Unifil: UN-Blauhelmsoldaten bei Explosion im Südlibanon getötet

Zweiter Vorfall innerhalb 24 Stunden:Erneut UN-Blauhelmsoldaten im Libanon getötet

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Innerhalb kurzer Zeit sind drei UN-Blauhelmsoldaten im Libanon getötet worden. Nach dem Tod eines Indonesiers am Sonntag meldet die UN-Friedensmission am Montag erneut zwei Tote.

Blauer Helm mit dem Logo der Vereinten nationen für UN-Blauhelmeinsätze

Im Südlibanon wurde am Sonntagabend ein UN-Blauhelmsoldat der UN-Friedenstruppen durch ein Geschoss getötet und ein weiterer verletzt. Die UN-Friedensmission untersucht nun, von wem das Geschoss stammt.

30.03.2026 | 0:30 min

Innerhalb von 24 Stunden sind im Südlibanon nach Angaben der UN-Mission Unifil drei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ob Israel oder die Hisbollah dafür verantwortlich ist, ist unklar.

Am Montag wurde demnach ein Fahrzeug durch eine Detonation unbekannter Ursache zerstört, teilt Unifil mit. Dabei seien zwei Soldaten ums Leben gekommen, zwei wurden verletzt. Bereits am Sonntagabend war ein Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden.

Wie Unifil auf X berichtet, wurden die Soldaten am Montag in der Nähe von Bani Haian im Süden des Landes angegriffen. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter.

X-Post von Unifil

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Libanon: Indonesischer Blauhelmsoldat am Sonntag getötet

Ein indonesischer Blauhelmsoldat war laut Unifil am Sonntagabend getötet worden, als "ein Geschoss in einem Unifil-Standort in der Nähe von Adtschit al-Kusayr explodierte", erklärte die UN-Beobachtermission Unifil am Montagmorgen.

Ein weiterer Soldat sei bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt worden, wie Unifil weiter mitteilte

Unifil auf X

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Auch in diesem Fall war unklar, woher das Geschoss kam.

Libanon

Eine Reportage aus dem Süden Libanons zeigt, wie Menschen dort in Angst vor israelischen Angriffen und in Misstrauen gegenüber schiitischen Vertriebenen, als mutmaßlichen Hisbollah-Angehörigen, leben.

30.03.2026 | 2:26 min

UN-Generalsekretär verurteilt tödlichen Zwischenfall

Das indonesische Außenministerium bestätigte später, ein indonesischer Blauhelmsoldat sei nahe Adschit al-Kusayr getötet worden. In Onlinediensten sprach das Ministerium in Jakarta von drei verletzten Soldaten und forderte eine Untersuchung des Vorfalls. Die Sicherheit und der Schutz der UN-Friedenstruppen müssten "zu jedem Zeitpunkt" gewährleistet sein.

Die UN-Mission äußerte sich bestürzt über den Tod des Blauhelmsoldaten.

Niemand sollte jemals sein Leben verlieren, während er sich für den Frieden einsetzt.

UN-Mission Unifil

Israel-Lebanon cross-border conflict continues

Die israelische Armee soll im südlichen Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Begründet wird dies mit dem Schutz der Bevölkerung in Nordisrael.

24.03.2026 | 2:43 min

UN haben seit 1978 Soldaten in der Region

Die UN-Truppen sind im Südlibanon stationiert, um die Feindseligkeiten entlang der Demarkationslinie zu Israel zu überwachen. Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.

Der Libanon wurde Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Damals feuerte die von Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.

golineh-atai

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Soldaten in den Süden des Nachbarlandes Libanon geschickt. „Israelische Streitkräfte setzen ihre Bodenoffensive fort“, so Golineh Atai.

27.03.2026 | 1:57 min

Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.

Im Zuge der Kämpfe im Südlibanon wurden Unifil-Stellungen UN-Angaben zufolge bereits mehrmals getroffen. Anfang März waren drei ghanaische Soldaten in einer Grenzstadt durch Schüsse verletzt worden.

Quelle: AFP, Reuters, dpa, AP
Über das Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 30.03.2026 ab 05:30 Uhr sowie die ZDFheuteXpress am 30.03.2026 ab 9 Uhr.

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