Vorwürfe schwerwiegenden Fehlverhaltens:Kuntz-Trennung: Hamburger SV nennt Gründe
Nach dem Abschied von Stefan Kuntz als Sportvorstand beim HSV stehen Vorwürfe im Raum. Kuntz hat diese zurückgewiesen. Jetzt nimmt der HSV-Aufsichtsrat Stellung.
Zu Jahresbeginn haben sich der HSV und Stefan Kuntz abrupt getrennt. Nun stehen schwere Anschuldigungen gegen den ehemaligen Sportvorstand im Raum. Kuntz weist diese zurück.
12.01.2026 | 1:09 minDer Hamburger SV hat die Gründe für die Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz (63) konkretisiert. Anders als bisher dargestellt erfolgte diese einen Tag nach Neujahr nämlich offenbar nicht "aus persönlichen familiären" Gründen, wie es bisher hieß, sondern weil im Dezember "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz" an den Aufsichtsrat des Klubs "herangetragen worden" seien, wie der Verein nun klarstellte.
Nachdem der Aufsichtsrat des Klubs im Dezember von den Vorwürfen erfahren hatte, sei "mit Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet" worden. Weiter hieß es:
Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben. Aufgrund der expliziten Bitte der betroffenen Personen hatte bei der Trennung der Schutz der Betroffenen oberste Priorität, die auch weiterhin anhält.
Mitteilung des HSV-Aufsichtsrats
Kuntz bestreitet Vorwürfe
Kuntz selber weist die Vorwürfe "entschieden zurück", wie der ehemalige Nationalspieler in einer Stellungnahme bei Instagram schrieb. "Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" habe er seine Anwälte "darum gebeten, gegen diese falschen Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen", so Kuntz weiter. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Der Hamburger SV und Sportvorstand Stefan Kuntz haben sich auf eine Auflösung des Vertrags geeinigt. Der ehemalige Nationalspieler gab familiäre Gründe für seine Entscheidung an.
02.01.2026 | 0:38 minLaut HSV-Mitteilung habe Kuntz "insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe" der Trennung zum Jahresende zugestimmt. "Er war dabei anwaltlich vertreten", hieß es. "Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt."
Überraschende Trennung Anfang Januar
Am 2. Januar hatte der HSV überraschend mitgeteilt, dass Kuntz nicht mehr Sportvorstand bei den Hanseaten ist. Damals war von "persönlichen familiären Gründen" für das Ausscheiden die Rede. Kuntz war im Mai 2024 nach Hamburg gewechselt und hatte den Traditionsklub im vergangenen Sommer zurück in die Bundesliga geführt.
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