Neue Spannungen in Straße von Hormus:IWF warnt vor wirtschaftlichen Schäden durch Iran-Konflikt
Der Internationale Währungsfonds warnt vor weltweit schweren wirtschaftlichen Schäden, sollte der Konflikt in Nahost anhalten. Nach Entspannung sieht es derzeit nicht aus.
Mit dem Beginn des US‑Militäreinsatzes in der Straße von Hormus wächst die Sorge vor einer Eskalation. Angriffe auf Schiffe und Ziele verschärfen die Lage in der Golfregion.
05.05.2026 | 1:55 minDer Iran-Krieg und die anhaltenden Spannungen um die Straße von Hormus trüben weiter die wirtschaftlichen Erwartungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem Wiederaufflammen der Inflation und schweren Schäden für die Weltwirtschaft durch den Krieg im Nahen Osten. Sollte der Konflikt bis ins Jahr 2027 andauern und der Ölpreis auf etwa 125 Dollar pro Barrel steigen, drohten weitaus schlimmere Folgen, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa auf einer Konferenz des Milken Institute. Die Sorte Brent lag am Montagabend bei knapp 114 Dollar.
Das IWF-Szenario sah bislang noch eine leichte Abschwächung des weltweiten Wachstums und einen geringen Preisauftrieb vor. Wegen des anhaltenden Konflikts sei das aber nicht länger haltbar, erklärte Georgiewa. Stattdessen sei bereits das sogenannte Negativszenario eingetreten. Zwar bestünden die langfristigen Inflationserwartungen weiterhin, und die Finanzierungsbedingungen verschärften sich derzeit nicht. Dies könne sich jedoch ändern, sollte der Krieg andauern.
Die USA drängen im UN‑Sicherheitsrat auf eine Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus und verlangen vom Iran ein Ende der Angriffe. ZDF-Korrespondent David Sauer ordnet ein.
05.05.2026 | 1:14 minDIHK: Exportaussichten gedämpft
"Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen. Die Weltwirtschaft steckt im Krisenmodus, das bekommen die Unternehmen unmittelbar zu spüren", sagt auch Volker Treier, Außenwirtschaftschef bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Er rechne für dieses Jahr allenfalls mit einer Stagnation der deutschen Exporte.
Eine DIHK-Befragung unter 4.500 deutschen Firmen, die international tätig sind, ergab: Nur 21 Prozent der Unternehmen erwarten binnen zwölf Monaten eine bessere Konjunkturentwicklung an ihren internationalen Standorten. In einer Vorumfrage im Herbst waren es noch 26 Prozent. Zugleich gingen 32 Prozent von einer Verschlechterung aus, nach 24 Prozent im Herbst.
Iran hat nach eigenen Angaben ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus mit zwei Raketen angegriffen. Was bedeutet das für die vereinbarte Waffenruhe? ZDFheute live ordnet die Lage ein.
04.05.2026 | 20:49 minWachsende Spannungen in Straße von Hormus
Nach einer Entspannung der Lage sieht es derzeit nicht aus. Der Streit über die Straße von Hormus gefährdet die Waffenruhe zwischen den USA und Iran. Das US-Militär begann nach eigenen Angaben damit, Handelsschiffe durch die von Iran blockierte Meerenge zu eskortieren. Zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge mit Unterstützung von Zerstörern der Marine passiert.
Als Reaktion auf die US-Operation griff Iran Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Außenminister Abbas Araghtschi warnte die USA vor einer Fortsetzung der Initiative, US-Präsident Donald Trump drohte der Islamischen Republik erneut mit Vernichtung.
Mit Blick auf die neuen Spannungen gaben die Aktienmärkte in Asien leicht nach. Nach unten ging es auch an der Wall Street.
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