Waldbrände in Spanien: Einsatzkräfte machen Fortschritte

Feuer in Südspanien mit Toten:"Bessere Aussichten": Fortschritte gegen Waldbrand in Almería

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Der andalusische Katastrophenschutzminister meldet Fortschritte im Kampf gegen die anhaltenden Waldbrände. Niedrigere Temperaturen erleichterten die Arbeiten, so der Minister.

10.07.2026, Spanien, Los Gallardos (Almeria): Ein Löschhubschrauber wirft über dem Waldbrand Wasser ab. Der Waldbrand in der Provinz Almería gilt als der bisher tödlichste des 21. Jahrhunderts in Spanien. Unter den Opfern befinden sich mutmaßlich auch Ausländer.

Im Süden Spaniens zerstört der Waldbrand Tausende Hektar Land. Zahlreiche Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer - und machen Fortschritte, doch die Gefahr ist noch nicht vorbei.

11.07.2026 | 2:11 min

Im Kampf gegen den Waldbrand im Süden Spaniens mit mindestens zwölf Todesopfern hat die Feuerwehr Fortschritte gemacht. Erstmals seit dem Ausbruch am Donnerstag seien im Einsatz gegen einen der tödlichsten Waldbrände in der neueren Geschichte Spaniens Löscharbeiten im "Angriffsmodus" möglich, sagte der andalusische Katastrophenschutzminister Antonio Sanz.

Niedrigere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit verbessern Lage

Durch das Feuer in der südspanischen Provinz Almería, die zur Autonomen Gemeinschaft Andalusien gehört, wurden in einem schwer zugänglichen Gebiet mit steilen Schluchten bereits 6.600 Hektar Land zerstört. Bislang hätten das Wetter und die Brandlage nur einen "defensiven" Einsatz zugelassen, sagte Katastrophenschutzminister Sanz.

Mittlerweile habe sich die Lage aber auch dank niedrigerer Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit zum Besseren entwickelt. Der andalusische Regierungsvertreter sagte:

Wir können den heutigen Tag mit besseren Aussichten als gestern angehen.

Antonio Sanz, andalusische Katastrophenschutzminister

In der Nacht zu Samstag hatten mehr als 1.400 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.

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Bei den Waldbränden in Spanien habe sich das Feuer über den Tag nicht ausgebreitet, so ZDF-Reporterin Alica Jung. Dennoch gebe es den Befehl, sich manchen Gebieten nicht zu nähern.

11.07.2026 | 1:27 min

Zwölf Tote durch Feuer

Das Feuer war nach Angaben der andalusischen Regionalregierung am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos ausgebrochen. Das betroffene Gebiet ist bei Touristen beliebt und liegt nordöstlich der Hafenstadt Almería. Durch das Feuer kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, sie wurden von den Flammen in ihren Fahrzeugen oder auf der Flucht zu Fuß eingeschlossen.

Die Identität der Opfer war zunächst unklar. Es wird vermutet, dass es sich größtenteils um britische und belgische Staatsbürger sowie einen Spanier handelt. Nach Angaben des gerichtsmedizinischen Instituts in Almería wurden DNA-Proben zur Analyse nach Madrid geschickt.

Einige der Todesopfer hatten sich den Angaben zufolge nicht an die Anordnungen der Behörden gehalten, auf welchem Weg sie aus dem Brandgebiet fliehen oder wo sie Schutz suchen sollen, wenn eine Flucht nicht mehr möglich ist.

10.07.2026, Spanien, Los Gallardos (Almeria): Ein Löschhubschrauber wirft über dem Waldbrand Wasser ab.

Bei dem verheerenden Waldbrand in Südspanien dauern die Löscharbeiten an.

11.07.2026 | 1:26 min

Zudem seien acht Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Nach offiziellen Angaben wird weiterhin nach 23 Menschen gesucht. Allerdings wurden bislang nur sieben Vermisstenanzeigen gestellt.

500 Feuerwehrleute und Soldaten im Einsatz

Im Kampf gegen die Flammen waren am Samstag weiter etwa 500 Feuerwehrleute sowie Soldaten und mehr als 20 Löschflugzeuge im Einsatz. Für Montag kündigte der spanische Regierungschef Pedro Sánchez einen Besuch in dem Katastrophengebiet an.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte erschüttert auf die Meldungen aus Spanien: "Die Nachrichten über die Feuerkatastrophe in Andalusien sind bestürzend", erklärte Merz im Onlinedienst X. Er habe dem spanischen Ministerpräsidenten seine Anteilnahme ausgesprochen und hoffe, dass die vielen Verletzten und Angehörigen der Opfer "Trost finden".

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Quelle: AFP, dpa
Über die Waldbrände in Spanien berichtete im ZDF unter anderem heute Xpress am 11.07.2026 um 11:52 Uhr.

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