Trump sagt neue Angriffswelle gegen Iran ab

Angeblich Annäherung mit Iran:Trump sagt neue Angriffswelle ab

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Im Konflikt zwischen den USA und Iran geht der Wechsel von Annäherung und Bombardierung weiter. US-Präsident Trump sagte eine neue Angriffswelle vorerst ab.

US-Präsident Trump steht vor einem Mikrofon und grinst.

US-Präsident Donald Trump sagt die Angriffe auf Iran vorerst ab. (Archivbild)

Quelle: action press

Aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit Iran hat US-Präsident Donald Trump eine neue Angriffswelle des Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social.

Trump: Komplette Öffnung der Straße von Hormus

Das US-Militär stehe mit all seiner Macht zum Angriff bereit, aber Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, davon abzusehen, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe. Dazu gehöre die "komplette" Öffnung der Straße von Hormus und "ein Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung", schrieb Trump. Auch Israel werde sich an die Vereinbarung halten, Iran vorerst nicht wieder anzugreifen.

Iran: Ein Bild einer startenden Rakete.

Iran hat laut Angaben des US-Militärs ballistische Raketen auf einen US-Stützpunkt in Jordanien abgefeuert. Es ist der erste Angriff seit dem vorläufigen Stopp von Angriffen seitens der USA.

29.07.2026 | 0:24 min

Wohl an die Vermittler gerichtet schrieb er: "Macht Euch alle an die Arbeit und ERLEDIGT das." Weitere Einzelheiten zu dem angeblichen diplomatischen Durchbruch nannte Trump zunächst nicht. Iran oder Staaten in der Region, die an den Gesprächen beteiligt waren, äußerten sich in der Nacht nicht unmittelbar dazu.

Konflikt um Atomprogramm

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass Trump von einem Durchbruch spricht, der im Nachhinein von anderer Seite dementiert wird oder später an der Realität scheitert. Die Straße von Hormus etwa sollte bereits infolge des Rahmenabkommens mit Iran, das im Juni unterzeichnet worden war, wieder für die internationale Schifffahrt geöffnet werden.

Zu einer uneingeschränkten Öffnung kam es aber nie: Nach einer anfänglichen Zunahme des Schiffsverkehrs in der Meerenge wurde er durch neue Angriffe zuletzt wieder fast zum Erliegen gebracht. Die Straße von Hormus ist unter anderem von entscheidender Bedeutung für den Export von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs.

Ein Screenshot aus einem Video, welches einen US-Angriff auf den Iran zeigt.

Die US-Armee hat zum ersten Mal seit fast einer Woche Ziele in Iran angegriffen. Am Vortag hatte Iran Raketen auf US-Stützpunkte in Jordanien abgeschossen.

30.07.2026 | 1:23 min

Teheran nutzt die faktische Blockade, die zu höheren Weltmarkpreisen für Öl und Gas führt, als Druckmittel gegen Trump. Dessen Republikaner müssen sich in gut drei Monaten bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress dem Wählervotum stellen - hohe Spritpreise kommen ihnen da sehr ungelegen.

US-Militär erneuert Seeblockade

Das US-Militär wiederum hat inzwischen als Druckmittel gegen Iran seine Seeblockade erneuert, um das Land von Einnahmen aus dem Export von Rohöl abzuschneiden. Ölausfuhren sind die wichtigste Einnahmequelle des islamistischen Machtapparats in Teheran.

Das Rahmenabkommen vom Juni sah auch weitere Verhandlungen zu Irans Atomprogramm vor. Insbesondere Israel, aber auch die USA und mehrere andere Staaten beschuldigen Iran, am Bau von Atombomben zu arbeiten, unter anderem wegen seines Programms zur Anreicherung von Uran.

Amman in Jordanien

Jordanien ist ins Kreufeuer des Krieges zwischen den USA und Iran geraten. Iranische Drohnen und Raketen treffen unweit der Hafenstadt Akaba ein, viele Menschen sind schockiert.

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Iran dementiert das und besteht auf seinem Recht zur zivilen Nutzung von Atomkraft. Experten gehen nicht davon aus, dass bei diesem Streitthema eine schnelle Einigung möglich sein wird.

Die angebliche Bedrohung durch Irans Atomprogramm war eines der Argumente, die Trump Ende Februar als Beweggründe für die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran nannte. Er hatte anfangs gesagt, der Krieg werde nur wenige Wochen dauern. Inzwischen befindet er sich im sechsten Monat.

Bericht: Saudi-Arabien rief Trump zur Deeskalation auf

Einem Bericht der US-Nachrichtenseite "Axios" zufolge sprach der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman am Samstag mit Trump, um angesichts des geplanten neuen Angriffs die Sorge des sunnitischen Königreichs auszudrücken, das mit dem schiitisch geprägten Iran um die Vorherrschaft in der Region ringt. Unter Berufung auf mit dem Gesprächsinhalt vertraute US-Quellen berichtete "Axios" weiter, der Kronprinz habe Trump zur Deeskalation aufgerufen.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem das heute journal update am 31.07.2026 ab 00:10 Uhr.

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