Urlaubsregion in Südfrankreich:Waldbrände: 3.000 Menschen evakuiert - Verletzte und Schäden
Nach einer wochenlangen Hitzewelle wüten schwere Waldbrände in Südfrankreich. An der Küste nahe Perpignan mussten mehr als 3.000 Menschen ihre Häuser und Unterkünfte verlassen.
Im südlichen Frankreich wüten schwere Waldbrände. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Menschen wurden verletzt.
04.07.2026 | 0:21 minIn Südfrankreich wüten derzeit mehrere große Brände. Bei einem Flächenbrand nahe Perpignan, der drei Campingplätze erfasst hat, sind sechs Menschen leicht verletzt worden. 13 Feuerwehrleute und Polizisten erlitten zudem leichte Rauchvergiftungen, wie die Behörden mitteilten.
Rund 280 Bungalows auf Campingplätzen zerstört
Etwa 1.700 Menschen mussten die Campingplätze verlassen, rund 1.500 weitere ihre Betriebe in der Region. Das Feuer war im Hafenort Sainte-Marie-la-Mer ausgebrochen und hatte sich auf den Nachbarort Canet-en-Roussillon ausgebreitet.
Mehrere große Waldbrände setzen Südfrankreich zu. Zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Trockenheit und starker Wind fachen die Feuer weiter an.
03.07.2026 | 1:16 minInsgesamt brannten 30 Hektar ab. Rund 280 Bungalows auf den Campingplätzen sowie eine Wassersportanlage wurden zerstört. Auch ein Unternehmen, das Katamarane herstellt, brannte ab.
Waldbrand nahe Narbonne unter Kontrolle
Der starke Wind begünstigte die Ausbreitung des Feuers, das inzwischen unter Kontrolle gebracht wurde. Bei dem bislang größten Waldbrand in der Nähe von Narbonne brannten mittlerweile 950 Hektar Vegetation ab.
2025 brannten in Deutschland 2.626 Hektar Wald, das sind etwa 3.676 Fußballfelder. Die Zahl der Waldbrände stieg auf 1.175 und hat sich gegenüber dem regenreichen Vorjahr mehr als verdoppelt.
30.06.2026 | 0:27 minDie etwa 500 Feuerwehrleute, die in der Nacht im Einsatz waren, konnten das Feuer noch immer nicht unter Kontrolle bringen, aber zumindest seine Ausbreitung stoppen, wie die Behörden mitteilten. Auch dort hatte starker Wind das Feuer begünstigt.
Höchste Waldbrand-Warnstufe ausgerufen
Nach einer wochenlangen Hitzewelle in Frankreich ist die Vegetation zudem stark ausgetrocknet. Nördlich von Montpellier ist ein weiterer Flächenbrand in der Nähe einer Mülldeponie ausgebrochen.
Derzeit gilt in der französischen Mittelmeerregion die höchste Waldbrand-Warnstufe. Die Waldbrände werden durch die Hitzewellen begünstigt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese infolge des menschengemachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.
Auch an der angrenzenden spanischen Küstenregion brennt es derzeit. Feuerwehrleute haben einen Waldbrand nahe der spanischen Touristenregion Costa Brava inzwischen teilweise unter Kontrolle gebracht.
Feuer auch an der Costa Brava
Bis Samstagmorgen vernichteten die Flammen etwa 2.200 Hektar Vegetation, wie die katalanische Feuerwehr berichtete. Ziel sei es, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen, bevor der Wind sich drehe. Das Feuer war am Freitagmorgen in der Nähe der Gemeinde La Bisbal d'Empordà in der nordöstlichen Region Katalonien ausgebrochen.
Spanien ist besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Im vergangenen Jahr zerstörten Waldbrände in dem Land nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems fast 400.000 Hektar Vegetation, acht Menschen kamen ums Leben.
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