2026 um 19 Uhr.

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