Sicherheitslage in Iran:Teheran: Deutsches Botschaftspersonal abgezogen
Wegen der Kämpfe in Iran hat die Bundesregierung das Personal der deutschen Botschaft in Teheran vorübergehend abgezogen. Sicherheitsmaßnahmen würden "fortlaufend überprüft".
Seit einer Woche greifen die USA und Israel Iran an. Teheran kontert - auch in der Golfregion. Und im Libanon attackiert Israel nach eigenen Angaben die Terror-Miliz Hisbollah.
07.03.2026 | 2:14 minDie Bundesregierung hat das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, das Personal sei aufgrund der Bedrohungslage temporär verlegt worden.
Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. "Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte", hieß es weiter. Die konsularische Unterstützung sei zuvor schon wegen einer Reduzierung des Personals stark eingeschränkt, die Visastelle bereits vorübergehend geschlossen gewesen, hieß es weiter aus dem deutschen Außenministerium.
Angriffe treffen Ölanlagen in Irans Hauptstadt Teheran. Am Himmel sind Flammen und Rauchwolken zu sehen.
07.03.2026 | 0:33 minBundesregierung prüft laufend Sicherheitsmaßnahmen in Teheran
Die Maßnahme zum Schutz des Personals in Teheran sei mit Blick auf die Sicherheit der deutschen Auslandsvertretungen angesichts der Lage im Nahen und Mittleren Osten ergriffen worden. Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe oberste Priorität und werde ständig im Krisenstab der Bundesregierung thematisiert, hieß es aus dem Auswärtigen Amt weiter.
Die notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der Sicherheit werden fortlaufend überprüft und angepasst.
Auswärtiges Amt
Auf die Frage, ob das Botschaftspersonal auf dem Landweg evakuiert worden sei, teilte das Auswärtige Amt mit, man äußere sich grundsätzlich nicht zu Details von Fürsorgemaßnahmen für das Personal.
Iran beschießt militärische Stellungen der USA in der Golfregion. Strategische Unterstützung kommt dabei auch aus Russland.
07.03.2026 | 1:51 minAusreise über Aserbaidschan?
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist das Personal der deutschen Botschaft auf dem Landweg in ein Nachbarland ausgereist. Nachdem das Personal anderer Botschaften über Aserbaidschan ausgereist war, ist davon auszugehen, dass auch Botschafter Axel Dittmann das Land mit dem übrigen Botschaftspersonal über diesen Weg verlassen hat.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran mit der "vollständigen Zerstörung" und dem "sicheren Tod" für bislang angeblich verschonte Ziele und Menschengruppen gedroht. Iran werde "in die Hölle geprügelt", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, also massiv und schwer geschlagen.
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