Explosion in Moskau: Russland sieht Kiew hinter dem Anschlag

Tödliche Explosion in Moskau:Russland macht Kiew für Restaurant-Anschlag verantwortlich

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Nach dem tödlichen Anschlag auf ein Moskauer Restaurant beschuldigt Russland nun offiziell die Ukraine. Bislang hatte sich die Regierung mit Schuldzuweisungen zurückgehalten.

Russland: Ein Fahrzeug des Föderalen Dienstes der Nationalgarde vor dem Restaurant "Balzi Rossi" auf dem Kudrinskaja-Platz in Moskau.

Russland: Ein Fahrzeug des Föderalen Dienstes der Nationalgarde vor dem Restaurant "Balzi Rossi" auf dem Kudrinskaja-Platz in Moskau.

Quelle: epa

Nach dem tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Restaurant in einem Moskauer Ausgehviertel hat die russische Botschaft in Italien Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. Die russische Botschaft in Italien teilte auf dem Telegram-Kanal mit:

Die blutigen Fangarme der Terrorbande Selenskyjs haben das italienische Restaurant "Balzi Rossi" in Moskau erreicht.

Russische Botschaft in Italien

Weiter hieß es: "Es ist klar, dass die Terroristen aus Kiew, die einen Terroranschlag in einem der besten italienischen Restaurants Moskaus planten, Italiener einschüchtern wollten, die in Russland arbeiten."

Sicherheitskräfte sind am Ort einer Explosion in Moskau, Russland, im Einsatz, an dem sich in einem Restaurant eine tödliche Explosion ereignet hat.

Bei einer Explosion durch einen Sprengsatz in einem Restaurant in Moskau sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Die Hintergründe sind noch unklar.

02.08.2026 | 0:20 min

Bisher hatte Moskau die Ukraine und ihren Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht offiziell beschuldigt. Nur dank des Sicherheitsdienstes seien der aus Neapel stammende Chefkoch und sein Team unverletzt geblieben, teilte die Botschaft weiter mit.

Am Samstagabend war es in einem Restaurant in Moskau zu einer Explosion gekommen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte am Vortag den Vorfall als "brutalen Terrorakt" bezeichnet. Zu den Hintergründen halten sich die Behörden bedeckt.

Botschaft bestätigt den Tod von fünf Menschen

In der Mitteilung der Botschaft war nun die Rede von fünf Todesopfern und 19 Verletzten, was frühere Angaben verschiedener Nachrichtenkanäle bei Telegram bestätigte. Das Nationale Antiterror-Komitee hatte zuvor von drei Toten und 21 Verletzten gesprochen. Demnach handelte es sich um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz zu dem Restaurant gebracht zu haben, den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der sie nicht ins Lokal gelassen habe, und um einen Gast.

Russische Militärblogger schrieben bei Telegram, dass in dem Restaurant ein General der Streitkräfte seinen 55. Geburtstag gefeiert habe. Demnach kursierte der Name Alexander Tschajko - seit Mai dieses Jahres Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte.

Ranghohe Militärs werden immer wieder Ziel von Anschlägen

Immer wieder werden seit Beginn des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 ranghohe Militärs und Propagandisten zur Zielscheibe von Attentaten auch in Russland.

So wurde der Vize-Chef des russischen Armeegeheimdienstes, Wladimir Alexejew, im vergangenen Februar durch Schüsse schwer verletzt. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch eine Autobombe ums Leben. Im Dezember 2024 war Igor Kirillow, der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen, ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu der Tat.

Quelle: dpa
Über das Thema berichtet ZDFheute Xpress am 02.08.2026 ab 9:00 Uhr.

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