Feuer in Südspanien mit Toten:"Bessere Aussichten": Fortschritte gegen Waldbrand in Almería
Der andalusische Katastrophenschutzminister meldet Fortschritte im Kampf gegen die anhaltenden Waldbrände. Niedrigere Temperaturen erleichterten die Arbeiten, so der Minister.
Im Süden Spaniens zerstört der Waldbrand Tausende Hektar Land. Zahlreiche Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer - und machen Fortschritte, doch die Gefahr ist noch nicht vorbei.
11.07.2026 | 2:11 minIm Kampf gegen den Waldbrand im Süden Spaniens mit mindestens zwölf Todesopfern hat die Feuerwehr Fortschritte gemacht. Erstmals seit dem Ausbruch am Donnerstag seien im Einsatz gegen einen der tödlichsten Waldbrände in der neueren Geschichte Spaniens Löscharbeiten im "Angriffsmodus" möglich, sagte der andalusische Katastrophenschutzminister Antonio Sanz.
Niedrigere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit verbessern Lage
Durch das Feuer in der südspanischen Provinz Almería, die zur Autonomen Gemeinschaft Andalusien gehört, wurden in einem schwer zugänglichen Gebiet mit steilen Schluchten bereits 6.600 Hektar Land zerstört. Bislang hätten das Wetter und die Brandlage nur einen "defensiven" Einsatz zugelassen, sagte Katastrophenschutzminister Sanz.
Mittlerweile habe sich die Lage aber auch dank niedrigerer Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit zum Besseren entwickelt. Der andalusische Regierungsvertreter sagte:
Wir können den heutigen Tag mit besseren Aussichten als gestern angehen.
Antonio Sanz, andalusische Katastrophenschutzminister
In der Nacht zu Samstag hatten mehr als 1.400 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.
Bei den Waldbränden in Spanien habe sich das Feuer über den Tag nicht ausgebreitet, so ZDF-Reporterin Alica Jung. Dennoch gebe es den Befehl, sich manchen Gebieten nicht zu nähern.
11.07.2026 | 1:27 minZwölf Tote durch Feuer
Das Feuer war nach Angaben der andalusischen Regionalregierung am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos ausgebrochen. Das betroffene Gebiet ist bei Touristen beliebt und liegt nordöstlich der Hafenstadt Almería. Durch das Feuer kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, sie wurden von den Flammen in ihren Fahrzeugen oder auf der Flucht zu Fuß eingeschlossen.
Die Identität der Opfer war zunächst unklar. Es wird vermutet, dass es sich größtenteils um britische und belgische Staatsbürger sowie einen Spanier handelt. Nach Angaben des gerichtsmedizinischen Instituts in Almería wurden DNA-Proben zur Analyse nach Madrid geschickt.
Einige der Todesopfer hatten sich den Angaben zufolge nicht an die Anordnungen der Behörden gehalten, auf welchem Weg sie aus dem Brandgebiet fliehen oder wo sie Schutz suchen sollen, wenn eine Flucht nicht mehr möglich ist.
Bei dem verheerenden Waldbrand in Südspanien dauern die Löscharbeiten an.
11.07.2026 | 1:26 minZudem seien acht Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Nach offiziellen Angaben wird weiterhin nach 23 Menschen gesucht. Allerdings wurden bislang nur sieben Vermisstenanzeigen gestellt.
500 Feuerwehrleute und Soldaten im Einsatz
Im Kampf gegen die Flammen waren am Samstag weiter etwa 500 Feuerwehrleute sowie Soldaten und mehr als 20 Löschflugzeuge im Einsatz. Für Montag kündigte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez einen Besuch in dem Katastrophengebiet an.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte erschüttert auf die Meldungen aus Spanien: "Die Nachrichten über die Feuerkatastrophe in Andalusien sind bestürzend", erklärte Merz im Onlinedienst X. Er habe dem spanischen Ministerpräsidenten seine Anteilnahme ausgesprochen und hoffe, dass die vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer "Trost finden".
Wichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Mehr über Waldbrände in Europa
Deutschland kommt wohl glimpflich davon:Neue Hitzewelle lässt Südeuropa ächzen
mit Video1:58Waldbrände in vielen Regionen Südeuropas:Frankreich: 10.000 Menschen fliehen vor Feuern
mit Video1:58- Grafiken
Deutschland-Karte:So hoch ist die Waldbrandgefahr aktuell
von Christine Elsner und Birgit Hermesmit Video0:27 Schwer munitionsbelastetes Gebiet:Großbrand bei Neustrelitz: Hitze erschwert die Bekämpfung
mit Video0:35