UN-Sicherheitsrat billigt Trumps Gaza-Friedensplan

Zustimmung für US-Resolution:UN-Sicherheitsrat billigt Trumps Gaza-Friedensplan

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Mit einer Resolution unterstützt der UN-Sicherheitsrat den Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Russland und China enthielten sich der Stimme, Vetos gab es keine.

UN-Sicherheitsrat nimmt Friedensplan für Gaza an

Der UN-Sicherheitsrat hat in New York den US-Friedensplan für den Gazastreifen mit 13 von 15 Stimmen gutgeheißen. Im Plan ist die Rede von einem Staat für die Palästinenser.

18.11.2025 | 0:23 min

Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution zur Absicherung des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump verabschiedet. 13 Mitgliedsländer des Rates stimmten in New York für den von den USA eingebrachten Vorschlag, der unter anderem eine Truppe aus internationalen Soldaten zur Stabilisierung der Waffenruhe vorsieht. Russland und China enthielten sich.

Die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas lehnte die Resolution ab, wohingegen die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) deren sofortige Umsetzung forderte.

G7 machten sich für UN-Mandat stark

Zuletzt hatten sich unter anderem die G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien für die rasche Absicherung des Nahost-Friedensplans für den Gazastreifen durch ein UN-Sicherheitsratsmandat eingesetzt.

Dieser sieht in einer zweiten Phase neben der Entwaffnung der Hamas unter anderem auch eine Truppe aus internationalen Soldaten zur Stabilisierung sowie eine Übergangsregierung palästinensischer Technokraten vor.

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Im Gazastreifen sorgt die Waffenruhe für mehr Frieden, doch im Westjordanland gibt es immer mehr Angriffe. Radikale Siedler gehen häufiger gegen Palästinenser vor.

15.11.2025 | 1:47 min

Zahlreiche Streitpunkte

Es gibt allerdings noch zahlreiche Streitpunkte - unter anderem die Entwaffnung der Hamas, der komplette Abzug von Israels Armee aus dem Gebiet sowie die Zukunft des Gazastreifens. Aus Israel hatte es vor der Verabschiedung der Resolution kritische Stimmen gegeben, weil darin von "einem glaubwürdigen Weg zur palästinensischen Selbstbestimmung und Staatlichkeit" die Rede ist.

Die radikal-islamische Hamas lehnte die Resolution ab, da sie den Rechten und Forderungen der Palästinenser nicht gerecht werde, teilte die Gruppe mit. Zudem ziele sie darauf ab, eine internationale Verwaltung für den Küstenstreifen zu errichten, was von den Palästinensern und den Widerstandsgruppen abgelehnt werde.

Nahostkonflikt - Israel

Nach den jüngsten Kämpfen im Gazastreifen hat sich das israelische Militär erneut zu der von den USA vermittelten Waffenruhe bekannt.

29.10.2025 | 0:25 min

Trump: Zustimmung von "historischem Ausmaß"

Für den UN-Sicherheitsrat ist die Verabschiedung der Resolution ein Erfolg, hat sich das Gremium in den vergangenen Jahren immer wieder stark zerstritten bei dem Thema gezeigt. Im Vorfeld hatte es zudem lange so ausgesehen, als ob die Resolution scheitern könnte. US-Präsident Trump stufte die Entscheidung als historischen Fortschritt ein.

Dies wird als eine der größten Zustimmungen in die Geschichte der Vereinten Nationen eingehen, zu weiterem Frieden auf der ganzen Welt führen und ist ein Moment von wahrhaft historischem Ausmaß.

Donald Trump auf "Truth Social"

Elmar Theveßen

"Trump hat klargemacht, dass er in Sachen einer Zwei-Staaten-Lösung entscheiden werde", so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen zur Situation in Gaza.

29.10.2025 | 3:21 min

Entscheidender Schritt im Friedensprozess

Die Abstimmung galt als entscheidender nächster Schritt für die fragile Waffenruhe und die Bemühungen, die Zukunft des Gazastreifens nach zwei Jahren Krieg zwischen Israel und der Hamas zu skizzieren.

Arabische und andere muslimische Länder, die Interesse an der Bereitstellung von Truppen für die Stabilisierungstruppe bekundet haben, hatten signalisiert, die Genehmigung durch den Sicherheitsrat sei für ihre Teilnahme unerlässlich.

Nahost: Waffenruhe bleibt weiterhin fragil

Pia Steckelbach aus Tel Aviv zur Situation in Nahost nach israelischen Angriffen auf Gaza

29.10.2025 | 4:44 min

Die USA hatten vergangene Woche vor den Risiken gewarnt, falls ihr Resolutionsentwurf nicht angenommen werde. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas sei "zerbrechlich", erklärte ein Sprecher der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen.

Angriffe auf palästinensische Dörfer im Westjordanland

Zuvor hatte die US-Regierung gewarnt, dass auch die anhaltende Gewalt im Westjordanland die bestehende Waffenruhe untergraben könnte. So hatten in den letzten Tagen unter anderem israelische Siedler in dem besetzten Gebiet Häuser und Autos angezündet.

"Die Zahl der Angriffe von aggressiven jüdischen Siedlern auf Palästinenser hat in diesem Jahr einen Höchststand erreicht", erklärte ZDF-Korrespondent Thomas Reichart. Auch weil Israels Armee und die Polizei nicht richtig dagegen vorgingen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu prangerte die Gewalt israelischer Siedler an.

Quelle: dpa, AFP, AP

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