Unifil: UN-Blauhelmsoldat bei Explosion im Südlibanon getötet

UN-Friedensmission Unifil:Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet

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Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Es wird ermittelt, woher das Geschoss kam.

Lebanon UNIFIL Hezbollah Wasteland

Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten UN-Friedenstruppen im Libanon im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. (Archivbild)

Quelle: AP

Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein indonesischer Blauhelmsoldat getötet worden.

Der UN-Soldat sei am Sonntagabend getötet worden, als "ein Geschoss in einem Unifil-Standort in der Nähe von Adtschit al-Kusayr explodierte", erklärte die UN-Beobachtermission Unifil am Montagmorgen. Ein weiterer Soldat wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie Unifil weiter mitteilte

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Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter.

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Eine Reportage aus dem Süden Libanons zeigt, wie Menschen dort in Angst vor israelischen Angriffen und in Misstrauen gegenüber schiitischen Vertriebenen, als mutmaßlichen Hisbollah-Angehörigen, leben.

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UN-Generalsekretär verurteilt tödlichen Zwischenfall

Das indonesische Außenministerium bestätigte später, ein indonesischer Blauhelmsoldat sei nahe Adschit al-Kusair getötet worden. In Onlinediensten sprach das Ministerium in Jakarta von drei verletzten Soldaten und forderte eine Untersuchung des Vorfalls. Die Sicherheit und der Schutz der UN-Friedenstruppen müssten "zu jedem Zeitpunkt" gewährleistet sein.

Die UN-Mission äußerte sich bestürzt über den Tod des Blauhelmsoldaten.

Niemand sollte jemals sein Leben verlieren, während er sich für den Frieden einsetzt.

UN-Mission Unifil

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den tödlichen Zwischenfall auf das Schärfste und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

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Die israelische Armee soll im südlichen Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Begründet wird dies mit dem Schutz der Bevölkerung in Nordisrael.

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UN haben seit 1978 Soldaten in der Region

Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor berichtet, die getroffene Stellung gehöre zu einem indonesischen Unifil-Bataillon. Die Stadt Adtschit al-Kusayr liegt nahe der libanesischen Grenze zu Israel. Die UN-Truppen sind im Südlibanon stationiert, um die Feindseligkeiten entlang der Demarkationslinie zu Israel zu überwachen.

Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.

golineh-atai

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Soldaten in den Süden des Nachbarlandes Libanon geschickt. „Israelische Streitkräfte setzen ihre Bodenoffensive fort“, so Golineh Atai.

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Unifil-Stellungen bereits mehrmals getroffen

Der Libanon wurde Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Damals feuerte die von Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze.

Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.

Im Zuge der Kämpfe im Südlibanon wurden Unifil-Stellungen UN-Angaben zufolge bereits mehrmals getroffen. Anfang März waren drei ghanaische Soldaten in einer Grenzstadt durch Schüsse verletzt worden.

Quelle: AFP, Reuters, dpa
Über die Situation im Libanon berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 30.03.2026 ab 05:30 Uhr.

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