Statistisches Landesamt in Wiesbaden:Kommunalwahl in Hessen: CDU laut Trend vorne
Bei der Kommunalwahl in Hessen bekommt die CDU laut Trendergebnis die meisten Stimmen. SPD und AfD folgen, die Grünen rutschen auf Platz vier. Ein Endergebnis steht noch aus.
Nach der Kommunalwahl in Hessen ist ein Teil der Stimmzettel ausgezählt und liefert eine erste Tendenz.
Quelle: dpaBei den Kommunalwahlen in Hessen am Sonntag hat sich die CDU nach vorläufigen Zahlen als stärkste kommunale Kraft behaupten können. Dem Trendergebnis zufolge legten die Christdemokraten landesweit auf 29,7 Prozent der Stimmen zu (plus 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021), wie das Statistische Landesamt bekanntgab.
Der CDU-Landeschef und Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnete das Abschneiden seiner Partei als "Bestätigung" und "Auftrag". Die CDU sei "Kommunalpartei Nummer Eins" in Hessen, erklärte er am Montag.
Bei den Kommunalwahlen in Hessen sind rund 4,7 Millionen Menschen dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Auch Bürgermeisterwahlen finden in vielen Kommunen statt.
15.03.2026 | 0:17 minAfD nimmt Grünen dritten Platz ab
- Zweitstärkste Kraft ist laut Trendergebnis die SPD mit 20,2 Prozent (minus 3,8 Prozentpunkte).
- Auf Rang drei liegt die AfD mit 15,9 Prozent. Sie legt im Trend stark zu und überholt die Grünen. 2021 kam die AfD noch auf 6,8 Prozent. Die AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Andreas Lichert sehen die Partei "immer besser vor Ort verankert".
- Die Grünen verlieren dem Trendergebnis zufolge vier Prozentpunkte und kommen landesweit noch auf 14,4 Prozent. Die beiden Landesvorsitzenden Anna Lührmann und Julia Frank zeigten sich zufrieden. "Wir freuen uns, dass wir offenbar gegenüber unserem hessischen Ergebnis bei der Bundestagswahl von 12,6 Prozent zulegen konnten", teilten sie mit. Das sei eine Trendwende.
- Es folgt die Linke mit 5,8 Prozent - ein Plus von 1,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2021. Die Landeschefs Desiree Becker und Jakob Migenda zogen eine "durchweg positive Bilanz".
- Die FDP verliert dem Zwischenstand zufolge drei Prozentpunkte und kommt noch auf 3,7 Prozent.
25 Prozent aller staatlichen Leistungen werden durch die Kommunen erbracht. Sie bekommen aber nur ein Siebtel aller Steuereinnahmen - das sieht der Bund der Städte und Gemeinden als klaren Missstand.
05.01.2026 | 2:32 minWarten auf das vorläufige Ergebnis
Wegen des komplexen Wahlsystems dürfte sich die Stimmenauszählung für die landesweiten vorläufigen Gesamtergebnisse noch tagelang hinziehen. Für das Trendergebnis wurden nur Stimmzettel berücksichtigt, bei denen Wähler mit einem Kreuzchen eine ganze Wahlliste gewählt haben. Stimmzettel, bei denen Wähler oder Wählerinnen die Stimmen verteilten, sind noch nicht ausgezählt. Wie das Landesamt in der Nacht zum Montag mitteilte, sind das 800.000 Stimmzettel (32,8 Prozent).
Gewählt wurden neue Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente sowie Ortsbeiräte. Die Hessinnen und Hessen hatten generell so viele Stimmen, wie es Sitze in diesen Gremien gibt. Die Stimmzettel waren daher teils riesig. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,4 Prozent - 4,0 Prozentpunkte mehr als bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren.
In die Berechnung des Landesergebnisses fließen die Ergebnisse der Kreiswahlen in den Landkreisen und der Stadtverordnetenwahlen in den kreisfreien Städten ein. Ein Landesergebnis wie bei einer Landtagswahl gibt es nicht. Stattdessen wird ein statistisches sogenanntes Kommunalwahlergebnis ermittelt, das ein Durchschnittsbild des Wahlverhaltens im gesamten Bundesland zeigt.
Laut Lehrkräften an Darmstädter Grundschulen hat die Bedürftigkeit der Schüler zugenommen, vielen fehle es an Fähigkeiten. Sie fordern kleinere Klassen und eine bessere Betreuung.
30.01.2026 | 2:03 min24 Parteien und 555 Wählergruppen
Bei den Kommunalwahlen am Sonntag waren fast 4,7 Millionen Menschen wahlberechtigt, darunter rund 430.000 EU-Ausländer. Für einen Platz in den kommunalen Parlamenten hatten Kandidatinnen und Kandidaten von 24 Parteien und 555 Wählergruppen ihren Hut in den Ring geworfen.
- Bei der Stadtverordnetenwahl in Frankfurt am Main setzte sich laut Trendergebnis die CDU mit 26,5 Prozent vor den Grünen mit 21 Prozent und der SPD mit 16,7 Prozent durch. Die AfD kam dort auf 9,1 Prozent.
- In der Landeshauptstadt Wiesbaden lag ebenfalls die CDU mit 26,3 Prozent vorn. Die SPD kam dem Trendergebnis zufolge auf 22,2 Prozent, die Grünen auf 15,3 Prozent, und die AfD lag dort bei 12,7 Prozent.
- Bei der Stadtverordnetenwahl im nordhessischen Kassel wurden die Grünen mit 22,45 Prozent laut Trendergebnis stärkste Kraft vor der CDU mit 21,7 Prozent und der SPD mit 19,79 Prozent. Auf Platz vier lag die Linke mit 14,5 Prozent, wie die Stadtverwaltung mitteilte.
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