Regionen Avila und Madrid:Spanien ruft erstmals Notstand wegen Waldbränden aus
Historische Premiere: Die spanische Regierung hat den Notstand in zwei Regionen wegen Waldbränden ausgerufen. Die Lage um Madrid sei "extrem ernst".
Die spanische Regierung ruft wegen schwerer Waldbrände den Notstand für Madrid und die Provinz Ávila aus. Auch in Südfrankreich verschärft sich die Lage, Frankreich bittet EU-Staaten um Hilfe.
24.07.2026 | 1:30 minWegen der verheerenden Waldbrände in Spanien hat die Regierung für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" ausgerufen. Dieser gelte ab sofort für die Hauptstadtregion Madrid sowie in der nahegelegenen Provinz Avila, teilte das Innenministerium in der Nacht zum Freitag mit.
Außerdem bestehe die Notwendigkeit, umfangreiche Ressourcen im Kampf gegen die Flammen zu mobilisieren. Durch die Ausrufung des Notstands untersteht der Einsatz nun direkt dem Innenminister. Den Behörden zufolge ist dies das erste Mal, dass dieser Schritt wegen eines Waldbrandes ergriffen wurde.
In Spanien kämpfen die Feuerwehren weiter gegen den Waldbrand bei Madrid. Auch an der französischen Atlantikküste und auf dem italienischen Sizilien wüten Waldbrände.
23.07.2026 | 1:30 minWaldbrände in Spanien: Lage um Madrid "extrem ernst"
Die Regionalregierung von Madrid hatte zuvor um Hilfe gebeten. Sie beschrieb die Lage als "extrem ernst". Aktive Brände in den Orten Villa del Prado, San Martin de Valdeiglesias und Almorox drohten, die derzeitigen Löschkapazitäten zu übersteigen.
Den Angaben zufolge wurden bereits mehr als 10.000 Menschen aus vier Ortschaften evakuiert. Zudem wurde gewarnt, dass ein Waldbrand in Burgohondo in der Provinz Avila aufgrund der Wetterlage in den kommenden Stunden die Region Madrid erreichen könnte. Mehr als 270 Einsatzkräfte sind in den betroffenen Gebieten im Einsatz.
Rekordhitze, Hitzetote, Klimakrise: Die Folgen der Erderwärmung werden extremer. Trotzdem reden wir weniger darüber. Warum? Reichen die Maßnahmen noch und können wir das Klima retten?
23.07.2026 | 41:06 minSo viele Todesopfer durch Brände wie seit Jahrzehnten
Wissenschaftler bringen die immer heftigeren Waldbrände in Spanien und weiten Teilen Südeuropas mit dem Klimawandel in Verbindung. Experten zufolge hat ein ungewöhnlich regenreicher Frühling zunächst zu üppigem Pflanzenwachstum geführt. Diese Vegetation sei in der extremen Sommerhitze ausgetrocknet und biete den sich schnell ausbreitenden Bränden reichlich Nahrung. In diesem Jahr sind in Spanien bereits mehr als 100.000 Hektar verbrannt, was dem durchschnittlichen Jahreswert des vergangenen Jahrzehnts entspricht. Mit 13 Todesopfern ist 2026 bereits jetzt eine der tödlichsten Waldbrandsaisons seit Jahrzehnten.
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