Warum Eintracht-Trainer Riera schon jetzt unter Beobachtung steht

Eintracht Frankfurts neuer Trainer:Warum Albert Riera schon jetzt unter Beobachtung steht

von Frank Hellmann

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Bislang stimmt unter Albert Riera die Punkteausbeute. Der neue Trainer von Eintracht Frankfurt hat sich aber angreifbar gemacht. Vor allem die Spielweise irritiert.

Links: Mario Götze, rechts: Trainer Albert Riera bei der Auswechslung während des Bundesligaspiels zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach.

Lässt Mario Götze (links) nicht recht zum Zug kommen: Trainer Albert Riera.

Quelle: Imago

Die erhobenen Augenbrauen gehören bei Albert Riera bei Presseterminen genauso dazu wie die ausladenden Handbewegungen. Der Spanier, seit Februar in Diensten von Eintracht Frankfurt, kommuniziert in Englisch, unterfüttert seine Erklärungen und Erläuterungen auch mit Gestik und Mimik.

Viele wünschen sich diese Emotionen auch bei seiner Mannschaft, die im Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Sonntag, 17.30 Uhr / Zusammenfassung bei sportstudio.de am Montag ab 0.00 Uhr) in der Bringschuld steht.

Trainer Albert Riera am 06.02.2026 beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin in Berlin.

Trainer Albert Riera soll bei der schwächelnden Frankfurter Eintracht die Wende schaffen. Mit der Wahl des Spaniers gehen die Hessen aber auch ein Risiko ein.

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An Rieras Punktausbeute nichts zu deuteln

Viele Blicke mögen sich aufs Debüt des Kölner Trainers René Wagner richten, doch befindet sich sein Frankfurter Kollege schon früh unter Beobachtung. Ungeachtet der ordentlichen Ausbeute mit elf Zählern in den ersten sieben Partien haben sich einige Irritationen angesammelt, obgleich Rieras Arbeit auf dem Trainingsplatz als intensiv beschrieben wird.

Da war zum einen die Tatsache, dass der 43-Jährige nach dem blutleeren Auftritt in der Bundesliga beim FSV Mainz 05 (1:2) acht Tage freigegeben hat. Riera selbst war am Samstag vor einer Woche bei einem Legendenspiel des FC Liverpool an der Anfield Road aktiv, wo er von 2008 bis 2010 unter Vertrag stand.

Paul Nebel (1. FSV Mainz 05) und Paul Nebel (1. FSV Mainz 05) jubeln.

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Klar, seine Profis bekamen Hausaufgaben mit, doch selbst in der Frankfurter Führungsetage waren viele über die lange Auszeit zur Länderspielpause überrascht. Zumal Riera gestand: "Mainz hat das Spiel nicht gewonnen, sondern wir verloren."

Wohin mit Weltmeister Mario Götze?

Zum anderen verstörte die Personalauswahl. So fand sich Mario Götze, mit dem die Eintracht nun gerade den Vertrag bis 2028 verlängerte, zuletzt gar nicht im Kader wieder. Ob er jetzt wieder eine Verwendung für den 33-Jährigen hat, wollte der Coach nicht bestätigen.

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Lieber erwähnte er Urgestein Timothy Chandler, der mit 36 Jahren auch "fantastisch" trainiere. Zugleich empfahl er den Journalisten, doch am besten gleich nach allen Spielern zu fragen.

Ratschläge an die Journalisten

Auch solche Belehrungen sorgen für Stirnrunzeln. Immerhin deutete Riera eine Systemumstellung mit zwei Stürmern an. Diese Option gebe es: Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo könnten eine solche Doppelspitze bilden, um mehr Durchschlagskraft zu erzeugen.

Zuletzt in Mainz, aber auch gegen den 1. FC Heidenheim (1:0) und beim FC St. Pauli (0:0) mangelte es an Tempo und Tiefgang. Stattdessen gab es Quer- und Rückpässe in Endlosschleife.

Dabei wollte Riera doch eigentlich "etwas Wunderschönes kreieren". Der zahlende Zuschauer müsste "eine Show" zu sehen bekommen, hatte er bei seiner Vorstellung angekündigt.

Vieles klingt nach Allgemeinplätzen

Natürlich, es sei seine Verantwortung, dass der Matchplan umgesetzt werde, rechtfertigte sich Riera. Dazu fiel am Karfreitag jener Allgemeinplatz, den der von NK Celje in Slowenien geholte Einpeitscher gerne nutzt: "Jeder auf dem Platz weiß, was er zu tun hat und was er besser machen muss."

Noch aber ist der Stil erst in Spurenelementen erkennbar. Dabei ist die treue Fangemeinde der Eintracht gar nicht so anspruchsvoll, wie Vorstandschef Axel Hellmann betont:

Es ist nicht so schwer, dieses Stadion zu entflammen. Auch die Mannschaft kann mal ein Zeichen setzen, nicht immer nur die Ränge.

Eintracht-Chef Axel Hellmann

Manager Markus Krösche schützt seinen Wunschtrainer

Sportvorstand Markus Krösche hat seinen Wunschkandidaten vorerst gegen die aufkommende Kritik geschützt. "Albert sagt, was er denkt. Das polarisiert. Er ist überzeugt von dem, was er tut und wie er Fußball spielen lassen will", sagte Krösche in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Man werde den Coach nicht am Erreichen der internationalen Startplätze messen.

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Mag ja sein, aber Platz sieben und damit wohl selbst die Conference League zu verpassen, käme den Klub teuer zu stehen. "Wir haben jetzt noch sieben Endspiele", hat Albert Riera noch gesagt.

Über dieses Thema berichtet sportstudio.de in den Zusammenfassungen am 06.04.2026 ab 0:00 Uhr.
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