Russischer Angriff auf Kiew - Einsatz von Oreschnik-Raketen?

Explosionen in der Hauptstadt:Schwere Angriffe auf Kiew - waren es Oreschnik-Raketen?

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Russland hat die ukrainische Hauptstadt massiv mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Offen bleibt, ob sogar die gefürchtete "Oreschnik"-Rakete zum Einsatz kam.

Ausgebrannte Autos vor einem beschädigten Wohngebäude nach russischen Drohnen- und Raketenangriffen in Kiew.

Ausgebrannte Autos vor einem beschädigten Wohngebäude nach russischen Drohnen- und Raketenangriffen in Kiew.

Quelle: AFP

Kurz nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem schweren russischen Luftangriff ist die Hauptstadt Kiew von heftigem Beschuss erschüttert worden. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, ereigneten sich in der Nacht zu Sonntag nach der Ausrufung eines Luftalarms durch die Behörden heftige Explosionen.

Die Hauptstadt der Ukraine sei "das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen", erklärte der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. "Weitere Angriffe sind möglich. Bleiben Sie in den Schutzräumen", rief er die Bevölkerung auf.

Das Öllager von Noworossijsk von schräg oben.

Die Ukraine hat in der russischen Stadt Noworossijsk am Schwarzen Meer mit einer Drohne ein Öllager angegriffen und in Brand gesetzt. Das teilten russische Behörden auf Telegram mit.

23.05.2026 | 0:23 min

Berichte über Brände und Schäden

Nach vorläufigen Angaben seien von dem Beschuss mindestens vier Orte betroffen, erklärte Tkatschenko. Er nannte die Bezirke Schewtschenkiwsky, Dniprowsky und Podilsky. Es gebe erste Berichte über Brände und Schäden an Wohngebäuden.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, Rettungskräfte seien nach Podilsky im Nordwesten der Stadt gerufen worden, weil dort Trümmerteile in einem Gebiet außerhalb von Wohnvierteln hinabgestürzt seien. In dem nahegelegenen Stadtbezirk Schewtschenkiwsky sei in der Nähe eines Wohngebäudes ein Feuer ausgebrochen. Es gebe außerdem Verletzte.

AFP-Reporter sahen, wie die Angriffe ein Wohnhaus in der Nähe des Regierungsviertels erschütterten. Dutzende Menschen suchten in einer Metro-Station im Zentrum von Kiew Schutz.

Militärexperte Fabian Hoffmann. Im Hintergund ist eine Landkarte, auf der die Ukraine und Russland farbig markiert sind.

Wie konnte die Ukraine die Region um die russische Hauptstadt Moskau mit hunderten Drohnen angreifen? Und welche Folgen haben die ukrainischen Erfolge für den Krieg? ZDFheute live analysiert.

21.05.2026 | 35:52 min

Sorge vor Einsatz der Oreschnik-Rakete

Staatschef Selenskyj hatte am Samstagabend erklärt, den ukrainischen Geheimdiensten lägen Daten unter anderem von Partnern in Europa und den USA vor, wonach Russland einen Angriff mit seiner neuartigen Oreschnik-Rakete vorbereite. Auch die US-Botschaft in Kiew warnte, ihr vorliegenden Informationen zufolge könne "jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden" ein "möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen".

Die russische Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, die nach Angaben des Kreml eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3.000 bis 5.500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme "unmöglich", die Rakete abzufangen.

Ob Russland bei dem neuen Angriff auf Kiew in der Nacht tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete einsetzte, blieb zunächst unklar.

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Bei russischen Angriffen sind in Kiew im Januar mehrere Menschen getötet worden. In Lwiw in der Westukraine setzte Russland nach eigenen Angaben eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete ein.

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Putin hatte Kiew mit Vergeltung gedroht

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte ukrainische Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Putin Kiew mit Vergeltung gedroht. Bei dem Angriff wurde nach russischen Angaben eine Fachhochschule samt Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk getroffen, 18 Menschen kamen demnach ums Leben. Kiew bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen.

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Quelle: AFP, dpa
Über den Ukraine-Krieg berichtete das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt die ZDFheute Xpress am 23.05.2036 ab 11:55 Uhr.

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