Update am Abend:Streit um "Rente mit 63" - und Fake News zu Ceuta?
von Torben Heine
Guten Abend,
überraschend einig waren sich die Koalitionsspitzen: Am Rentenpaket, wie es die zuständige Kommission vorgeschlagen hat, sollte nicht gerüttelt werden. Nun könnte es doch anders kommen, es geht um die sogenannte Rente mit 63. Außerdem hat sich Marokko heute erstmals seit dem unerwarteten Andrang Zehntausender Menschen im spanischen Ceuta offiziell zu möglichen Gründen geäußert. Und: Der Kampf gegen die Waldbrände geht weiter, auch in den Vereinigten Staaten.
Diskussion um "Rente mit 63"
- Das ist passiert: Schnürt die schwarz-rote Koalition das Rentenpaket doch noch einmal auf? Nachdem die SPD-Chefin Bärbel Bas das im ZDF-Sommerinterview am Wochenende nicht ausgeschlossen hat, kommt Schwung in die Debatte um die "Rente mit 63". Jetzt stellt sich auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gegen das geplante Aus der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
- Das ist der Hintergrund: Die Rentenkommission hatte vorgeschlagen, die "Rente mit 63" zu streichen. Der Osten wäre davon angesichts der dort typischen Erwerbsbiografie "sehr stark" betroffen, meint nun Schwesig. Zuletzt hatten auch die ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten gefordert, lieber an der bisherigen Regelung festzuhalten. Lesen Sie dazu hier, was Osten und Westen bei der Rente unterscheidet.
- Das sagt der Ökonom Marcel Fratzscher: Er warnt davor, die geplante Abschaffung wieder zurückzunehmen. "Wenn man die abschlagsfreie Rente in Deutschland nicht abschafft, dann ist das Rentenpaket tot." Das Paket sei dann "nicht mehr finanzierbar". Die Regierung würde zudem Zeit und Vertrauen verlieren, weil ein neues Rentenpaket erarbeitet werden müsste.
heute Xpress, 03.08.2026, ab 15 Uhr
03.08.2026 | 1:22 minMarokko spricht erstmals über Lage in Ceuta
- Das ist passiert: Erstmals seit dem massenhaften Andrang von Migranten in der spanischen Stadt Ceuta hat sich die marokkanische Regierung zu der Situation geäußert. Sie streitet offiziell ab, dass der Andrang organisiert gewesen sei und macht stattdessen Falschinformation im Netz, Aktivitäten von Schleusern und eine Falschinterpretation eines spanischen Gerichtsurteils für die Lage verantwortlich.
- Das ist der Hintergrund: In der vergangenen Woche waren innerhalb kürzester Zeit Zehntausende Menschen von Marokko aus in Ceuta angekommen. Die Stadt ist eine spanische Exklave an der nordafrikanischen Küste und gehört zur EU. Die örtlichen Behörden waren mit dem Andrang überfordert, mindestens 72 Menschen starben. In den europäischen Hauptstädten hat das Geschehen eine erneute Debatte über irreguläre Einreisen entfacht. Morgen kommen die EU-Innenminister deshalb zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.
- Das sagt ZDF-Reporterin Susanne Freitag-Carteron: Bei der EU-Sitzung morgen werde "auf jeden Fall in irgendeiner Form ein Zeichen gesetzt werden müssen". Der Andrang in der vergangenen Woche habe einerseits gezeigt, dass "die Außengrenzen nicht so geschützt sind, wie sie es sein sollten" und andererseits zu öffentlichem Streit zwischen Spanien und anderen EU-Staaten geführt. Denkbar seien jetzt eine Stärkung der EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie neue Maßnahmen gegen Schleuserbanden und gegen Falschinformationen. Es gehe darum, dass Europa "wieder glaubwürdig" werde und mit einer Stimme spreche, berichtet Freitag-Carteron aus Brüssel.
- Grünen-Europaabgeordneter Marquardt: "Armutszeugnis" der EU-Länderchefs
- Außenminister Wadephul: "Ceuta war ein Stresstest"
- EVP-Chef Weber: Kein Verständnis für Spaniens Handeln
ZDF-Morgenmagazin, 03.08.2026, ab 05:30 Uhr
03.08.2026 | 4:33 minDie Waldbrandlage in Europa und den USA
- Das ist passiert: Weiterhin brennt es vielerorts, nicht nur auf dem europäischen Kontinent. In Griechenland kämpfen Einsatzkräfte nahe der Hauptstadt Athen den vierten Tag in Folge gegen größere Busch- und Waldbrände. In Spanien und Frankreich sind die Feuer derzeit weitgehend unter Kontrolle. Nun lodern jedoch auch im Nordwesten der USA mehrere Brände. Hier bekommen Sie einen Überblick über die Lage in den betroffenen Ländern.
