Eberhard Vogel: DDR-Fußball-Legende mit 83 Jahren gestorben

Mit 83 Jahren:DDR-Fußball-Legende Eberhard Vogel gestorben

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DDR-Fußball-Legende Eberhard Vogel ist tot. Der frühere Weltklasse-Linksaußen starb am Dienstag im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit.

Fußball: Eberhard Vogel

Eberhard Vogel in Aktion im Jahr 1969.

Quelle: dpa

Eberhard Vogel ist tot. Der frühere Weltklasse-Linksaußen des FC Karl-Marx-Stadt und des FC Carl Zeiss Jena starb am Dienstag im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit. Das gab seine Familie bekannt.

Vogel Rekordspieler in der DDR-Oberliga

DDR-Nationalspieler Vogel interpretierte in seiner aktiven Zeit die Rolle eines Linksaußen völlig neu. 440 Mal spielte er in der DDR-Oberliga - damit ist er Rekordspieler. 188 Punktspieltore bedeuten Platz zwei hinter Joachim Streich (229 Treffer). 74 DDR-Auswahl-Einsätze mit 25 Toren und 24 Spiele für die Olympia-Auswahl mit zehn Treffern stechen aus seinen Karrieredaten hervor.

Der DDR-Meistertitel mit Karl-Marx-Stadt 1967 und die drei FDGB-Pokalsiege mit Jena (1972, 1974, 1980) werden getoppt von den beiden olympischen Bronzemedaillen 1964 und 1972 sowie dem Finale im Europapokal der Pokalsieger 1981 mit Jena gegen Dynamo Tiflis (1:2). Und auch bei der WM 1974 gehörte er zum DDR-Aufgebot.

Eberhard Vogel

Eberhard Vogel im Jahr 2018

Quelle: Bodo Schackow / dpa

Pelé wollte ihn zum FC Santos lotsen

Was bleibt, sind die Erinnerungen an viele schöne Tore und unzählige Flügelläufe, mit denen er sich auch Respekt und Anerkennung im Ausland verschaffte. So sehr, dass selbst der legendäre Pelé Vogel als Sturmpartner zu seinem FC Santos holen wollte. In den 1970er Jahren war das.

Damals flatterte aus Brasilien ein für damalige Verhältnisse unmoralisches Angebot des Pele-Clubs in Jena ins Haus. Verhandlungsbasis: Zwei Millionen D-Mark - 1,5 Millionen für Carl Zeiss, eine halbe Million für Vogel als Handgeld.

"Also, das Geld hätte ich schon gerne gehabt", sagte Vogel einst: "Ich war aber sehr heimatverbunden, wollte nicht weg von meinen Eltern und Freunden. Und ganz nebenbei: Mein Vater hätte mich erwürgt, wenn ich abgehauen wäre. Aber ein Wechsel wurde nie wirklich Thema."

Hans-Jürgen Kreische

Der deutsche Fußball trauert um Hans-Jürgen Kreische. Der 50-malige Auswahlspieler der DDR und Ehrenspielführer von Dynamo Dresden starb im Alter von 78 Jahren.

02.04.2026 | 0:27 min

Lob von Hans Meyer

"Er war ein begnadeter Stürmer, der in jeder Weltklassemannschaft gespielt hätte", sagte einmal sein einstiger Mitspieler und späterer Trainer Hans Meyer und legte noch einen Superlativ nach:

Die Art, wie er die Linksaußenposition interpretierte, wäre reif für Lehrfilme gewesen.

Hans Meyer über Eberhard Vogel

Vogels Trainerkarriere war dagegen nur im Nachwuchsbereich von größerem Erfolg gekrönt. Von 1983 bis 1990 arbeitete er für den DDR-Fußball-Verband. 1986 wurde er mit der Junioren-Auswahl um Matthias Sammer Europameister, im Jahr darauf mit der U20 WM-Dritter. Schließlich holte die U16 1989 noch EM-Silber.

Das Ende des DDR-Fußballs erlebte Vogel als Assistenztrainer der letzten Nationalmannschaft an der Seite von Eduard Geyer. Nach der Wende gab es als Klub-Trainer in Jena, bei Hannover 96, beim 1. FC Magdeburg, beim Dresdner SC oder auch als Auswahltrainer in Togo jeweils Gastspiele, die nie länger als eine Saison dauerten.

Nach dem Halbfinalsieg bei den Olympischen Spielen 1976 tragen die Spieler der DDR ihren Trainer Georg Buschner auf Händen.

Bei Olympia 1976 hat der DDR-Fußball seine Sternstunde. Dabei geht es auch gegen Brasilien, Frankreich mit Michel Platini und Polen mit Torjäger Grzegorz Lato. Gerd Kische erinnert sich.

31.07.2026 | 2:05 min

TV-Kameramann beim Fußballspiel

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Quelle: Reuters

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Quelle: dpa, MDR
Über dieses Thema berichtet das ZDF in den heute-Nachrichten am 02.09.2026 ab 19:00 Uhr.

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