Umfrage des aktuellen sportstudios:Wie die Bundesliga-Trainer die Arbeit des VAR bewerten
von Bastian Grieble
Wie gut funktioniert der VAR? Dieser Frage geht am Abend auch das aktuelle sportstudio nach. Eine Umfrage bei den Bundesliga-Trainern liefert einige interessante Ergebnisse.
Der VAR sorgt für den Dauer-Aufreger in der Bundesliga. Knut Kircher (Chef der deutschen Elite-Schiedsrichter) und Thorsten Kinhöfer (ZDF-Schiri-Experte) im Sportstudio-Gespräch.
10.01.2026 | 28:19 minAbseits, Handspiel, kalibrierte Linie, Challenge: Der Video-Schiedsrichter (VAR) und der Videobeweis sind das Streitthema in den Fußball-Bundesligen. Auch im neunten Jahr seit der Einführung im Oberhaus zur Saison 2017/18 ist ein Ende der Diskussionen nicht in Sicht - eher im Gegenteil.
VAR Thema im aktuellen sportstudio
Im aktuellen sportstudio sprach Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein mit den Experten Knut Kircher und Thorsten Kinhöfer über die aktuelle Debatte rund um den VAR und den Umgang mit Schiedsrichtern im deutschen Fußball im Allgemeinen.
Immer Ärger um den VAR: Für die einen sorgt er für mehr Fairness auf dem Platz, für die anderen nimmt er dem Fußball die Emotionalität: Wie könnte der Streit aufgelöst werden?
08.01.2026 | 14:40 minIm Vorfeld hat das sportstudio bei den 36 Trainern der 1. und 2. Liga nachgefragt, wie sie die Arbeit des VAR bewerten. Insgesamt 27 Vereine haben auf die vier Fragen geantwortet, mit einigen interessanten Resultaten.
Trainer-Mehrheit sieht aktuelle VAR-Umsetzung kritisch
So sieht die Mehrheit der Trainer die Umsetzung des VAR eher skeptisch. "Sehr zufrieden" ist kein einziger der Coaches, 16 haben angegeben, "eher weniger" oder "überhaupt nicht zufrieden" zu sein. Elf sind "zufrieden".
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Relativ ausgeglichen, aber sehr überraschend ist das Ergebnis bei der Frage, welche Situationen der VAR überhaupt überprüfen sollte. Mit 15 gegen 12 stimmt eine knappe Mehrheit dafür, nur faktische Situationen wie Tor/kein Tor, Abseits/kein Abseits zu checken, was den Einfluss des VAR deutlich zurückfahren würde.
Kölns Trainer Lukas Kwasniok spricht im aktuellen sportstudio mit Moderator Sven Voss u. a. über seine Meinung zum VAR und seine Zeit beim 1. FC Köln.
07.12.2025 | 22:43 minHandspiel sorgt für größte Unzufriedenheit
Für die größte Unzufriedenheit in der Bewertung sorgt das Thema Handspiel. 24 Trainer haben angegeben, sich hier am meisten zu ärgern. Das Thema Foulspiel sorgt bei zwölf Cheftrainern für die größte Unzufriedenheit, das Thema Abseits nur bei drei. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.
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Da sich in letzter Zeit die Beschwerden über knappe Abseitsentscheidungen nach langer Überprüfung gehäuft haben, sind auch diese Angaben durchaus überraschend.
Der sogenannte Football Video Support könnte als Alternative zum VAR fungieren. Dabei obliegt es den Trainern, bestimmte Situationen überprüfen zu lassen. Wie beim VAR-System ist eine Challenge bei folgenden Situationen möglich: Tore, Strafstöße, Rote Karten, Verwechslung von Spielern bei Karten. Die Anzahl der Challenge-Möglichkeiten ist begrenzt.
Die Challenge wurde von der FIFA bereits bei Junioren-Turnieren angewandt, zuletzt bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar. Auch mehrere unterklassige Ligen haben das System getestet. Grundsätzlich gilt der Video Support zurzeit aber allenfalls als günstigere VAR-Alternative bei kleineren Wettbewerben.
Keine Mehrheit für Challenge-System
Interessant fällt schließlich auch das Ergebnis der Frage nach einem Challenge-System aus. Während zehn Trainer so eine Neuerung mit einer eigenen Interventionsmöglichkeit begrüßen würden, fände eine Mehrheit von 17 eine Trainer-Challenge "nicht gut".
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