US-Präsident Trump: Abkommen zur Entwaffnung der Hamas erzielt

Krieg im Gazastreifen:Trump: Abkommen zur Entwaffnung der Hamas erzielt

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US-Präsident Donald Trump hat eine Vereinbarung zur "vollständigen Entwaffnung" der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen verkündet.

PALESTINIAN-ISRAEL-CONFLICT-GAZA

Monate nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen setzt Israel seine heftigen Angriffe fort. Die Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung bleiben weiterhin katastrophal.

28.07.2026 | 2:39 min

Der von den USA initiierte Friedensrat hat laut US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zur "vollständigen Entwaffnung" der islamistischen Hamas im Gazastreifen erzielt. Das sei "ein monumentaler Schritt" hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Auch alle anderen islamistischen Gruppen in dem Küstengebiet würden entwaffnet. Im Gegenzug würden die israelischen Streitkräfte nach Abschluss der Entwaffnung abziehen.

Zudem solle eine internationale Stabilisierungstruppe mit "einer neuen palästinensischen Polizei" zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Bewohner im Gazastreifen und dessen Nachbarn zu gewährleisten. Israel solle die Sicherheit erhalten, dass der "Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge missbraucht wird", schrieb Trump weiter.

Die in Trumps Friedensplan als zentral geltende Entwaffnung der Hamas war bislang nicht umgesetzt worden. Die Organisation hatte eine Abgabe ihrer Waffen bisher abgelehnt. Trump bezeichnete die Vereinbarung nun als "Meilenstein" und dankte den Vermittlerstaaten Katar, Ägypten und der Türkei.

Auch zuvor Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen

Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, dass es bei Gesprächen in Kairo über eine Entwaffnung der palästinensischen Terrororganisation im Gazastreifen Fortschritte gegeben haben soll. Dies bestätigten auch Hamas-Kreise. Bei intensiven Verhandlungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sei weitgehende Einigkeit über einen 15-Punkte-Fahrplan erzielt worden, hieß es. Auch israelische Medien berichteten zunächst über entsprechende Fortschritte.

US-Präsident Donald Trump (M) steht mit anderen Staats- und Regierungschefs vor einer Sitzung des Friedensrates zur Beilegung globaler Konflikte im U.S. Institute of Peace.

In Washington hat im Februar erstmals der sogenannte Friedensrat unter Vorsitz von US-Präsident Donald Trump getagt. Rund zwei Dutzend Staats- und Regierungsvertreter kamen zu dem Treffen.

19.02.2026 | 2:49 min

Die Hamas hatte sich nach eigenen Kreisen bereit gezeigt, ihre Waffen unter die Aufsicht der palästinensischen Übergangsverwaltung sowie der internationalen Vermittler zu stellen. Eine Übergabe an Israel sei nicht vorgesehen. Im Gegenzug müsse Israel seine Truppen komplett aus dem Gazastreifen abziehen und gezielte Tötungen in dem Palästinensergebiet stoppen.

Vorgesehen sei auch, dass die palästinensische Übergangsverwaltung "volle Verantwortung" für die Rechte von Angestellten im Gazastreifen übernehme, die zuvor Teil der Hamas-Verwaltung gewesen seien.

SGS Theveßen

US-Präsident Donald Trump lässt erstmals seinen Friedensrat tagen. Kann er damit tatsächlich Frieden sichern oder der UNO Konkurrenz machen? ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet.

19.02.2026 | 1:19 min

Israel: 15-Punkte-Plan nicht ausreichend

Ein israelischer Regierungsvertreter hatte vor Trumps Post am Donnerstagabend mitgeteilt, Israel fordere eine vollständige Entwaffnung der Hamas, "einschließlich des Abtransports sämtlicher Waffen aus dem Gazastreifen und einer vollständigen Entmilitarisierung des Küstengebiets als Voraussetzung für jeden weiteren politischen Prozess".

Der diskutierte 15-Punkte-Plan erfülle diese Forderungen nach israelischer Auffassung nicht ausreichend, hieß es. Es werde bis zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und Entmilitarisierung des Gazastreifens keinen Abzug der israelischen Armee von der "gelben Linie" geben.

Palästinenser tragen den Leichnam von Hazem Al-Aidi, der bei einem israelischen Angriff getötet wurde.

Seit einem halben Jahr gilt im Gazastreifen eine Waffenruhe. Trotzdem kommt es immer wieder zu tödlichen Vorfällen.

23.04.2026 | 1:35 min

Angriffe trotz Waffenruhe

Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Im Zuge des von Trump vermittelten Plans wurde zu Jahresbeginn das international besetzte "Board of Peace" ins Leben gerufen, das den Wiederaufbau von Gaza und die Nachkriegsordnung überwachen soll.

Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des abgeriegelten, durch den Krieg verwüsteten Küstengebiets. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe aber, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Gebiet wieder zu festigen. Das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel hatte den Gaza-Krieg ausgelöst.

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Quelle: dpa, AFP
Über die Lage in Gaza berichtete das gemeinsame Mittagsmagazin von ARD und ZDF am 28.07.2026 um 12:00 Uhr.

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