Update am Abend:Klopp ist da, Merz baut um und VW leidet
von Torben Heine
Guten Abend,
neue alte Gesichter in Frankfurt am Main und in Berlin: Jürgen Klopp stellte sich auf dem DFB-Campus als neuer Bundestrainer vor. Im Regierungsviertel hat Friedrich Merz den Personalumbau im Kabinett weitgehend bestätigt. Eine Personalie sorgte jedoch für Verwirrung. Schlechte Nachrichten gab es heute wieder einmal aus Wolfsburg: Auch die neuen Quartalszahlen von Volkswagen geben dem Autobauer und seinen Beschäftigten Anlass zu großer Sorge.
Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer
- Das ist passiert: Der DFB hat Jürgen Klopp offiziell als neuen Trainer der Fußball-Nationalmannschaft der Männer vorgestellt. DFB-Präsident Bernd Neuendorf sagte, Klopp sei von Beginn an die "Wunschlösung" des Verbands gewesen. Klopp selbst sagte, die Nationalmannschaft könne "uns Deutsche verbinden wie kaum etwas anderes". Auch über eine weitere Personalie informierte der DFB: Per Mertesacker bekommt einen Spitzenposten und beerbt zum neuen Jahr Andreas Rettig als Geschäftsführer Sport.
- Das ist der Hintergrund: Der DFB zahlt für Klopp eine Million Euro an eine Stiftung, die dem Red-Bull-Konzern nahesteht und wird bis 2030 drei Länderspiele im Stadion von RB Leipzig austragen. Neuendorf zufolge war es eine "sehr komplexe Thematik", neben der Klopp-Verpflichtung auch Verträge mit den Co-Trainern zu schließen und Einigungen mit Red Bull und anderen Werbepartnern zu finden. Klopp war bis zuletzt Head of Global Soccer bei dem österreichischen Brausekonzern. Mertesacker begleitete die WM als Experte für das ZDF.
- Das sagt ZDF-Experte René Adler: Jürgen Klopp habe bei seiner Vorstellung "das Spielfeld abgesteckt", indem er unter anderem gegenüber den Medien klare Regeln aufgestellt habe. "In der Kürze der Zeit kommt es jetzt darauf an, zum Hörer zu greifen, das Gespräch zu suchen, die menschliche Beziehung zu den Spielern herzustellen", sagte Adler bei ZDFheute live. Es brauche ein Vertrauensverhältnis schon vor dem nächsten Länderspiel in genau zwei Monaten gegen die Niederlande.
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heute in Deutschland, 24.07.2026, ab 14 Uhr
24.07.2026 | 2:51 minKabinettsumbau soll weitergehen
- Das ist passiert: Der Kanzler ist noch nicht fertig mit dem Umbau seines Kabinetts. Neue Namen nannte Friedrich Merz bei einem Pressetermin in Berlin heute zwar nicht, spekuliert wird aber über eine Ablösung von Verkehrsminister Patrick Schnieder. Offiziell machte Merz: Nina Warken, bisher Gesundheitsministerin, wird Chefin des Kanzleramts. Die Warken-Freistelle im Gesundheitsministerium füllt der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Außerdem kümmert sich Philipp Amthor, zuletzt im Digitalministerium, künftig als Staatsminister im Kanzleramt um die Bund-Länder-Zusammenarbeit.
- Das ist der Hintergrund: Merz nutzt den Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef für einen umfangreicheren Personalumbau in der Bundesregierung. Die Spekulationen um Schnieder kommentierte Merz nicht - der Reform- und Investitionsbedarf im Zuständigkeitsbereich des Verkehrsministeriums ist allerdings enorm, wie unter anderem baufällige Brücken und ein marodes Schienennetz zeigen. Merz kündigte mit Blick auf sein Kabinett lediglich an: "Es wird weitere Veränderungen geben."
- Das sagt ZDF-Korrespondentin Christiane Hübscher: Schnieder soll bereits gestern von Merz erfahren haben, dass er entlassen werde. Allerdings habe der vorgesehene Nachfolger Fritz Güntzler (CDU) offenbar in letzter Minute abgesagt, sodass Schnieder bis auf Weiteres im Amt bleibt. Dass es insgesamt einen größeren Personalwechsel gebe, liege daran, "dass Friedrich Merz unzufrieden ist mit der Performance seiner Regierung und offenbar ein paar Schwachstellen ausgemacht hat". Der Umbau sei jedoch "nicht ohne Risiko": Wenn die Umfragen sich nicht verbesserten und "die nächsten Reformen nicht zünden", stelle sich die Frage: Was dann?
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heute in Deutschland, 24.07.2026, ab 14 Uhr
24.07.2026 | 3:22 minVolkswagen setzt Talfahrt fort
- Das ist passiert: Die Zahlen des VW-Konzerns sind auch im zweiten Quartal des Jahres wieder dramatisch: Der Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent ein - unter dem Strich stehen jetzt nur noch 1,54 Milliarden Euro. Nach wie vor macht vor allem der chinesische Markt Probleme: Hier sackten die Verkäufe um knapp ein Drittel auf nur noch 424.300 Fahrzeuge ab.
- Das ist der Hintergrund: Volkswagen steckt tief in der Krise. Konzernchef Oliver Blume strebt daher an, noch in diesem Jahr ein umfangreiches Sparpaket zu verabschieden. Vier Werke in Deutschland und bis zu 50.000 Stellen zusätzlich stehen auf der Kippe. "Es ist das umfassendste, tiefgreifendste Transformationsprogramm, was wir je im Volkswagen-Konzern gemacht haben", sagt Blume im ZDF-Interview. Bei Arbeitnehmervertretern und dem an VW beteiligten Land Niedersachsen stoßen die Pläne auf Widerstand.
- Das sagt ZDF-Korrespondent Peter Kunz: Die Produktionskosten bei VW seien in Deutschland zu hoch. Der Konzern müsse eine Million Fahrzeuge im Jahr weniger bauen, damit sich die Produktion wieder rechnet. Werksschließungen, das habe Blume klargemacht, seien "die Ultima Ratio". Denkbar wäre etwa, dass man stattdessen stärker mit chinesischen Partnern auch in Deutschland produziere oder sich stärker im Mobilitätsbereich der Rüstungsindustrie engagiere.
ZDF-Morgenmagazin, 24.07.2026, ab 05:30 Uhr
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ZDFheute, 24.07.2026, 11:46 Uhr
24.07.2026 | 0:45 minAuf die Ohren
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Volle Kanne, 24.07.2026, ab 09:05 Uhr
24.07.2026 | 5:41 minWenn Sie unser ZDFheute Update abonnieren möchten, können Sie das hier tun oder in Ihrer ZDFheute-App unter Meine News / Einstellungen / ZDFheute-Update-Abo.
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