Ultimatum unter Voraussetzung verschoben:Trump: Setzen Angriffe auf Irans Energie aus
Trump pausiert geplante Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur für fünf Tage. Die Bedingung: Erfolg bei laufenden Friedensgesprächen.
US-Präsident Donald Trump verlängert seine Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch den Iran. Die USA würden fünf Tage lang auf Angriffe auf iranische Kraftwerke verzichten.
23.03.2026 | 1:21 minUS-Präsident Donald Trump hat angeordnet, in den nächsten fünf Tagen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu fliegen. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Der US-Präsident hatte Iran zuvor mit der Zerstörung seiner Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die für die Weltwirtschaft bedeutende Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Diese Frist wäre in der deutschen Nacht zum Dienstag ausgelaufen. Der Iran drohte daraufhin mit der vollständigen Schließung der Meerenge für den Fall von US-Angriffen.
Jetzt schrieb Trump von "detaillierten und konstruktiven Gespräche", die in dieser Woche fortgesetzt werden sollen. Die Aussetzung der Angriffe sei vorbehaltlich des Erfolgs der weiteren Treffen und Verhandlungen.
US-Präsident Donald Trump verlängert seine Frist für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus durch den Iran. „Es ist erstmal ein kleines Fünkchen Hoffnung“, so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.
23.03.2026 | 2:37 minDer Konflikt um die Straße von Hormus
Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormus per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an - mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl.
Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Passage transportiert. Der größte Teil davon geht in Richtung China, Indien und in andere asiatische Länder. Auch etwa 20 Prozent des weltweiten Flüssiggashandels läuft durch die Meerenge.
Die Menschen in Deutschland spüren die Auswirkungen der faktischen Blockade unter anderem beim Tanken, weil die Preise für Benzin und Diesel stark gestiegen sind. Experten vermuten, dass auch Lebensmittel teurer werden könnten.