Hormus: US-Marineschiff beschossen? USA bestreiten Iran-Angriff

Blockierte Straße von Hormus:US-Marineschiff beschossen? USA bestreiten Iran-Angriff

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Das US-Militär will Schiffen helfen, die wegen der blockierten Straße von Hormus festsitzen. Iran warnte davor - und hat nun wohl ein US-Schiff angegriffen. Die USA bestreiten das.

Containerschiffe liegen in der Straße von Hormuz vor Bandar Abbas, Iran.

Die Lage in der Straße von Hormus ändert sich derzeit ständig. US-Kriegsschiffe sollen nun eine Durchfahrt für Handelsschiffe absichern.

04.05.2026 | 1:46 min

Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars zwei Raketen auf ein US-Militärschiff in der Straße von Hormus abgefeuert. Zuvor habe die US-Fregatte "eine Warnung der iranischen Marine ignoriert", meldete die iranische Nachrichtenagentur ohne Angaben von Quellen.

Das US-Marineschiff habe mit seiner Einfahrt in die Meerenge einen "Verstoß gegen die Regeln der Schifffahrt und der maritimen Sicherheit" begangen, schrieb Fars. Nach Angaben der Agentur befand sich die Fregatte in der Nähe des iranischen Hafens Dschask.

Das US-Militär bestreitet, dass ein US-Kriegsschiff von iranischem Beschuss getroffen worden sei. Kein Schiff der US-Marine sei getroffen worden, teilt das zuständige US-Zentralkommando mit. Ein ranghoher Vertreter Irans teilte Reuters mit, die iranischen Streitkräfte hätten einen Warnschuss abgefeuert, um die Einfahrt eines US-Kriegsschiffes in die Straße von Hormus zu verhindern.

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Grafikvideo zur Bedeutung der Meerenge

18.06.2025 | 1:13 min

USA: Zwei Handelsschiffe aus Straße von Hormus herausgeführt

Zwei Handelsschiffe, die unter US-Flagge fahren, haben indes nach Angaben des US-Militärs die Straße von Hormus passiert. Sie setzten ihre Reise nun sicher fort, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Das US-Militär sprach von einem "ersten Schritt" im Rahmen der von US-Präsident Donald Trump am Vortag angekündigten neuen US-Initiative "Projekt Freiheit". Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die neue Initiative zielt darauf ab, die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge für die Schifffahrt wieder freizumachen. Lenkwaffenzerstörer der US-Marine seien derzeit im Persischen Golf im Einsatz, nachdem sie im Rahmen der neuen Initiative die Straße von Hormus passiert hätten, teilte Centcom mit. US-Streitkräfte unterstützten die Bemühungen zur Wiederherstellung des Schiffsverkehrs für die Handelsschifffahrt aktiv.

Vereinigte Arabische Emirate: Ein Tanker, der im Golf von Oman nahe der Straße von Hormus ankert.

Wegen der Blockade der Straße von Hormus stecken viele Schiffe dort fest. Die USA wollen sie herausführen. Mehrere Länder hatten laut US-Präsident Donald Trump um Hilfe gebeten.

04.05.2026 | 0:26 min

Trump kündigte Aktion an

Trump hatte am Sonntagabend (Ortszeit) einen US-Militäreinsatz, angekündigt, bei dem in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe aus der Meerenge hinaus "geleitet" werden sollten. Ein Vertreter des iranischen Militärs hatte daraufhin mit Angriffen auf das US-Militär gedroht, sollte es sich der Straße von Hormus annähern oder in sie einfahren.

Iran blockiert seit mehr als zwei Monaten fast die gesamte Schifffahrt im Golf mit Ausnahme der eigenen, was die Energiepreise in die Höhe getrieben hat. Im vergangenen Monat verhängten die USA ihrerseits eine Blockade gegen Schiffe aus iranischen Häfen.

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Unübersichtlich sei die Lage an der Straße von Hormus, sagt ZDF-Korrespondent David Sauer. Gerade weil Trump aus innenpolitischen Gründen Normalität wie vor dem Krieg erzwingen wolle.

04.05.2026 | 2:14 min

Teheran prüft US-Antwort auf Friedensvorschlag

Unterdessen prüft die Regierung in Teheran nach eigenen Angaben die Antwort der USA auf ihren jüngsten Vorschlag für Friedensgespräche. Trump hatte am Samstag erklärt, er werde den iranischen Vorschlag wahrscheinlich ablehnen, da das Land "noch keinen ausreichend hohen Preis gezahlt" habe. Am Sonntagabend sagte er jedoch auf Nachfrage von Journalisten, die Gespräche liefen "sehr gut", ohne dies näher auszuführen.

Iranischen Staatsmedien zufolge übermittelte Washington seine Antwort auf den 14-Punkte-Plan über Pakistan. "Zum jetzigen Zeitpunkt führen wir keine Atomverhandlungen", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Dies bezog sich offenbar auf den Vorschlag der Führung in Teheran, Gespräche über das Atomprogramm auf die Zeit nach einem Kriegsende und der Aufhebung der gegenseitigen Blockaden zu verschieben.

Am 26. April 2026 ist im Nordwesten von Teheran ein Banner mit der Aufschrift „Märtyrer Ayatollah Ali Khamenei“ entlang der Promenade zu sehen.

Die Verhandlungen im Iran-Krieg stagnieren: Irans Außenminister trifft Putin, Trump plant eine Krisensitzung – Kanzler Merz wirft den USA fehlende Strategie vor.

27.04.2026 | 2:28 min

Die USA fordern dagegen, dass Iran seine Bestände von mehr als 400 Kilogramm hochangereichertem Uran aufgibt, bevor der Krieg beendet wird. Die Regierung in Teheran beharrt darauf, dass ihr Atomprogramm friedlich sei, zeigt sich jedoch bereit, im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen über bestimmte Einschränkungen zu sprechen.

Die USA und Israel hatten ihre Luftangriffe auf Iran vor vier Wochen ausgesetzt. Versuche zu weiteren Treffen von Vertretern der USA und Irans scheiterten bislang.

17.03.2026, USA, Washington: US-Präsident Donald Trump nimmt am St. Patrick's Day in Washington an einem Mittagessen der "Friends of Ireland" für den irischen Premierminister Martin im US-Kapitol teil.

2024 gewinnt Donald Trump in West Virginia deutlich. Nachdem er den Iran-Krieg begonnen hat, steigen auch hier die Preise. Verliert Trump so Rückhalt bei seiner Kern-Wählerschaft?

17.03.2026 | 2:32 min

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Quelle: dpa, AP, Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtetenam 04.05.2026 verschiedene Sendungen, etwa ZDFheute Xpress ab 09:00 Uhr und das heute journal ab 21:45 Uhr.

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