- Das ist der Hintergrund: Manche Regionen brennen schon seit Wochen, in anderen wurde die Lage erst in den vergangenen Tagen schlimmer. In Spanien unterstützten deutsche Feuerwehrleute zuletzt die örtlichen Behörden - mittlerweile sind sie aber wieder abgereist. In unserem Liveblog zu den Waldbränden informieren wir Sie laufend über alle Entwicklungen.
heute Xpress, 03.08.2026, ab 15 Uhr
03.08.2026 | 1:24 minGrafik des Tages
Quelle: ZDF
Der Ökonom Christoph Schröder vom Institut der Deutschen Wirtschaft hat die Preisentwicklung beim Speiseeis analysiert und die Preise für Kiosk-Eis mit der Lohnentwicklung in Relation gesetzt. Warum Eis so teuer ist, erfahren Sie hier.
Ratgeber: So reagieren Sie richtig auf unerlaubte Werbeanrufe
Werbeanrufe sind lästig - und ohne explizit erteilte Einwilligung sogar verboten. Wie Sie richtig reagieren, wenn Sie einen unerwünschten Anruf erhalten, erklärt eine Expertin.
16.07.2026, ab 09:05 Uhr
16.07.2026 | 0:40 minDer sportliche Tag
Fußball: Wird es tatsächlich eng für FIFA-Chef Gianni Infantino? Nach dem Scheitern des Investorendeals droht die UEFA Infantino mit rechtlichen Schritten. Sämtliches Material im Zusammenhang mit dem Deal dürfe nicht vernichtet werden. Wie es im Weltfußball weitergehen könnte, erfahren Sie hier.
Schwimmen: Synchronschwimmerin Klara Bleyer hat bei der EM Silber gewonnen. Die 22-Jährige verpasste zwar die Titelverteidigung, sicherte sich aber mit persönlicher Bestleistung die Medaille.
ZDF sportstudio, 03.08.2026, 12:20 Uhr
03.08.2026 | 0:48 minSchlagzeilen
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Das sollten Sie sich mal anschauen
Die rumänische Marine sprengt Felsen in der Donau bei Izvoarele. Grund ist der extrem niedrige Wasserstand, der die Kühlung des Kernkraftwerks Cernavoda gefährdet. Wie Niedrigwasser der Wirtschaft zusetzt, erfahren Sie hier.
ZDFheute Xpress, 03.08.2026, 14:30 Uhr
03.08.2026 | 0:53 minEin Lichtblick
Ein neues Schleifverfahren macht holpriges Kopfsteinpflaster fahrradfreundlich. Die Methode spart Kosten, erhält das Straßenbild und sorgt dafür, dass Regenwasser weiter versickern kann:
ZDF-Morgenmagazin, 03.08.2026, ab 05:30 Uhr
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"This is not a murder mystery": Eine Gruppe von Surrealisten inmitten einer mysteriösen Mordserie. Auf dem Landsitz West Dean treibt ein Mörder unter den Künstlern sein Unwesen. Sein Markenzeichen: Jeder Tatort wird zum Kunstwerk. (Krimi-Serie, 6 Folgen à 50 Min.)
Sehen Sie hier Folge 1: "Die Liebenden"
31.07.2026 | 55:39 min"Gefährliche Mächte?": Laut Umfragen glauben aktuell rund 30 Prozent der Deutschen an Verschwörungen geheimer Mächte. Dies wurde während der Corona-Pandemie besonders deutlich, als auch Tausende sogenannte Zweifler auf die Straße gingen. Sind die Sorgen übertrieben? Ein Blick in die Geschichte hilft, die aktuellen Entwicklungen besser einzuschätzen. (Terra-X-History-Doku, 44 Min.)
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Rezept des Tages: Aubergine mit Hackfleisch und Schafskäse
Halima Pflipsen röstet Auberginen und füllt sie mit einer Hackfleischmasse. Das warme Aroma der orientalischen Küche liefert Za'atar, eine Gewürzmischung mit Kräutern, Sesam und Sumach. Das Rezept finden Sie hier zum Download.
Volle Kanne, 03.08.2026, ab 09:05 Uhr
03.08.2026 | 8:18 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
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