Unifil: UN-Blauhelmsoldat bei Angriff im Südlibanon getötet

UN-Friedensmission Unifil:UN-Blauhelmsoldat bei Angriff im Südlibanon getötet

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Der Libanon wurde Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Jetzt ist bei einer Explosion in einer Stellung der UN-Friedenstruppen ein Blauhelmsoldat getötet worden.

Lebanon UNIFIL Hezbollah Wasteland

Ein UN-Soldat wurde im Libanon getötet als ein Geschoss in einer Stellung der UN-Truppen explodiert.

Quelle: AP

Ein Blauhelmsoldat der UN-Mission im Libanon (Unifil) ist nach UN-Angaben bei einem Angriff auf die Friedenstruppe im Süden des Landes getötet worden. Der UN-Soldat sei am Sonntagabend getötet worden, als "ein Geschoss in einem Unifil-Standort in der Nähe von Adtschit al-Kusayr explodierte", erklärte Unifil am Montagmorgen. Ein weiterer UN-Soldat sei lebensgefährlich verletzt worden.

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"Wir kennen die Herkunft des Geschosses nicht", teilte Unifil weiter mit. Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter. Die UN-Mission äußerte sich bestürzt über den Tod des Blauhelmsoldaten.

Niemand sollte jemals sein Leben verlieren, während er sich für den Frieden einsetzt.

UN-Mission Unifil

Israel-Lebanon cross-border conflict continues

Die israelische Armee soll im südlichen Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Begründet wird dies mit dem Schutz der Bevölkerung in Nordisrael.

24.03.2026 | 2:43 min

UN haben seit 1978 Soldaten in der Region

Die libanesische staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor berichtet, die getroffene Stellung gehöre zu einem indonesischen Unifil-Bataillon. Die Stadt Adtschit al-Kusayr liegt nahe der libanesischen Grenze zu Israel. Die UN-Truppen sind im Südlibanon stationiert, um die Feindseligkeiten entlang der Demarkationslinie zu Israel zu überwachen.

Die Vereinten Nationen haben seit 1978 Blauhelmsoldaten in der Grenzregion stationiert. Aktuell sind daran rund 7.500 Soldatinnen und Soldaten aus fast 50 Ländern beteiligt.

golineh-atai

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge weitere Soldaten in den Süden des Nachbarlandes Libanon geschickt. „Israelische Streitkräfte setzen ihre Bodenoffensive fort“, so Golineh Atai.

27.03.2026 | 1:57 min

Unifil-Stellungen bereits mehrmals getroffen

Der Libanon wurde Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze. Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.

Im Zuge der Kämpfe im Südlibanon wurden Unifil-Stellungen UN-Angaben zufolge bereits mehrmals getroffen. Anfang März waren drei ghanaische Soldaten in einer Grenzstadt durch Schüsse verletzt worden.

Quelle: AFP, Reuters, dpa
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 30.03.2026 ab 05:30 Uhr.

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