Explosion in Moskau: Bürgermeister spricht von "Terrorakt"

Tote nach Explosion in Restaurant:Moskau: Bürgermeister spricht von "Terrorakt"

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Bei einer Explosion in einem Restaurant in Moskau sind mindestens drei Menschen getötet worden. Bürgermeister Sergej Sobjanin spricht von einem "brutalen Terrorakt".

Rettungsfahrzeuge stehen in der Nähe einer tödlichen Explosion in einem Restaurant in Moskau.

Bei einem mutmaßlichen Bombenanschlag auf ein Restaurant in Moskau sind fünf Menschen getötet und etwa 20 weitere verletzt worden. Unter den Toten ist auch die mutmaßliche Attentäterin.

02.08.2026 | 0:22 min

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin bewertet den tödlichen Sprengstoffanschlag in einem Ausgehviertel mitten in der Hauptstadt als "brutalen Terrorakt". Zu den Hintergründen der Tat, die sich in einem Gourmetrestaurant ereignete, halten sich die Behörden jedoch bedeckt.

Es liefen die nötigen Ermittlungen zu der Explosion, teilte Russlands Antiterror-Komitee am Morgen mit. Die Schuldigen würden gefunden und bestraft, schrieb Bürgermeister Sobjanin auf Telegram. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus.

Behörde: Selbstgebauter Sprengsatz explodiert

Nach der Explosion hatten die Behörden von drei Toten und 21 Verletzten gesprochen. Bei den Toten handelte es sich nach Angaben des nationalen Anti-Terror-Komitees um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz mitgebracht zu haben, den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der sie nicht ins Lokal durchgelassen habe, und um einen Gast.

Ein selbstgebauter Sprengsatz ist in einem Restaurant am Kudrinskaja-Platz in Moskau explodiert und hat drei Menschen getötet.

Russisches Antiterror-Komitee nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass

Der selbstgebaute Sprengsatz war demnach gegen 20:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr MESZ) am Samstag in dem Restaurant in einem beliebten Moskauer Ausgehviertel in der Nähe des Zoos explodiert.

Tote und Verletzte nach Explosion in Moskauer Restaurant

Nach der Explosion bewachten bewaffnete Sicherheitskräfte den Ort des Geschehens. Für die Öffentlichkeit war der gesamte Bereich abgesperrt.

Quelle: dpa

Mehrere Nachrichtenkanäle bei Telegram berichteten indes, dass die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag vom Samstagabend auf fünf gestiegen sei. Eine offizielle Bestätigung für die Zahl der Toten es zunächst nicht.

Bericht: Sprengsatz offenbar über Fernsteuerung gezündet

Die Tageszeitung "Kommersant" berichtete unter Berufung auf eigene Quellen, dass das Ziel der Attacke die Gäste einer privaten Veranstaltung in dem Restaurant waren. Die Bombe mit Metallkugeln soll demnach über eine Fernsteuerung gezündet worden sein, als die Frau von dem Wachdienst überprüft wurde.

Womöglich habe die Frau aber nichts gewusst vom Inhalt des Pakets, das sie bei sich trug - und das für eine gewöhnliche Zustellung eines Geschenks gehalten.

Feierte ein General in dem Restaurant Geburtstag?

Russische Militärblogger schrieben bei Telegram, dass in dem Restaurant ein General der Streitkräfte seinen 55. Geburtstag gefeiert habe. Demnach kursierte der Name Alexander Tschajko - seit Mai dieses Jahres Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Er soll dort auch seine Beförderung gefeiert haben. Unter den Gästen seien ranghohe Geheimdienstler, Beamte, Abgeordnete und Generäle gewesen, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür nicht.

Zuvor war Tschajko stellvertretender Generalstabschef gewesen. Im März dieses Jahres wurde Tschajko einer Mitteilung des Europäischen Rats zufolge wegen seiner Rolle beim Massaker in Butscha kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 mit Sanktionen belegt.

Großes Sicherheitsaufgebot bei privater Veranstaltung

Das Lokal war am Samstagabend wegen einer geschlossenen Gesellschaft nicht einfach zugänglich. Medien berichteten, dass wegen der Bedeutung der Gäste ein Großaufgebot an Kräften des auch für den Schutz des russischen Präsidenten Wladimir Putin zuständigen Föderalen Sicherheitsdienstes FSO im Einsatz war.

Der russische Sicherheitsdienst FSB hatte Anfang des Jahres erklärt, die Behörden würden den Schutz hochrangiger Militärs verstärken, nachdem es zu Attentaten und Mordversuchen gekommen war, für die der FSB die Ukraine verantwortlich machte.

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Quelle: dpa, Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtete die Sendung heute-Xpress am 01.08.2026 ab 23:30 Uhr.

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