In eigener Sache
An dieser Stelle beenden wir unseren Liveblog. Wir danken für Ihr Interesse. Alle Neuigkeiten und Hintergründe zu den weiteren Entwicklungen finden Sie in unserem Überblick zu den Waldbränden auf ZDFheute.
Während sich die Lage in Spanien etwas entspannt, entstehen in mehreren Ländern Europas immer wieder neue Feuer. Alle Entwicklungen im Liveblog.
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Die griechische Feuerwehr nutzt im Kampf gegen Waldbrände westlich von Athen eine kurze Windflaute. Flugzeuge und Hubschrauber warfen den ganzen Dienstagvormittag über Wasser auf Brandherde in Gebieten, in denen das Feuer bereits eingedämmt war. Spezialeinheiten löschten zu Fuß Glutnester. Planierraupen der Armee rissen Brandschneisen.
Die Einsatzkräfte arbeiteten gegen die Zeit: Am Nachmittag frischt der Wind in der Regel auf – ein Phänomen, das an den Küsten des Mittelmeeres im Sommer häufig zu beobachten ist. Das Festland erwärmt sich in der Tageshitze schneller als das Meer, deshalb kommt es dann zu stärkeren Brisen in Richtung Land. Außerdem sollte es in den kommenden Tagen heißer werden.

In mehreren Ländern Europas und in den USA wüten Waldbrände: In Spanien entspannt sich die Lage etwas. Griechenland und die USA kämpfen weiter gegen die Flammen.
Die griechische Feuerwehr hat die Brandherde westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle gebracht. Entwarnung gibt es jedoch weiterhin nicht. Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. "Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder Brände entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm", sagte Giannis Artopoios dem Nachrichtensender ERTnews. Dieses Phänomen wolle man bekämpfen. Im Laufe des Tages sollen dazu bis zu 30 Löschhubschrauber und -flugzeuge zum Einsatz kommen.
Bei Athen in Griechenland sollen bereits rund 10.000 Hektar verbrannt sein, mehrere Orte wurden evakuiert. In Kanada wüten mehr als 800 Waldbrände, Tausende mussten ihre Häuser verlassen.
Im Osten der Niederlande nahe der deutschen Grenze wütet seit Montag in einem Naturschutzgebiet ein Großfeuer. Die Feuerwehr ist nach Angaben der Behörden mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Brand in De Rosmolen bei der Ortschaft Oostrum zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Drei Löschhubschrauber der Armee sind im Einsatz.
Ein Campingplatz mit etwa 300 Urlaubern wurde vorsorglich evakuiert. Der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray wurde eingestellt. Anwohner wurden aufgefordert, wegen des starken Rauches Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Wetterforscher Theodore Giannaros vom National Observatory of Athens spricht angesichts der Waldbrände in Griechenland von einer der schlimmsten Brandkrisen der vergangenen Jahre. Die Ursachen ließen sich aber nicht nur mit dem Klimawandel erklären.
"Der Klimawandel schafft zweifellos die Voraussetzungen für Brände, aber der Klimawandel und das Wetter entzünden keine Brände", sagte Giannaros. "Leider werden 95 Prozent der Brände oder sogar mehr durch menschliches Handeln verursacht, sei es durch Brandstiftung, Fahrlässigkeit oder Landbewirtschaftung."
Der Kampfmittelräumdienst hat im Waldbrandgebiet an der französischen Atlantikküste ein Arsenal von Weltkriegsmunition entdeckt, von dessen Existenz die Bewohner jahrzehntelang nichts wussten. Während die evakuierten Bewohner in den schwer zerstörten Ort Le Porge zurückkehren konnten, setzten die Kampfmittelexperten auf einem abgesperrten Areal die Suche nach alter Munition fort. In dem Ort waren während der Brände Explosionen zu hören gewesen und anschließend Geschosse entdeckt worden.
Zunächst war vermutet worden, es handele sich um ein Munitionsversteck der am Atlantikwall eingesetzten deutschen Truppen. Mittlerweile gehe man davon aus, es handele sich um die Folgen einer unvollständigen Entschärfung der Munition nach Kriegsende.
Angesichts der verheerenden Waldbrände in verschiedenen europäischen Ländern dringen mehrere Grünen-Bundestagsabgeordnete auf bessere Vorbeugung für ähnliche Katastrophen in Deutschland. Auch hierzulande werde das Waldbrandrisiko in den kommenden Jahren auch wegen der Klimakrise "dramatisch steigen", heißt es in einem Papier zum Waldbrandschutz. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet.
Wegen der anhaltenden Waldbrände ordnet der griechische Zivilschutz die Evakuierung des Industrieparks der Stadt Megara an. Die Menschen, die sich dort aufhalten, sollen sich nach Megara selbst begeben, heißt es in einem Post auf der Plattform X.
Die Stadt mit ihren rund 36.000 Einwohnern liegt 45 Kilometer westlich von Athen an der Autobahn Olympia Odos, die zur Halbinsel Peloponnes führt. Obwohl in der Region Hunderte Feuerwehrkräfte und zahlreiche Löschflugzeuge im Einsatz sind, ist es bisher nicht gelungen, die Brände unter Kontrolle zu bringen.
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Brände in der Stadt Vilia nahe dem Badeort Porto Germeno vernichten seit Freitag zahlreiche Häuser. "Es ist eine absolute Katastrophe", sagt nun der frühere Bürgermeister der Stadt, Konstantinos Makrinoris. "Das Feuer hat sich 45 Kilometer weit fortbewegt, seitdem es ausgebrochen ist", sagte er. Wegen Windböen von bis zu 130 Stundenkilometern hatten die Löschflugzeuge nahe Porto Germeno in den vergangenen Tagen nicht abheben können.
Westlich von der griechischen Hauptstadt Athen kämpfen Einsatzkräfte immer noch gegen zwei große Waldbrände. Die Lage habe sich allgemein jedoch verbessert, so der athenische Bürgermeister.
Nach einer 52-stündigen Anreise sind dutzende Feuerwehrleute aus der Ukraine in Frankreich im Einsatz gegen ein mögliches Wiederaufflammen des riesigen Waldbrands nahe Bordeaux. Mit zehn Löschfahrzeugen waren 70 ukrainische Feuerwehrleute am Sonntag im südwestfranzösischen Brandgebiet eingetroffen. Auf ihrem Weg hatten sie die Ukraine, Polen, Deutschland und Frankreich durchquert. Am Montag waren sie dann nahe dem Dorf Le Temple im Einsatz, um ihre französischen Kollegen zu unterstützen.
Um bei der Bekämpfung der Waldbrände in Spanien zu helfen, sind 56 Einsatzkräfte aus Deutschland angereist. Nun ist der Einsatz früher als erwartet beendet, die Lage hat sich etwas entspannt.
Im Vergleich zu den vergangenen Wochen hat sich die Lage in Spanien weiter entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals "Incendios Forestales" waren am Montag landesweit noch 33 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv - zehn weniger als am Vortag. Die meisten davon wurden aus den Regionen Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha gemeldet.
Die Großbrände rund um die Hauptstadt Madrid, welche die Feuerwehr des beliebten Urlaubslandes Ende Juli tagelang in Atem gehalten hatten, lodern zum Teil noch weiter, sind aber unter Kontrolle.
An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo der in dieser Saison bislang schlimmste Waldbrand in Frankreich gewütet hatte, kehren die Bewohner weiterer evakuierter Orte nach Hause zurück. Einige Menschen aus dem Ort Le Porge müssen aber noch in ihren Ausweichquartieren ausharren: In diesem Ort war während des Brandes im Boden vergrabene Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Der Kampfmittelräumdienst sucht noch das Gelände ab, bevor die Menschen in ihre Häuser zurückkehren dürfen.

