Cyberangriff auf Regierung in Liechtenstein

31.000 Datensätze betroffen:Cyberangriff auf Regierung in Liechtenstein

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Die Regierung des kleinen Fürstentums meldet einen Angriff auf das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen". Hacker haben offenbar zehntausende Dateien gestohlen.

LIECHTENSTEIN MEDIENKONFERENZ DATENDIEBSTAHL

Regierungsrat Emanuel Schaedler und Regierungschefin Brigitte Haas leiten einen Kristenstab zur Untersuchung des Vorfalls.

Quelle: dpa

Das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen der Schweiz und Österreich ist Opfer eines umfangreichen Cyberangriffs geworden. Die Daten von 31.000 Menschen seien abgegriffen worden, teilte die Regierung mit. Sie habe einen Krisenstab unter der Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler einberufen.

Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hieß es. Angegriffen wurde das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen". In solchen Dateien sind Namen und andere Details von Personen hinterlegt, die hinter Firmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Die Regierung führt dieses Verzeichnis nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern.

Reiches, kleines Land

Das Fürstentum mit rund 41.000 Einwohnern gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so groß wie Wuppertal, und damit eines der kleinsten Länder der Welt.

Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankendienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben.

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 03.08.2026 ab 05:30 Uhr.

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