Feuer wüten auch in Spanien und Italien:Waldbrände: 20.000 Menschen in Frankreich evakuiert
Die schweren Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien halten an. In Frankreich mussten viele Touristen ihren Urlaubsort räumen. Auch in Spanien wurden mehrere Orte evakuiert.
Die spanische Regierung ruft wegen schwerer Waldbrände den Notstand für Madrid und die Provinz Ávila aus. Auch in Südfrankreich verschärft sich die Lage, Frankreich bittet EU-Staaten um Hilfe.
24.07.2026 | 1:30 minIn Frankreich, Spanien und Italien ist die Feuerwehr gegen immer neue Waldbrände im Dauereinsatz. Die Flammen breiten sich auf riesigen Flächen aus. Viele Orte mussten evakuiert werden.
Tausende Menschen mussten in Frankreich in Sicherheit gebracht werden, in Spanien verwüstete ein großer Waldbrand rund 32.000 Hektar Land binnen einer Woche, in Italien kämpfen Tausende Einsatzkräfte gegen Dutzende Brände. Insgesamt drei Feuerwehrleute kamen ums Leben, zwei in Frankreich, einer in Italien.
20.000 Menschen bei Bordeaux in Sicherheit gebracht
Nahe der Atlantikküste bei Bordeaux wurden 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter auch viele Touristen, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Mehrere Campingplätze nördlich des Beckens von Arcachon wurden geräumt.
Das Feuer um die Gemeinde Le Porge in der Nähe von Bordeaux erfasste bereits 3.100 Hektar. Ein freistehendes Haus brannte ab. Etwa 12.000 Touristen und Bewohner wurden von Campingplätzen und aus Ferienunterkünften nahe Bordeaux in Sicherheit gebracht, später mussten weitere 8.800 Menschen Campingplätze räumen. Der Himmel über Le Porge war am Donnerstagmorgen orange gefärbt.
Tausende Menschen verlassen ihre Häuser und Campingplätze nahe Bordeaux, während sich das Feuer weiter ausbreitet. 3000 Hektar Wald sind bereits verbrannt.
24.07.2026 | 2:09 minZwischen Le Porge und der südlich gelegenen Stadt Lège-Cap-Ferret stiegen Rauchschwaden auf, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Hubschrauber flogen wiederholt über Häuser mit verschlossenen Fenstern, und Löschfahrzeuge fuhren über die Straßen.
"Die Gendarmen haben an die Türen aller Häuser geklopft", sagte Patrick Martineau, der in Le Porge wohnt und das Gebiet schnell verlassen musste.
Wir haben etwas Angst und können es kaum fassen.
Patrick Martineau, Bewohner von Le Porge
Temperaturen über 30 Grad und starker Wind erschweren die Löscharbeiten erheblich. Die Gegend ist von Pinienwäldern geprägt, die infolge der jüngsten Hitzewellen stark ausgetrocknet sind. Die Behörden erklärten, die Wetterbedingungen blieben "ungünstig", es würden "unberechenbare Winde" erwartet.
Im Süden Frankreichs stabilisierte sich die Lage unterdessen im Gebiet um Pontevès nordöstlich von Marseille. Zuvor waren durch die Flammen laut Behörden 2.500 Hektar verwüstet und zehn Häuser zerstört worden.
Waldbrände in Spanien
Die spanischen Provinz Guadalajara treffen die Waldbrände besonders schwer. Über 30.000 Hektar sind seit letzter Woche verbrannt.
Quelle: APMehrere spanische Gemeinden evakuiert
Auch in Spanien ist die Lage teilweise dramatisch. Im Südwesten von Madrid wurden am Mittwoch mehrere Gemeinden evakuiert. Durch den Brand in der Gemeinde Almorox seien Encinar del Alberche, Ribera del Alberche und Rincón del Alberche geräumt und die Gemeinde Villa del Prado unter Ausgangssperre gestellt worden, teilte der spanische Rettungsdienst im Onlinedienst X mit.
Almorox liegt in der Region Kastilien-La Mancha, etwa 70 Kilometer südwestlich von Madrid. Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Die Behörden forderten die Anwohner auf, "bei Fahrten äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Sicht durch den Rauch stark eingeschränkt ist". Der Zivilschutz rief Anwohner mit Atemwegserkrankungen zudem auf, nachts die Fenster zu schließen.
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Klimaschutzräume, Wasserspielplätze, flexible Arbeitszeiten - Madrid rüstete sich im Juni gegen die Hitze.
19.06.2026 | 2:08 minSpanien: Waldbrand zerstört 32.000 Hektar in einer Woche
In den vergangenen Tagen sind in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Der größte Waldbrand befindet sich in der Provinz Guadalajara, etwa 100 Kilometer nordöstlich von Madrid. Er hat seit vergangenem Donnerstag 32.000 Hektar Land verwüstet. Insgesamt sind seit dem 1. Januar in Spanien bereits fast 120.000 Hektar verbrannt, wie aus der europäischen Datenbank zu Waldbränden (Effis) hervorgeht.
In Spanien steigen die Temperaturen derzeit wieder, es beginnt eine neue Hitzewelle. Die südspanische Provinz Almería in Andalusien war kürzlich von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte getroffen worden. 13 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, darunter zwölf Ausländer - sieben Todesopfer aus Großbritannien, drei aus Belgien und jeweils eines aus Frankreich, den USA und Spanien. 7.000 Hektar Land brannten nieder.
Auch in Italien kämpfte die Feuerwehr gegen viele Flächenbrände. Auf der Mittelmeerinsel Sizilien wurden etwa 100 Bewohner und 22 Patienten aus einem Krankenhaus evakuiert, dort waren die Temperaturen in den vergangenen Tagen auf mehr als 40 Grad gestiegen.
In der süditalienischen Region Kalabrien kam es zu etwa 160 Feuern. Nach Angaben des Zivilschutzes gehen einige von ihnen auf das Konto von Brandstiftern.
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