Die Wald- und Buschbrände westlich von Athen toben weiter. Die Feuerwehr konzentriert sich auf zwei Fronten, die eine liegt im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara mit gut 36.000 Einwohnern, wo der Wind immer wieder Glutnester zu Bränden anheizt. Es weht zwar nicht mehr so ein heftiger Wind wie am Wochenende, doch die Waldbrandgefahr bleibt laut Zivilschutz sehr hoch.

Ersten Ermittlungen zufolge ist das Feuer in der griechischen Region Böotien in der vergangenen Woche durch Funkenflug an einer privaten Stromleitung von Windkraftanlagen ausgelöst worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Zwei Verdächtige, ein Elektroingenieur und ein Bauunternehmer, wurden festgenommen und müssen sich wegen schwerer Brandstiftung verantworten. Defekte Stromleitungen waren in den vergangenen Jahren die Hauptursache für große Waldbrände in Griechenland.
In Griechenland kämpfen Hunderte Feuerwehrleute den vierten Tag in Folge gegen schwere Waldbrände nordwestlich von Athen. Starke Winde fachten die Flammen an, die bereits Häuser, Tausende Hektar Ackerland und Pinienwälder zerstörten sowie Evakuierungen über Land und See erforderten. Nahe der Gemeinden Kandili und Agia Skepi waren 21 Löschflugzeuge im Einsatz, während örtliche Behörden mit schwerem Gerät Brandschneisen schlugen, wie ein Vertreter der Feuerwehr der Nachrichtenagentur Reuters sagte.
Die griechische Feuerwehr rückt dem Waldbrand westlich von Athen mit Löschflugzeugen und Hubschraubern zu Leibe. Im Morgengrauen seien fünf Flugzeuge und fünf Hubschrauber gestartet, um Hunderte Einsatzkräfte zu unterstützen, teilte die Feuerwehr mit. Der Wind habe nachgelassen, was Hoffnungen auf Fortschritte im Kampf gegen die Flammen wecke.
Die Behörden warnten allerdings, im Großraum Athen bestehe aufgrund eines Temperaturanstiegs weiterhin ein hohes Waldbrandrisiko. Mehr als 1.000 Menschen wurden aus der Region evakuiert, darunter mehr als 250, die mit Booten von Stränden gerettet wurden.