Deutsches Duell in der Champions League?:FC Bayern in der Königsklasse voll auf Kurs
von Maik Rosner
Harmonie pur beim FC Bayern. Als Zweiter der Ligaphase blickt der Titelaspirant gelassen auf die K.o.-Phase der Champions League. Der Gegner könnte Dortmund oder Leverkusen heißen.
Nur Arsenal war in der Ligaphase der Champions League besser als der FC Bayern.
Quelle: imagoEitel Sonnenschein beim FC Bayern mitten im tristen Januar. Trainer Vincent Kompany huschte nach dem letzten Ligaspiel dieser Saison in der Champions League ein Lächeln übers Gesicht. Später saßen die nach ihren langen Verletzungspausen erfolgreich wieder integrierten Jamal Musiala und Alphonso Davies vergnügt auf dem Bankett und genossen den Sonderapplaus für sie.
Trotz wackliger erster Halbzeit hat der FC Bayern gegen Eindhoven den zweiten Platz in der Champions-League-Ligaphase gesichert. Das Tor des Tages erzielte Jamal Musiala.
28.01.2026 | 2:57 minAuch Ersatztorwart Jonas Urbig und Torjäger Harry Kane wurden mit Beifall bedacht für ihre Beiträge zur gelungenen Ligaphase. Diese hatte am Mittwochabend mit dem 2:1-Sieg bei der PSV Eindhoven für den FC Bayern ihren passenden Abschluss gefunden.
Nur der FC Arsenal war besser als die Bayern
Die Münchner bewegen sich in der Champions League gerade nah am Optimum. Vorweisen können sie die Zwischenbilanz eines Titelaspiranten. Von ihren acht Spielen haben sie sieben gewonnen und sich damit als Tabellenzweiter in der 36 Mannschaften umfassenden Liga direkt für das Achtelfinale qualifiziert.
Nur der Tabellenerste FC Arsenal schaffte die perfekte Ligaphase, weil er sich Ende November 3:1 gegen die Bayern durchgesetzt hatte. Trotzdem entspräche die erreichte Punktzahl der Münchner in der Schule umgerechnet der Zwischennote Eins minus.
Auch Bergamo oder Piräus als Achtelfinal-Gegner möglich
Auch ihre Aussichten für die K.o.-Phase sind vielversprechend, zumal sie im Februar nur eine englische Woche haben werden und damit ausnahmsweise viel Zeit, um gezielt zu trainieren. Im Achtelfinale im März geht es gegen Atalanta Bergamo, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund oder Olympiakos Piräus.
Das Quartett wird an diesem Freitag bei der Auslosung der Playoffs erfahren, gegen wen sie sich untereinander durchsetzen müssen, um im Achtelfinale auf die Bayern oder Arsenal zu treffen. Die Münchner würden dank Platz zwei Heimrecht in allen Rückspielen der K.o.-Phase genießen, "und wir werden hoffentlich einige K.o.-Spiele noch erleben", frohlockte der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen in seiner Bankettrede. Erst im Finale könnte man wieder auf Arsenal treffen.
Dreesen: "Eine Mannschaft, die als Team überzeugt"
Dreesens Optimismus fügte sich ins Bild der allgemeinen Zuversicht beim FC Bayern. Bevor er das Büfett eröffnete, verwies er auf "eine Startaufstellung, die zeigt, dass unser Trainer dieser Mannschaft vertraut - und zwar allen." Es sei "eine Mannschaft, die als Team überzeugt", befand der CEO in seinem Zwischenfazit.
Es wirkt zwar immer ein wenig verdächtig, wenn beim FC Bayern die große Harmonie ausbricht. Vor allem, wenn die Misstöne nicht lange zurückliegen, als im Sommer einige Transfers nicht wie gewünscht klappten und der Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Sportvorstand Max Eberl verbal anging.
Urbig als Beispiel für Kompanys Kurs
Doch derzeit scheinen sie sich beim FC Bayern tatsächlich in einem Binnenklima zu bewegen, das tragfähig wirkt für ihre großen Vorhaben. Bestenfalls soll es ja der Titelgewinn auch in der Champions League sein. In der Meisterschaft und im DFB-Pokal versteht es sich von selbst, dass sich die national überragenden Münchner die Trophäen zum Ziel setzen.
Viel zu tun haben der Optimismus und die Harmonie auch damit, dass Kompany alle mitnimmt. In Eindhoven trugen Urbig und Musiala maßgeblich zum Sieg bei. Der 22 Jahre alte Urbig durfte nach seinem Patzer bei der vorherigen 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg erneut Manuel Neuer im Tor vertreten und wurde nach mehreren starken Paraden als "Man of the Match" ausgezeichnet.
Musiala krönt sein Startelf-Comeback mit Tor
Musiala krönte sein Startelfcomeback mit seinem hübschen 1:0 nach einem doppelten Doppelpass mit Lennart Karl. Damit war auch die Frage beantwortet, ob der Rückkehrer und das 17 Jahre alte Talent zusammenspielen können.
Doch natürlich wissen die Bayern, dass sie sich nur eine gute Ausgangslage verschafft haben. "Es ist noch ein bisschen zu früh, um zu große Ansagen zu machen", sagte Kompany. Für den Moment wirkte aber auch der Trainer zufrieden.
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