UN schlagen Alarm:Ukraine: Höchststand an zivilen Opfern in einem Monat
Die Vereinten Nationen melden einen drastischen Anstieg ziviler Opfer im Ukraine-Krieg. Der Mai erreicht den höchsten Monatswert seit 2022 - vor allem Verluste fernab der Front.
Rettungskräfte löschen ein Feuer in einem Wohnhaus, das nach einem russischen Angriff in Kiew zerstört wurde.
Quelle: dpaDie Vereinten Nationen haben in der von Russland angegriffenen Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert. Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1.763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte.
Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, in dem demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.
Russland hat Kiew in der Nacht massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Moskau hat nach eigenen Angaben auch die gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt.
24.05.2026 | 1:56 minOpfer eher in Städten fernab der Front
Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen.
Noch nie seit Kriegsbeginn seien damit so viele Menschen in einem Monat getötet (64) und verletzt (539) worden wie im Mai.
- Militäranalyse: Komplexer Luftangriff sorgt für verheerende Schäden in Kiew
Die Ukraine greift mit Mid-Range-Drohnen russische Logistik hinter der Front an und erzielt dabei Erfolge. Die von Russland besetzte Krim leidet immer mehr unter Versorgungsengpässen.
11.06.2026 | 2:26 minDie Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Kriegsbeginn im Februar 2022 mehr als 16.000 Zivilisten getötet und mehr als 46.000 verletzt.
Aufgrund des fehlenden Zugangs zu den von Russland eroberten Gebieten sind in den UN-Statistiken nicht alle Opfer erfasst.
An der Universität Kiew zeigt sich, wie sehr der russische Angriffskrieg den Alltag verändert hat. Fotos erinnern an getötete Studenten, ständige Bedrohung prägt das Leben.
09.05.2026 | 2:13 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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