2:1 in der Fußball-Bundesliga:Bayern müht sich zum Sieg über Elversberg
Der FC Bayern tut sich beim Aufsteiger SV Elversberg schwer. Immerhin: Mit dem 2:1 haben die Münchner nach der Nullnummer bei Schalke 04 einen weiteren Rückschlag vermieden.
Wiedermal zur rechten Zeit am richtigen Ort: Harry Kane trifft zum 2:1.
Quelle: IMAGO / Fussball-News SaarlandDie SV Elversberg hat im Heimspiel gegen den FC Bayern München an der Überraschung geschnuppert, musste sich aber doch beugen und verlor 1:2. Für den Aufsteiger ist es die erste Niederlage in der Fußball-Bundesliga.
Lennart Karl hatten die Bayern 1:0 in Führung gebracht (26.). Maurice Krattenmacher schaffte mit einem Traumtor den Ausgleich (61.), ehe Harry Kane die Münchner wieder in Führung schoss (72.). Die Münchner ließen danach weitere gute Chancen liegen.
Behäbiger FC Bayern
Nach gut einer Viertelstunde wagte sich der Außenseiter erstmals aus der Deckung - und kam gleich zur ersten Chance des Spiels. Eine scharfe Hereingabe von Lukas Petkov lenkte Bayern-Verteidiger Minjae Kim ans Außennetz des eigenen Tores.
Der Favorit agierte zunächst behäbig. Zudem kam Michael Olise auf der Position hinter Mittelstürmer Kane kaum zur Geltung.
Wie so oft reichte den Münchnern dann ein genialer Moment zur Führung. Ismael Saibari tankte sich auf der linken Seite durch und flankte quer durch den Strafraum auf Karl, der aus kurzer Distanz vollendete. Ein Stimmungsdämpfer für den Aufsteiger, der gerade seine Zurückhaltung abgelegt hatte.
Krattenmachers Traumtor verzückt SVE-Fans
Nach dem Wechsel kam dann der große Auftritt von Krattenmacher. Der 21-Jährige, der im Sommer von den Bayern nach Elversberg gewechselt war, traf mit einem Traumschuss in den Winkel zum Ausgleich. Die SVE-Fans tobten.
Kompany reagierte umgehend mit der Einwechslung von Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Luis Diaz. Der geballten Offensivpower hatte die SVE nun nichts mehr entgegenzusetzen.
Alles blickt nach Elversberg
Schon vor dem Anpfiff hatte das Duell zwischen dem Dorfverein und dem Starensemble aus der bayerischen Millionen-Metropole die Fußball-Fans in ganz Deutschland elektrisiert. Denn einen größeren Unterschied zwischen zwei Teams hat es in der 63-jährigen Bundesliga-Historie wohl noch nie gegeben.
Auch der letztlich erfolgreiche Kampf von SVE-Trainer Vincent Wagner um die Aufhebung seiner Sperre nach der Gelb-Roten Karte beim 4:3 in Mönchengladbach sorgte für reichlich Gesprächsstoff und war von den Bayern-Verantwortlichen um Trainer Vincent Kompany und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sogar unterstützt worden.
Kein Luxus: Bayern nehmen's locker
Und dann waren da noch die außergewöhnlichen Rahmenbedingungen für die Bayern-Profis, die mit zwei Privatfliegern nach Luxemburg gereist waren und nach einer Nacht in einem Fünf-Sterne-Hotel die letzte Wegstrecke per Bus zurückgelegt hatten.
Auf der Stadion-Baustelle in Elversberg mussten Kane & Co. dann auf den gewohnten Luxus verzichten und sich in Containern umziehen. Ein Kultur-Schock, den Kompany aber locker nahm: "Das ist auch etwas, das die Fußball-Bundesliga besonders macht."
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