Telefonat mit Trump: Putin zu kurzer Waffenruhe bereit

Auch Iran-Krieg war Thema:Telefonat mit Trump: Putin zu kurzer Waffenruhe bereit

|

Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump offenbar zu einer kurzen Waffenruhe im Ukraine-Krieg bereit.

Der russische Präsident Wladimir Putin leitet am Donnerstag, den 23. April 2026, im Kreml in Moskau eine Kabinettssitzung per Videokonferenz.

Kremlchef Wladimir Putin hat mit US-Präsident Donald Trump telefoniert (Archivfoto).

Quelle: AP | Alexander Kazakov

Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben in einem Telefonat über eine befristete Waffenruhe im Ukraine-Krieg gesprochen. Putin sei bereit zu einer Feuerpause während der Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken, sagte der außenpolitische Berater des Kremlchefs, Juri Uschakow. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

Weiter sagte Uschakow, das Gespräch sei offen und sachlich gewesen und habe auf russische Initiative stattgefunden. Trump habe den Vorschlag einer Waffenruhe "aktiv unterstützt" und darauf hingewiesen, "dass dieser Feiertag unseren gemeinsamen Sieg markiert".

Trump sagte im Weißen Haus, er habe Putin in einem "langen", "guten" Gespräch eine Waffenruhe nahegelegt - "und ich glaube, er könnte das tun".

RUSSIA-UKRAINE-CONFLICT

Eine Ölraffinerie am Schwarzen Meer wurde von einer ukrainischen Drohne getroffen. Der Angriff trifft Russland wirtschaftlich und psychologisch und hat zugleich erhebliche Umweltfolgen.

29.04.2026 | 1:41 min

Trump: "Ukraine militärisch geschlagen"

Trump wurde im Oval Office auch gefragt, ob der Iran-Krieg oder der russische Krieg gegen die Ukraine eher enden werde. Seine Antwort: "Ich weiß es nicht." Vielleicht lägen die Kriege in einem ähnlichen Zeitplan. "Ich glaube, die Ukraine ist militärisch gesehen geschlagen", sagte er.

Der US-Präsident betonte zudem, er denke, Putin sei schon vor einiger Zeit bereit gewesen, eine Einigung zu erzielen. "Ich glaube, einige Leute haben es ihm schwer gemacht, einen Deal zu machen." Trump hat seinen Kurs im Ukraine-Krieg mehrfach geändert, fällt allerdings immer wieder mit Russland-nahen Positionen auf.

Bundeskanzler Friedrich Merz (Mitte) unterhält sich bei seinem Besuch am Carolus-Magnus-Gymnasium anlässlich des EU-Projekttags 2026 an Schulen in Marsberg mit Schülern.

Bei einer Podiumsdiskussion mit Schülern in Marsberg erklärte Merz, dass ein EU-Beitritt der Ukraine im Jahr 2027 nicht realistisch sei. Trotzdem fühle sich die Ukraine jetzt schon europäisch an.

27.04.2026 | 1:23 min

Moskau will Kriegsziele erreichen

Aus Moskau hieß es, Putin habe Trump seine Sicht auf die Lage an der Front geschildert und Kiew Terror und Angriffe auf zivile Ziele vorgeworfen. Der Kremlchef beharrte demnach erneut auf den russischen Kriegszielen, er würde aber vorziehen, sie im Rahmen von Verhandlungen zu erreichen.

Die Ukraine nimmt als Teil ihres Abwehrkampfes systematisch und zuletzt immer erfolgreicher die russische Ölindustrie ins Visier, die wichtig für Moskaus Finanzierung des Angriffskriegs ist. Bei den russischen Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.

Im vergangenen Jahr gab es eine dreitägige Waffenruhe über die Feierlichkeiten zum Weltkriegsgedenken. Es gab bereits mehrfach Versuche zeitlich begrenzter Feuerpausen in dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg, bei denen sich beide Seiten Verstöße vorwarfen - zuletzt vor gut zwei Wochen zum orthodoxen Osterfest.

Ukraine-Krieg - Odessa

Nach einem erneuten russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Hafenstadt Odessa sind mehrere Menschen verletzt worden. Getroffen wurden Wohnhäuser, ein Hotel und der Hafen.

27.04.2026 | 0:35 min

Trump: Putin will bei iranischem Uran helfen

Putin bot den USA laut Trump außerdem Unterstützung im Hinblick auf das iranische Atomprogramm an. Der Kremlchef habe während des Telefonats sein Angebot bekräftigt, wonach sich Russland als Drittland um das angereicherte Uran aus Iran kümmern könnte, dessen Herausgabe der US-Präsident von Teheran fordert.

Putin würde sich gerne daran beteiligen - "wenn er uns dabei helfen kann, es zu bekommen", sagte Trump. Er habe dem russischen Präsidenten aber gesagt: "Ich hätte viel lieber, dass Sie sich daran beteiligen, den Krieg mit der Ukraine zu beenden." Das wäre wichtiger für ihn, erklärte Trump.

Quelle: dpa, AP, AFP
Über den Ukraine-Krieg berichtet das ZDF laufend in verschiedenen Sendungen, etwa in den heute-Nachrichten am 29.04.2026 ab 19:00 Uhr.

Mehr zum Ukraine-Krieg

  1. Der russische Präsident Wladimir Putin leitet am Donnerstag, den 23. April 2026, im Kreml in Moskau eine Kabinettssitzung per Videokonferenz.

  2. RUSSIA-UKRAINE-CONFLICT

    Nachrichten | heute 19:00 Uhr:Ukraine greift russische Raffinerie an

    von Felix Klauser
    Video1:41

  3. Ölteppich im  Schwarzen Meer: Reinigungsarbeiten am Strand von Tuapse

    Nachrichten | heute in Europa:Russisches Ferienparadies wird Öl-Hölle

    von Felix Klauser
    Video2:02

  4. Screenshot: Wolodymyr Selenskyj Fake
    Faktencheck

    Video manipuliert, Bild ausgetauscht:Gestohlenes Gemälde hängt nicht in Selenskyjs Büro

    von Nils Metzger
    mit Video0:35

Mehr zu Iran

  1. Der russische Präsident Wladimir Putin leitet am Donnerstag, den 23. April 2026, im Kreml in Moskau eine Kabinettssitzung per Videokonferenz.

  2. Die Halle im Azadi-Sportkomplex in der iranischen Hauptstadt liegt in Trümmern, nachdem eine Reihe von Angriffen der USA und Israels die Anlage zerstört hat
    Liveblog

    Aktuelle Entwicklungen der Eskalation:Iran-Krieg: Alle Nachrichten im Liveblog


  3. drohende eskalation zwischen den usa und dem iran - symbolfoto

    Schah, Scharia und Raketen:Wie die USA und Iran zu Erzfeinden wurden

    von Gert Anhalt

  4. US-Präsident Trump hat eine Seeblockade der Straße von Hormus angeordnet. Vom Iran durchgelassene Schiffe sollen so aufgehalten werden.

    Reibereien um Iran-Krieg:Trump geht Merz scharf an - Kanzler bleibt bei Kritik

    mit Video2:52