Waldbrand nahe Madrid frisst sich immer weiter voran

26.000 Hektar Fläche zerstört:Waldbrand nahe Madrid frisst sich immer weiter voran

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Inzwischen ist die Rede vom schlimmsten Waldbrand in der Geschichte der Region: Die Feuer nahe Madrid breiten sich immer weiter aus. 26.000 Hektar Fläche sind bereits zerstört.

Militärkräfte bekämpfen einen großflächigen Waldbrand im Gebiet La Mierla nahe Guadalajara in Spanien.

Die verheerenden Waldbrände in Spanien halten weiterhin an. Im Nordosten Madrids hatte sich in der vergangenen Woche ein Großfeuer ausgebreitet.

19.07.2026 | 0:20 min

Der seit Donnerstag nordöstlich der spanischen Hauptstadt Madrid wütende Waldbrand hat sich weiter sehr schnell ausgebreitet. Inzwischen seien 26.000 Hektar verbrannt, teilte der regionale Regierungschef der autonomen Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, mit.

Waldbrand nahe Madrid: Größe von etwa 36.000 Fußballfeldern

Das ist doppelt so viel wie noch am Sonntag und entspricht in etwa 36.000 Fußballfeldern. Der Politiker sprach von dem schlimmsten Waldbrand in der Geschichte der Region rund 60 Kilometer nordöstlich von Madrid.

Die Windrichtung aus Südwest trieb die riesigen Rauchwolken jedoch nicht in Richtung der Hauptstadt, wo am Abend Hunderttausende die spanische Fußballnationalmannschaft nach ihrem Sieg bei der Weltmeisterschaft feiern wollten.

Dieses am 12.07.2026 von der Feuerwehr SDIS 77 aufgenommene und veröffentlichte Foto zeigt einen im Wald von Fontainebleau wütenden Brand.

Auch im bekannten Wald von Fontainebleau südlich von Paris kämpften erst kürzlich rund 400 Feuerwehrleute gegen einen massiven Brand.

13.07.2026 | 2:18 min

1.200 Menschen evakuiert

In der Waldbrandregion mussten inzwischen jedoch rund 1.200 Menschen aus 30 gefährdeten Ortschaften evakuiert werden, sagte García-Page. Die Einsatzkräfte zur Bekämpfung des Waldbrandes, der einen Umfang von 120 Kilometern habe, würden noch einmal verstärkt.

Da es im vergangenen Winter und Frühjahr in Spanien sehr viel Regen gab, wurde das Wachstum von Gräsern, Gestrüpp und Unterholz stark begünstigt. Diese brennbare Biomasse wirkt nun verdorrt durch die Hitze des Sommers wie Zunder in den Wäldern.

10.07.2026, Spanien, Los Gallardos (Almeria): Ein Löschhubschrauber wirft über dem Waldbrand Wasser ab. Der Waldbrand in der Provinz Almería gilt als der bisher tödlichste des 21. Jahrhunderts in Spanien. Unter den Opfern befinden sich mutmaßlich auch Ausländer.

Auch im Süden Spaniens zerstörte ein Waldbrand Tausende Hektar Land.

11.07.2026 | 2:11 min

Neue Hitzewelle und damit Verschärfung der Lage erwartet

Eine weitere erwartete Hitzewelle ab Dienstag mit Temperaturen um die 40 Grad droht die Lage weiter zu verschärfen. Vor allem der starke Wind von rund 50 Kilometern pro Stunde fache die Flammen bisher unaufhaltsam immer wieder an.

Die Feuerwand fresse sich mit einer Geschwindigkeit von teilweise vier Kilometern pro Stunde voran, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Hunderte Einsatzkräfte waren am Boden damit beschäftigt, mit schwerem Gerät Brandschneisen anzulegen und die Flammen so einzudämmen.

Bereits doppelt so viel Fläche als noch im Vorjahreszeitraum zerstört

Unterstützt werden sie unter anderem von der Militärischen Notfalleinheit. Zudem sind Medienberichten zufolge rund 45 Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. Bisher sei es gelungen, das Übergreifen der Flammen auf Ortschaften zu verhindern, teilten die Behörden mit.

10.07.2026, Spanien, Garrucha, Almería: Der Brand in Los Gallardos, gesehen vom Hafen von Garrucha aus.

Mindestens zwölf Menschen sind bei einem Waldbrand in Spanien in der Provinz Almería ums Leben gekommen. Laut Katastrophenschutz sollen die meisten Opfer Touristen gewesen sein.

10.07.2026 | 1:45 min

Seit Jahresbeginn haben großflächige Feuer in Spanien bereits mehr als 100.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen. Das waren mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Damals gab es jedoch erst im August die schlimmsten Brände, als die verbrannte Fläche von Ende Juli von rund 47.000 Hektar bis Anfang August binnen weniger Tage auf 380.000 Hektar in die Höhe schoss.

Auch Nachbarländer von Waldbränden betroffen

Spanien sowie der iberische Nachbar Portugal und andere europäische Länder werden seit Wochen von einer ganzen Serie an Waldbränden heimgesucht. Bei einem Brand vorige Woche in der südspanischen Region Andalusien starben 13 Menschen - mehrheitlich ältere, in der Provinz Almería wohnende Ausländer, darunter sieben Briten und drei Belgier.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema hat das ZDF mehrfach berichtet, zuletzt am 19.7.2026 in dem Beitrag "Spanien: Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle" um 17:31 Uhr.

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