Trump verkündet Einigung zur Hamas-Entwaffnung - ein Überblick

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Trump verkündet Vereinbarung:Entwaffnung der Hamas? Was der Plan für Gaza vorsieht

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US-Präsident Trump hat ein Abkommen zur Entwaffnung der Hamas im Gazastreifen verkündet. Im Gegenzug soll Israel aus dem Küstengebiet abziehen. Was bislang bekannt ist.

Palästinenser bahnen sich am 31. Juli 2026 ihren Weg durch zerstörte Gebäude in Khan Yunis im südlichen Gazastreifen. Die Hamas erklärte am 31. Juli 2026, sie habe einem vom US-Präsidenten angekündigten Abkommen zur Beendigung ihres Krieges mit Israel zugestimmt, das unter anderem die Übergabe ihrer Waffen an ein palästinensisches Regierungskomitee sowie den schrittweisen Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen vorsieht.

Trump hat bekannt gegeben, dass die Hamas entwaffnet werden soll. Die Hamas sei dazu nur bereit, wenn sich Israel vorher zurückzieht - eine Pattsituation.

31.07.2026 | 2:40 min

Keine Waffen, kein Militär: Die Hamas hat nach eigenen Angaben einer Vereinbarung zur Entwaffnung der militant-islamistischen Palästinenserorganisation zugestimmt.

Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim bestätigte in einem Beitrag auf der Plattform X, dass die Gruppe die zuvor von US-Präsident Donald Trump verkündete Einigung angenommen habe, die jedoch Zugeständnisse Israels voraussetzt. Dazu gehören die Einstellung der Feindseligkeiten und der Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen. Israel hat sich bislang nicht zu der Vereinbarung geäußert.

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Die von Trump verkündete Entwaffnung der Hamas "könnte ein Durchbruch sein", so ZDF-Korrespondent Thomas Reichart. Auch wenn es zu einer Einigung kommt, sei der Prozess langwierig.

31.07.2026 | 2:04 min

Was bedeutet die Ankündigung des Weißen Hauses? Ein Überblick:

Was sieht der Plan für die Hamas vor?

Nach Trumps Friedensplan ist vorgesehen, dass der Gazastreifen entmilitarisiert und die Hamas entwaffnet wird. Über Vermittler habe die Gruppierung "dem finalen Text des Zeitplans zugestimmt, wie er ihnen in unserer letzten Vermittlungssitzung vorgelegt wurde", verlautete aus US-Kreisen. Dies schließe einen Artikel ein, der "die vollständige Entwaffnung" beinhalte.

Die Hamas solle ihre Waffen dabei der palästinensischen Übergangsverwaltung (NCAG) übergeben. Eine mit der Sache vertraute Person betonte, dass auch andere Milizen und Clans in Gaza entmachtet werden müssten. Die NCAG solle zudem künftig die Strafverfolgung im Gazastreifen übernehmen.

US-Präsident Trump und US-Verteidigungsminister Hegseth.

US-Präsident Trump hat überraschend verkündet, dass die Terror-Organisation Hamas ihre Waffen niederlegt. Israel und die Hamas ringen um den ersten Schritt und der Deal droht wieder zu platzen.

31.07.2026 | 1:49 min

Bei dem Vorhaben soll eine internationale Stabilisierungstruppe helfen, die von den USA angeführt werden soll. Insidern zufolge gibt es bereits Zusagen für mehr als 5.000 Soldaten aus verschiedenen Ländern. Die Kräfte sollen im Kern folgende Aufgaben haben:

  • Die Polizei in Gaza trainieren.
  • Bei der Entwaffnung der Hamas helfen und beschlagnahmte Waffen entsprechend sicher lagern.
  • Als Vermittler zwischen Israel und den Palästinensern während des Rückzugs israelischer Truppen aus dem Gazastreifen fungieren.
Daniel Gerlach

Seit Netanjahu regiert, gebe es sowohl mehr Gewalt als auch Siedlungen, so ZDF-Korrespondent Thomas Reichart. Es gehe Israel darum, einen palästinensischen Staat faktisch zu verhindern.

21.07.2026 | 6:57 min

Wird Israel einfach so seine Truppen abziehen?

Nein. Zwar sieht der Plan einen schrittweisen Abzug vor, bis sämtliche Truppen am Ende aus dem Gazastreifen verschwunden sind. Der Zeitrahmen dafür ist aber bislang nicht festgezurrt, wie eine dem Friedensrat nahestehende Person erläuterte. Israel habe dabei ein "zentrales" Argument vorgebracht: Ein Rückzug sei so lange nicht möglich, solange die Hamas durch ihre Präsenz und den Zugang zu Waffen weiter eine Bedrohung darstelle.

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17.06.2026 | 1:06 min

Neben dem vollständigen Truppenabzug soll sich Israel zudem an Verpflichtungen halten und dafür Sorge tragen, dass humanitäre Zugänge und die Bereitstellung von Hilfsgütern in Gaza ermöglicht werden. Eine Reaktion aus Israel nach Bekanntwerden der Einigung blieb zunächst aus.

Welchen Zeitrahmen für eine Umsetzung des Plans gibt es?

Aus dem Umfeld des Friedensrats verlautete zwar grob ein Zeithorizont von "200 bis 350 Tagen" für den gesamten Plan. Zugleich räumte eine mit dem Vorhaben befasste Person ein, dass der konkrete Zeitplan "maßgeblich von den einzelnen Phasen" abhänge: So sieht der Plan ein schrittweises Vorgehen vor, bei dem sowohl die Hamas als auch Israel Bedingungen erfüllen müssen.

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Konkret bedeutet das, dass ein unabhängiger Prüfungsausschuss die Bedingungen einer Phase überprüft und als erfüllt ansehen muss, bevor der nächste Schritt gemacht wird. "Wenn Phase eins blockiert wird, gehen wir nicht zu Phase zwei über", hieß es. Damit solle dem tief sitzenden Misstrauen beider Konfliktparteien vorgegriffen werden.

Zugleich zeigt der Mechanismus auch, wie fragil der Zeitplan ist. Erfüllt eine Partei die Anforderungen nicht oder stimmt das Prüfungskomitee nicht zu, dürfte der Plan deutlich in Verzug geraten.

Was soll mit all dem erreicht werden?

Das übergeordnete Ziel soll der Wiederaufbau des Gazastreifens sein. Die Rede ist von "Wohlstand, Sicherheit und Frieden für die Palästinenser" in dem Gebiet. "Eines unserer Ziele ist es, Gaza innerhalb weniger Jahre vollständig von Entwicklungshilfe unabhängig zu machen", sagte eine mit dem Plan vertraute Person. Gelingen soll das, indem eine "starke Wirtschaft" basierend auf Kapitalismus und freier Marktwirtschaft etabliert werde und Investitionen gefördert würden.

Dies werde allerdings nur dann gelingen, solange sichergestellt werde, dass die Hamas nicht wieder erstarke, hieß es weiter.

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Quelle: dpa
Über die Lage in Gaza berichtete das gemeinsame Mittagsmagazin von ARD und ZDF am 28.07.2026 ab 12:00 Uhr und das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 31.07.2026 ab 05:30 Uhr.

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