Sicherung von Meeresenge:Kehrtwende: Trump pausiert US-Einsatz in Straße von Hormus
US-Präsident Trump setzt die Militäraktion zur Sicherung der Straße von Hormus nach nur einem Tag aus - und spricht von einem möglichen Abkommen mit Iran.
Zwischen den USA und Iran bleibt die Lage angespannt, militärisch wie rhetorisch. Verteidigungsminister Hegseth spricht von einer rot-weiß-blauen Kuppel über der Straße von Hormus.
06.05.2026 | 1:29 minUS-Präsident Donald Trump will den Militäreinsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" aussetzen.
Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen zwischen Washington und Teheran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Es habe dafür "große Fortschritte" gegeben, schrieb er.
Die US-Blockade gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, bleibe in vollem Umfang in Kraft, schrieb Trump. Die Aussetzung von "Projekt Freiheit" erfolge auf Bitten Pakistans und anderer Länder sowie den "enormen militärischen Erfolgen" der USA. Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran.
Rasche Kehrtwende der US-Regierung
Damit scheint für das "Projekt Freiheit" nach nur rund einem Tag erst einmal wieder Schluss zu sein: Am Montag hatten die USA die Initiative gestartet, die den festsitzenden Schiffen helfen soll, die Straße von Hormus zu passieren.
Mit dem Beginn des US‑Militäreinsatzes in der Straße von Hormus wächst die Sorge vor einer Eskalation. Angriffe auf Schiffe und Ziele verschärfen die Lage in der Golfregion.
05.05.2026 | 1:55 minIran reagierte darauf nach US-Angaben mit mehreren Angriffen - unter anderem auf US-Streitkräfte, die versuchten, die Handelsschifffahrt in der Meerenge wieder in Gang zu bringen.
Trumps Ankündigung überrascht: Noch am Dienstag hatten sowohl US-Verteidigungsminister Pete Hegseth als auch Außenminister Marco Rubio vor Journalisten für die neue US-Initiative geworben. Rubio sagte etwa, dass man sich "jetzt" dem neuen Projekt widmen werde, nachdem die US-Offensive "Gewaltiger Zorn" beendet worden sei.
Hegseth: Waffenruhe "ist nicht beendet"
Vor Trumps Verkündung hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth betont, dass die Waffenruhe zwischen den USA und Iran nach wie vor gelte. "Die Waffenruhe ist nicht beendet", antwortete der Pentagonchef auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz.
Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormus bereits passiert und damit demonstriert, dass sie sicher sei, betonte Hegseth. Aktuell würden Hunderte weitere Schiffe verschiedener Nationen darauf warten, die Meerenge durchfahren zu können, sagte Pete Hegseth außerdem.
Die Welt sei deutlich mehr auf eine freie Schifffahrt in der für den Ölhandel zentralen Meerenge angewiesen als die USA, hob er hervor. Die Vereinigten Staaten würden die Situation nun stabilisieren, die Verantwortung dann aber an andere abgeben. Konkreter wurde er dabei nicht.
Die USA drängen im UN‑Sicherheitsrat auf eine Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus und verlangen vom Iran ein Ende der Angriffe. ZDF-Korrespondent David Sauer ordnet ein.
05.05.2026 | 1:14 minRubio: US-Militäroperation gegen Iran abgeschlossen
Den US-Militäreinsatz gegen Iran erklärte US-Außenminister Marco Rubio bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus als beendet.
Die Operation "Gewaltiger Zorn" ist abgeschlossen. Wir haben die Ziele dieser Operation erreicht.
Marco Rubio, US-Außenminister
Vergangenen Freitag hatte Trump in einem Brief an den US-Kongress die Kampfhandlungen gegen den Iran für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte mehr zwischen den beiden Ländern gegeben, heißt es darin.
Bundeskanzler Merz hat Teheran nach Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Auch Irans Blockade der Straße von Hormus müsse enden.
05.05.2026 | 0:33 minSpannungen verschärften sich zuletzt
Seit rund einem Monat gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, die Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert hat. Am Montag spitzte sich der Streit über die weitgehend blockierte Straße von Hormus zu, was die Waffenruhe gefährdete.
Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (Centcom) waren im Zuge der Initiative am Montag Zerstörer durch die Meerenge in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten außerdem das Seegebiet verlassen können, hieß es.
Im Rahmen der Aktion will das US-Militär mindestens sechs Schnellboote der Islamischen Republik zerstört haben. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung von US-Kriegsschiffen ab.
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