Streit über Straße von Hormus:Trump: Iran-Gespräche "laufen gerade" - Drohung an Teheran
Laut Donald Trump haben Verhandlungen der USA mit Iran begonnen. Diese seien Teherans "letzte Chance", droht der US-Präsident. Das Regime in Iran hatte zuvor Gespräche dementiert.
Donald Trump sorgt mit Aussagen zum Iran-Krieg erneut für Verwirrung. Während er von Gesprächen mit Teheran spricht, dementiert Iran. Washington-Korrespondent Elmar Theveßen ordnet ein.
03.08.2026 | 1:22 minDie Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit Iran haben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump begonnen. Die Gespräche "laufen gerade", sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus.
Die Gespräche fänden auf Wunsch Irans und mit "Unterstützung" Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars statt. Dies sei "die letzte Chance" für Iran, ein gutes Abkommen zu erreichen, fuhr der US-Präsident fort.
Die Gespräche sollten sich insbesondere um die Wiederöffnung der für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtigen Straße von Hormus drehen, sagte Trump.
US-Präsident Trump hat seine Pläne, Iran massiv anzugreifen, vorerst abgesagt. Auf Truth Social schrieb er, dass Iran und "andere Nahost-Länder" um Zeit gebeten hätten, um ein Abkommen auszuhandeln.
02.08.2026 | 0:31 minTrump: Seeblockade bleibt - bis Iran einlenkt
Zuvor hatte Trump eine Fortsetzung der Seeblockade gegen Iran bekannt gegeben. Die Armee der USA werde die iranischen Häfen so lange blockieren, bis es "ein Abkommen oder eine vollständige Kapitulation" Teherans gebe, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Noch am Nachmittag hatte Teheran Trumps Angaben zu einer neuen Gesprächsrunde bestritten. Trump reagierte harsch: Die iranische Führung sei "doppelzüngig", wenn sie behaupte, es gebe keine Gespräche zur Beendigung des Krieges, schrieb Trump weiter.
Ob Iran es zugeben will oder nicht - wir sprechen tatsächlich über eine Lösung für ein Problem, das sie seit Jahrzehnten verursacht haben.
Donald Trump, US-Präsident
Er bezog sich damit auf das iranische Atomprogramm. Iran werde "niemals" Nuklearwaffen haben, bekräftigte er.
US-Präsident Donald Trump am Montag im Oval Office des Weißen Hauses.
Quelle: APTrump: Iran will "Deal" schließen
Auch bekräftigte Trump seine Darstellung, dass das US-Militär nur auf Bitten von Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Irans quasi in letzter Minute von einer neuen Welle vernichtender Angriffe auf Iran abgesehen habe.
Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen.
Donald Trump, US-Präsident
Abgeblasen habe er den Angriff nur, weil die Verbündeten ihm gesagt hätten, dass eine Einigung wohl kurz bevorstehe. Auch Iran habe gesagt, es wolle einen "Deal" schließen.
Iran unterstützt Terrorgruppen und Milizen im Nahen und Mittleren Osten. Viele arabische Staaten arbeiten eng mit den USA zusammen. Wer steht wo in der Krisenregion?
10.06.2026 | 1:19 minZweifel an Tragfähigkeit des Rahmenabkommens
Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des seit Ende Februar andauernden Krieges geeinigt. Binnen einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden.
Allerdings gab es von Anfang an Zweifel an der Tragfähigkeit des Abkommens - und in der Zwischenzeit auch immer wieder heftige gegenseitige Angriffe.
In der Nacht auf Sonntag verkündete Trump dann den vorläufigen Verzicht auf eine weitere Angriffswelle, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe. Eine Bestätigung mit gleichlautendem Tenor aus Iran gibt es bislang nicht.
Wichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.