Waldbrände in Südspanien mit Toten:Provinz Almería: Weitere Ortschaften evakuiert
Die Waldbrände im Süden Spaniens wüten weiter. In der Provinz Almería wurde eine Ausweitung der Flammen verhindert, aber mehr als Tausend Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Bei dem verheerenden Waldbrand in Südspanien dauern die Löscharbeiten an. Hohe Temperaturen und starker Wind erschweren den Einsatz der über 500 Feuerwehrleute.
11.07.2026 | 1:26 minIn der südspanischen Provinz Almería sind weitere Ortschaften wegen des verheerenden Waldbrandes evakuiert worden. Mehr als 1.400 Menschen mussten ihre Häuser in der Nacht zu Samstag verlassen, nachdem das Feuer am Vortag in einem Waldgebiet um die Gemeinde Los Gallardos und den nahegelegenen Weiler Bedar ausgebrochen war.
Ausbreitung des Feuers auf weitere Orte verhindert
Die Einsatzkräfte könnten nun erstmals direkt gegen die Flammen vorgehen, sagte der Chef der Rettungsdienste in der Region Andalusien, Antonio Sanz. Zuvor hätten sie sich darauf konzentrieren müssen, eine Ausbreitung auf dichter besiedelte Küstenorte zu verhindern.
Der Brand sei weiterhin unberechenbar, breite sich jedoch dank des Einsatzes von mehr als 500 Feuerwehrleuten und Soldaten nicht weiter in Richtung der Autobahn aus. Eine höhere Luftfeuchtigkeit und schwächere Winde erleichterten nach Angaben der Einsatzkräfte ebenfalls die Löscharbeiten.
Die Identitäten der Todesopfer und Vermissten konnten noch nicht geklärt werden, erläutert ZDF-Korrespondentin Alicia Jung.
11.07.2026 | 0:58 minBisher 6.600 Hektar durch Waldbrände zerstört
Am Freitag hatte sich das Feuer, angefacht von starken Winden, rasend schnell ausgebreitet. Mindestens zwölf Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Die Identität der Opfer war zunächst unklar, es wird jedoch vermutet, dass es sich größtenteils um britische und belgische Staatsbürger sowie einen Spanier handelt. Nach Angaben des gerichtsmedizinischen Instituts in Almería wurden DNA-Proben zur Analyse nach Madrid geschickt.
Zudem seien acht Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Nach offiziellen Angaben wird weiterhin nach 23 Menschen gesucht. Allerdings wurden bislang nur sieben Vermisstenanzeigen gestellt.
Das Feuer zerstörte bislang eine Fläche von rund 6.600 Hektar. Augenzeugen berichteten von der enormen Geschwindigkeit, mit der sich die Flammen am Freitag ausbreiteten. Regionalpräsident Juanma Moreno zufolge legte das Feuer zeitweise 15 Kilometer in zwei Stunden zurück.
Bundeskanzler Merz nennt Lage "bestürzend"
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte erschüttert auf die Meldungen aus Spanien: "Die Nachrichten über die Feuerkatastrophe in Andalusien sind bestürzend", erklärte Merz am Samstag im Onlinedienst X. Er habe dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez seine Anteilnahme ausgesprochen und hoffe, dass die vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer "Trost finden".
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