Nach vorläufigem Stopp :Israel öffnet Gaza-Grenzübergang für Hilfsgüter
Israel will Hilfslieferungen wieder in den Gazastreifen lassen - nachdem sie am Sonntag vorläufig gestoppt wurden. Der Grenzübergang Kerem Schalom sei bereits offen, hieß es.
Israel lässt nach einem Aussetzen der Hilfslieferung wieder humanitäre Güter in den Gazastreifen. Der Grenzübergang Kerem Schalom ist israelischen Angaben zufolge für Hilfslieferungen geöffnet.
Gemäß einer Entscheidung auf politischer Ebene dürften fortan "in voller Übereinstimmung mit dem unterzeichneten Abkommen" wieder Hilfsgüter über Kerem Schalom transportiert werden, während der Übergang Rafah vorerst geschlossen bleibe, erklärte ein Militärvertreter.
Am Sonntag hatte es aus Sicherheitskreisen noch geheißen, die Hilfslieferungen in den Gazastreifen seien wegen der "eklatanten Verletzung" der Waffenruhe-Vereinbarungen durch die islamistische Terrororganisation Hamas gestoppt worden.
Israel flog schwerste Luftangriffe seit Beginn der Waffenruhe
Der israelischen Armee zufolge waren Soldaten am Sonntag im Süden des Gazastreifens unter anderem mit einer Panzerfaust angegriffen worden, zwei Soldaten wurden demnach getötet.
Israel flog daraufhin die schwersten Luftangriffe seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober. Dabei wurden Krankenhausangaben zufolge 44 Palästinenser getötet. Die Hamas dementiert die Vorwürfe und beteuert, sie stehe nicht hinter den Angriffen.
Nach Inkrafttreten der Waffenruhe waren die Hilfslieferungen als Teil der Vereinbarung ausgeweitet worden, mit einem Ziel von 600 Lkw am Tag.