Champions League: Warum die Bayern Zweiter werden wollen

Champions League:Warum der FC Bayern Zweiter werden will

von Maik Rosner

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Für den FC Bayern geht es bei der PSV Eindhoven um eine gute Ausgangslage für die K.o.-Runden. Ein Erfolg wäre zudem wichtig fürs Befinden nach der Pleite gegen Augsburg.

Joshua Kimmich

Joshua Kimmich

Quelle: dpa/Tom Weller

Überrascht schaute Joshua Kimmich. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München hatte noch nichts gehört von der neuen Regelung in dieser Saison, wonach der Erste und Zweite der Ligaphase in der Champions League im Achtelfinale sowie in einem möglichen Viertel- und Halbfinale im Rückspiel jeweils Heimrecht genießen.

"Das wusste ich tatsächlich gar nicht", räumte Kimmich ein. Rasch fügte er hinzu: "Jetzt will ich Zweiter werden." Er grinste.

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Bayern bereits fürs Achtelfinale qualifiziert

Dass der ehrgeizige Kimmich nicht im Bilde ist, mutet schon erstaunlich an. Noch komischer klingt, dass er sich Platz zwei zum Ziel setzt, obwohl im Selbstverständnis des FC Bayern alles unter der Spitzenposition einer Enttäuschung gleichkommt.

Doch realistisch betrachtet können die Münchner in der ewig langen Tabelle, die mit ihren 36 Mannschaften gefühlt auf kein Fax für ihren Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß passt, nur noch den zweitbesten Platz anstreben. Fürs Achtelfinale direkt qualifiziert sind sie schon.

Eberl will "fast perfekte Champions-League-Saison"

Bevor an diesem Mittwoch 18 Spiele parallel stattfinden, verfügt der Tabellenführer FC Arsenal über drei Punkte sowie fünf Tore Vorsprung auf die Bayern und dürfte sein Heimspiel gegen Qairat Almaty aus Kasachstan eher nicht verlieren. Zugleich haben die Münchner auf Platz zwei vor ihrem letzten Spiel der Ligaphase bei der PSV Eindhoven drei Punkte Vorsprung auf den Dritten Real Madrid.

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Ein Punkt durch ein Remis in Eindhoven bei der Mannschaft des früheren Dortmunder und Leverkusener Trainers Peter Bosz würde ihnen also schon genügen, um den zweiten Platz abzusichern. Doch ein Unentschieden beim niederländischen Meister entspricht nicht dem Anspruch der Bayern. "Wir fahren dahin, um zu gewinnen, um eine fast perfekte Champions-League-Saison zu spielen", gibt Sportvorstand Max Eberl in Auftrag.

Bayern vor weiteren Millionen-Einnahmen

Bisher stehen nach den sieben Spielen der Bayern in der Ligaphase sechs Siege und eine Niederlage in der Bilanz. Verloren hatten sie nur beim FC Arsenal (1:3). Ein siebter Sieg im achten Spiel brächte den Münchnern nach ihren bereits eingesammelten Uefa-Prämien von mehr als 50 Millionen Euro weitere 2,1 Millionen Euro ein.

Für die Abschlussplatzierung als Zweiter käme die hübsche Prämie in Höhe von 9,625 Millionen Euro hinzu. Zudem würde Platz zwei ihnen garantieren, erst im Finale am 30. Mai in der Budapester Puskas Arena wieder auf Arsenal treffen zu können.

Eberl: Platz zwei "ein ehrenwertes Ziel"

Doch vor allem geht es für die Bayern um den Vorteil, in den jeweils entscheidenden Rückspielen der drei möglichen K.o.-Runden zuvor zu Hause anzutreten, ohne Reisestress und mit den eigenen Fans im Rücken.

Alles in allem sei Platz zwei "ein ehrenwertes Ziel", findet Eberl. Erreicht werden soll das natürlich mit einem Auswärtserfolg.

Tah mit Wut nach Niederlage gegen Augsburg

Ein siebter Sieg im achten Spiel wäre auch das gewünschte Signal nach der überraschenden 1:2-Niederlage trotz einer 1:0-Pausenführung gegen den FC Augsburg in der Bundesliga am vergangenen Samstag.

"Das Wichtigste ist, wie wir damit umgehen, wie wir reagieren", hatte Innenverteidiger Jonathan Tah danach befunden und angekündigt:

Die Wut, die dadurch in uns steckt, lassen wir im nächsten Spiel raus.

Jonathan Tah

Wanner soll sich für Österreich entschieden haben

Eindhoven soll das im stimmungsvollen Philips-Stadion zu spüren bekommen und damit auch Paul Wanner. Der Mittelfeldspieler war im vergangenen Sommer für eine kolportierte Ablöse in Höhe von 15 Millionen Euro vom FC Bayern zur PSV gewechselt.

Laut "tz" soll sich der 20-Jährige inzwischen entschieden haben, künftig für Österreich auflaufen zu wollen. Die Nationalelf aus der Heimat seiner Mutter wird vom Deutschen Ralf Rangnick trainiert und trifft bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer auf Argentinien, Algerien und Jordanien. Das weiß vermutlich auch Deutschlands Nationalmannschaftskapitän Kimmich.

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Quelle: Reuters

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Sportstudio.de berichtet zu diesem Thema in seinen Highlightclips zur Champions League am 28.01.2026 um 23:15 Uhr.
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