Nach Massenprotesten:Iran richtet drei Demonstranten hin
In Iran ist die Todesstrafe gegen drei Männer im Zusammenhang mit ihrer Teilnahme an den jüngsten Massenprotesten im Land vollstreckt worden. Menschenrechtler sind alarmiert.
Iran hat drei Männer hingerichtet, die wegen der Tötung von zwei Polizisten während der Massenproteste verurteilt worden waren. (Archivbild)
Quelle: dpaIran hat erstmals mehrere Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt. Wie der staatliche Rundfunk berichtete, wurden drei Männer hingerichtet. Ihnen war vorgeworfen worden, in der Hauptstadt Teheran für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein.
Ihr Urteil sei wegen "Mordes und operativer Handlungen" seitens der USA und Israels gefallen, hieß es in dem Bericht. In der Regel werden Todesurteile in Iran durch Erhängen vollstreckt.
In Iran sind laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mindestens 30 Hinrichtungen geplant.
21.02.2026 | 0:22 minIrans Regime tötet Tausende Demonstranten
Die Proteste waren Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet.
Mitte Januar verkündete die iranische Justiz, erste Anklagen in die Wege geleitet zu haben. Besonders schwere Fälle von "Randalierern" würden vorrangig und gesondert behandelt. Dazu zähle auch der Vorwurf der "Kriegsführung gegen Gott" - ein Tatbestand, der nach islamischem Recht in Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann.
USA und Iran: Die Chronologie eines Konflikts - erklärt von Mirko Drotschmann.
05.03.2026 | 16:08 minIrans Justizchef will Vergeltung
Tags zuvor hatte Irans Justizchef Vergeltung für bei den Protesten getötete Sicherheitskräfte und Polizisten gefordert. Wer Polizeikräfte angegriffen oder Einrichtungen der Sicherheitskräfte und städtische Infrastruktur attackiert habe, müsse vorrangig vor Gericht gestellt werden, sagte Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi.
Im Herbst 2022 waren unter dem Motto "Frau, Leben, Freiheit" landesweit Menschen auf die Straße gegangen. Im Zusammenhang mit den Unruhen ließ der Staat mindestens zwölf Personen hinrichten.
Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Angriffe auf seine Gasanlagen.
19.03.2026 | 2:18 minMenschenrechtler kritisieren Todesstrafe in Iran
Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2.000 Menschen hingerichtet - so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
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