Angriffskrieg auf die Ukraine:Heftige russische Angriffe auf Kiew - mehrere Tote
Explosionen in Kiew, Autos in Brand: Russland hat die ukrainische Hauptstadt erneut mit Raketen angegriffen. Mindestens neun Menschen wurden Behörden zufolge dabei getötet.
Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv angegriffen. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, weitere wurden verletzt.
01.08.2026 | 0:19 minErneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Behördenangaben zufolge wurden mindestens neun Menschen getötet, mindestens 22 weitere verletzt, unter ihnen zwei Teenager.
Der Bürgermeister der Millionenstadt in der Ukraine, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko.
Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.
Anwohner berichteten von Verwüstungen
In dem Bezirk Darnytsky in der ukrainischen Hauptstadt wurden den Angaben zufolge bei den Angriffen sieben Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Mehrere Gebäude seien zudem beschädigt worden. In dem Bezirk Solomiansky wurden demnach zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt.
Anwohner berichteten von Verwüstung durch die russischen Angriffe. "Alles war zertrümmert, die Fenster, alles", sagte die 75-jährige Kateryna Krawtschenko der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf ihre Wohnung.
Ich kann kaum stehen. Ich weiß nicht, wie ich das alles durchstehen soll.
Kateryna Krawtschenko, Bewohnerin von Kiew
Die 46-jährige Oksana erklärte derweil, sie plane zu gehen. "Nach so etwas kann man hier nicht bleiben", sagte sie AFP. "Was garantiert mir, dass es nicht wieder passiert?"
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