Griechenland, Frankreich, Spanien, USA:Kampf gegen Waldbrände: So ist die Lage in den Gebieten
Waldbrände nahe Athen halten Griechenland in Atem. Erleichterung in Spanien und Frankreich: Dort sind die Brände unter Kontrolle. Ein Überblick über die Lage in den Gebieten.
In Griechenland und den USA wüten Waldbrände. In Spanien und Frankreich hat sich die Situation etwas entspannt.
03.08.2026 | 0:25 minDen vierten Tag in Folge kämpft die griechische Feuerwehr gegen mehrere große Busch- und Waldbrände westlich der griechischen Hauptstadt Athen. In Frankreich und Spanien hingegen ist die Lage momentan weitgehend unter Kontrolle. Anders in den USA: Im Nordwesten des Landes wüten drei gewaltige Brände rund um die Stadt Spokane.
So ist die Lage bei den Waldbränden in den Gebieten:
Griechenland
Die Wald- und Buschbrände in Griechenland westlich von Athen toben weiter. Die Feuerwehr konzentriert sich auf zwei Fronten, die eine liegt im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara mit gut 36.000 Einwohnern, wo der Wind immer wieder Glutnester zu Bränden anheizt. Es weht zwar nicht mehr so ein heftiger Wind wie am Wochenende, doch die Waldbrandgefahr bleibt laut Zivilschutz sehr hoch.
Trotz guter Präventionsmaßnahmen sind Waldbrände in Griechenland ausgebrochen. Was war der Auslöser?
03.08.2026 | 1:42 minUnterdessen laufen die Untersuchungen zur Kollision zweier Löschhubschrauber, bei der am Sonntag ein Pilot und ein Copilot ums Leben gekommen waren. Mit diesem Unfall stieg die Zahl der Toten bei diesem Ausbruch auf fünf - bereits vergangene Woche waren drei Feuerwehrleute gestorben.
In Regionen, wo Brände gelöscht sind, wird damit begonnen, die Schäden zu erheben und die verbrannten Häuser zu begutachten, damit die betroffenen Menschen finanzielle Unterstützung erhalten. Medienberichten zufolge geht die Zahl der zerstörten Häuser in die Hunderte. Insgesamt sollen in der Region rund 10.000 Hektar Fläche verbrannt sein.
Die anhaltende Trockenheit in Europa rückt den Brandschutz in Deutschland in den Fokus. Es gebe "nach wie vor einen Nachholbedarf“, so Ulrich Cimolino, Leiter des Arbeitskreises Waldbrand des Deutschen Feuerwehrverbandes.
03.08.2026 | 5:23 minFrankreich
In Frankreich herrscht zwar in vielen Regionen weiterhin eine hohe Waldbrandgefahr, die meisten der zuletzt tobenden Brände sind inzwischen aber unter Kontrolle. Die Lage gilt als stabil. Die Feuerwehr ist dennoch mit umfangreichen Kräften weiter damit beschäftigt, letzte Brandherde abzulöschen und ein Wiederaufflammen der Feuer zu verhindern.
An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo der in dieser Saison bislang schlimmste Brand gewütet hatte, kehren die Bewohner weiterer evakuierter Orte nach Hause zurück. Einige Menschen aus dem Ort Le Porge müssen aber noch in ihren Ausweichquartieren ausharren: In diesem Ort war während des Brandes im Boden vergrabene Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert.
Zu den Leidtragenden der Brandkatastrophe gehören neben Menschen auch Wild- und Haustiere. Engagierte Helfer versuchen, sie zu retten.
30.07.2026 | 1:36 minSpanien
Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich die Lage in Spanien weiter entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals "Incendios Forestales" waren am Montag landesweit noch 33 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv - zehn weniger als am Vortag. Die meisten davon wurden aus den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha gemeldet.
Die Großbrände rund um die Hauptstadt Madrid, welche die Feuerwehr des beliebten Urlaubslandes Ende Juli tagelang in Atem gehalten hatten, lodern zum Teil noch weiter, sind aber unter Kontrolle. Eine weitere gute Nachricht: Dank des Endes der vierten Hitzewelle dieses Sommers ist die Waldbrandgefahr in Spanien landesweit zurückgegangen.
Um bei der Bekämpfung der Waldbrände in Spanien zu helfen, sind 56 Einsatzkräfte aus Deutschland angereist. Nun ist der Einsatz früher als erwartet beendet, die Lage hat sich etwas entspannt.
03.08.2026 | 1:57 minUSA, Bundesstaat Washington
Im Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA haben drei Brände Behördenangaben zufolge mehr als 600 Häuser und andere Gebäude zerstört. Die Feuer seien die "schlimmste Naturkatastrophe, die unsere Region je erlebt hat", sagte die Bürgermeisterin der Stadt Spokane, Lisa Brown.
Verletzte oder Tote seien bislang nicht gemeldet worden, hieß es. Angesichts des Ausmaßes der Brände könne sich das jedoch ändern, sagte Washingtons Gouverneur Bob Ferguson.
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