Umstrittene Organisation: Gaza-Stiftung verteilt erste Hilfsgüter

Umstrittene Organisation:Neue Gaza-Stiftung verteilt wohl erste Hilfsgüter

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Die Menschen im Gazastreifen warten verzweifelt auf Hilfe. Eine umstrittene US-Stiftung hat offenbar mit der Verteilung von Hilfsgütern begonnen. Vieles bleibt dabei jedoch unklar.

Palästinenser versammeln sich an einer Lebensmittelausgabestelle im Flüchtlingslager Nuseirat.

Die humanitäre Krise im Gazastreifen hat sich zuletzt weiter zugespitzt.

Quelle: AFP

Eine von Israel und den USA unterstützte Organisation hat Medienberichten zufolge mit der Verteilung von Hilfslieferungen im Gazastreifen begonnen. Die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) habe Lkw-Ladungen voller Lebensmittel an ihre Drehkreuze geliefert und die Verteilung an die Palästinenser begonnen, wie mehrere israelische und internationale Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der Organisation berichten.

Um welche Mengen es sich genau handelte, wo sich die Verteilungszentren befanden oder wie die Empfänger der Hilfsgüter ausgewählt wurden, blieb zunächst unklar. Bis zum Ende der Woche sollen die Hilfsmittel laut der Mitteilung eine Million Palästinenser erreichen - etwa die Hälfte der Bevölkerung des Gazastreifens.

Gaza: "Die Lage ist desaströs"

"Die Lieferungen, die Israel nach Gaza hineinlässt, reichen bei weitem nicht aus" und Israels Armee rückt weiter vor, berichtet ZDF-Korrespondent Thomas Reichart aus Tel Aviv.

26.05.2025 | 2:13 min

UN kritisieren neues Verteilsystem

Mit der neuen Verteilstrategie will die israelische Regierung nach eigenen Angaben verhindern, dass die islamistische Hamas Lieferungen abgreift und Geld damit macht.

Die Vereinten Nationen und andere Organisationen kritisieren den Plan, weil er für viele Menschen weite Wege bedeutet - und sie dabei im Kriegsgebiet beschossen werden könnten. Für Alte und Kranke könnte der Weg unmöglich sein.

GHF: Hamas will Arbeit der Stiftung blockieren

Die GHF selbst erklärte, dass die Hamas alles daran setze, die Arbeit der Stiftung zu blockieren.

Es sei "klar, dass sich die Hamas durch dieses neue Betriebsmodell bedroht" fühle, erklärte die GHF weiter. Die Islamisten würden "alles in ihrer Macht stehende tun, um es scheitern zu lassen". Die Stiftung versicherte, dass "alle Maßnahmen" ergriffen würden, um sichere Einsätze zu gewährleisten.

GHF-Direktor trat zurück

Die GHF war im Zuge des zunehmenden internationalen Drucks auf Israel wegen seiner Blockade von Hilfslieferungen in den Gazastreifen gegründet worden. Das US-Außenministerium hatte die Gründung der privaten Stiftung Anfang Mai verkündet.

Am Sonntag hatte die Hilfsorganisation einen Rückschlag erlitten, nachdem sich ihr geschäftsführender Direktor Jake Wood von seinem Posten zurückgezogen hatte. Wood hatte seine Entscheidung damit begründet, dass die Stiftung ihren Auftrag nicht gemäß den "humanitären Prinzipien" erfüllen könne.

Am Montag benannte die Stiftung einen Nachfolger für den Posten.

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